Folsäure und Glabrata

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Re: Folsäure und Glabrata

Beitragvon Lea » 22.05.2020 02:46

Ernährung

Er werden relativ viel Candida-Diäten empfohlen. Wenn man sich das dann in Foren und auch hier durchliest, wird einem dann ganz komisch. Denn Candida-Diäten führen zu nichts, außer zu weiteren Ungleichgewichten. Ich habe gelesen, dass eine junge Damen auf einmal nur noch Fleisch gegessen hat, weil der Candida auf Fructose und Glukose reagiert. Ja, richtig. Das sind jedoch die Labormethoden, indem ein Candida im Brutkasten am besten wächst und dann eingestuft werden kann.

Durch das viele Fleisch ist an jedoch richtig übersäuert und irgendwann fängt man auch an, davon zu spucken. Der Körper will das einfach nicht mehr. - Das zu der jungen Dame, die sich woanders und auch hier hat einsäuseln lassen.

Eine ausgewogene Ernährung ist absolut wichtig. Sonst kippt man aus den Latschen. Nur kommt es darauf ein, was man für eine ausgewogene Ernährung hält. Denn auch Ernährungsfehler aus der Vergangenheit, sind Verursache von Ungleichgewichten. Wer also in der Vergangenheit im Sommer nur die Fleischlappen vom Grill Soßen aus Glasflaschen und gerösteten Brötchen futtert und dieses dann im Winter durch TK-Pizza, Döner und Currywurst ablöst - das ist mal richtig daneben. So sollte dann auf keinen Fall weiter gemacht werden.

Ausgewogen heisst: 3 Mahlzeiten am Tag, dabei 5 Teile Gemüse und Obst. Mehr Gemüse als Obst. Sättigungsbeilage und auch Fleisch. Wer jedoch meint, dass zwei Schnitzel auf dem Teller mit etwas Kartoffeln und Gemüse ausgewogen ist, der irrt. Hier betrügen sich viele selbst. Und auch wenn ihr inzwischen vernünftig esst - die Sünden der Vergangenheit haben einen langen Arm. Dazu gehören z. B. hoher Alkoholkonsum, Dosenfutter, Schadstoffbelastungen, Fertiggerichte, Energy-Drinks, Drogen ob legal oder illegal, literweise Kaffee am Tag, zuviel Mucki-Buden-Futter damit die schönen Muckis noch schöner werden. Und wenn sowas mal war und es rund 10 Jahre zurück liegt - die Quittung erhält man auch ganz oft recht spät. Denn ein Candida oder eine Fehlschalte im Körper entwickelt sich einfach langsam. Irgendwann ist er so groß, dass es Probleme gibt.

Passt bitte auch bei HP auf. Die fangen sehr gerne an, ihre eigenen Essgewohnheiten auf den Patienten zu übertragen. Ein veganer HP taugt einfach nichts. Denn er sieht nur sein Ding und seine Überzeugung und will einen bekehren. Geht gar nicht!

Thema Fleisch: Auch wenn ich dazu rate Fleisch zu essen und ich bei weitem weder Veganerin noch Vegetarierin bin - ich habe mich einmal auf Null setzen müssen. Und zwar mit trockenen gekochten Kartoffeln und rotem Paprika. Ich konnte Fleisch irgendwann nicht mehr vertragen. Mir wurde davon sofort und dauerhaft danach speiübel. Ich habe meinen Fleischkonsum stark gesenkt, jedoch nicht aufgegeben. Auch ich habe mich da zum Teil selbst belogen. Dabei waren es keine Fleisch-Orgien, einfach nur überproportional viel.

In Bezug auf Zucker gibt es eine eindeutige Meinung von mir: weg lassen! Auch keine Zuckerersatzstoffe. Primär geht es dabei, den Körper zu entlasten. Mit Zucker hat der Körper schwer zu knacken. Ich denke da weniger an den Candida, sondern mehr an die Belastung. Und Zuckerersatzstoffe haben es von der Verstoffwechselung noch mehr in sich, als normaler Zucker.

Nach wie vor meine Meinung: Eine Anti-Candida-Diät ist Schmarn (Steinis Worte). Zudem passt sich ein Candida immer wieder neu an. Er ist einfach wandelbar und sichert sein Überleben sehr geschickt. Er frisst einfach alles und sitzt im Dünndarm an einem reicht gedeckten Tisch. Der Irrglaube, dass Candida im Dickdarm wohnt, ist sehr hartnäckig. Dort findet man lediglich die Reste von ihm. Wir gehen ja auch nicht an die Biotonne um zu essen, sondern an den Kühlschrank.

Also - wichtig - zurück blicken und überdenken. Sich selbst nicht betrügen und der Wahrheit ins Gesicht schauen. Auch wenn es manchmal hart ist und einem die nackte Wut packt - was bei mir regelmäßig passiert. Denn ich wurde von der Schulmedizin kräftig "verschraubt". Aber was will man machen.

Viel Glück Euch allen!

LG Lea
Candida? Hilf Dir selbst, bleibe zäh! Frage nicht den Arzt oder HP, es ist sinnlos!!! Und aufpassen - jede Candida-Art hat andere Ansprüche und vor allem - es ist nur ein Symptom. Grund erkennen, Grund beackern!
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Re: Folsäure und Glabrata

Beitragvon Lea » 20.06.2020 12:10

Liebes Forum,

ich habe das Rätsel um meinem Mitbewohner, Herrn Glabrata, gelöst. Herr Glabrata hat mir das Leben gerettet.

Glabrata synthetisiert Folsäure - sprich Folat. Ich habe eine HFTR-Mutation. Bin also nicht in der Lage genügend Folat aus der Nahrung aufzunehmen. Ebenso kann mein Körper synthetische Folsäure von der Pharma-Industrie nicht verarbeiten bzw. in die aktive Form umwandeln.

Somit ist der Methylierungsprozess in meinem Körper gestört.

Weil fleißige Ärzte dachte, dass ich nicht ganz "dicht" bin, gab es ein Neuroleptikum. Dieses hat Vitamin B2 geschluckt. Ergo: Kein Vitamin B3 mehr - weil B2 und B3 voneinander abhängig sind.

Glabrata ist ein Parasit. Parasiten schwächen den Wirt, aber sie bringen ihn nicht um. In dem besonderem Fall, hat der Glabrata für ein Mindestmaß an aktiver Folsäure gesorgt. Wäre er nicht da, wäre ich wohl gestorben (hört ich hart, ist aber so)

Zudem ist Glabrata NICHT in der Lage, Vitamin B1, B2 und B3 zu synthetisieren. Das wäre sein Todesurteil. So entsteht dann eine richtig heftige Methylierungs-Störung, was bei mir zu einer MCS geführt hat.

Medikation:

aktives Folat mind. 800 mcg am Tag
B7
B1
B2 aktive Form
B3 aktive Form
B12 aktive Form
B6 - nicht aktive Form (Grund: aktives B2 inaktiviert aktives B6 - also wieder die Methylierung gestört)
Betain

Für die Knochen und die Schilddrüse

Calcium/Magnesium 2:1
Vitamin D3 geboostert
Selen
Jod

Und jetzt sagt mir noch einmal jemand spezielles hier im Forum, dass Folsäure und ein Glabrata im Darm nicht miteinander zutun haben.

Pflegt Euren Mitbewohner - hört auf mit den Anti-Candida-Diäten. Sucht die Ursache. Macht Ihr Euren Mitbewohner "platt", macht Euch das "platt"! Anti-Candida-Diäten führen nur zur Verschlimmerung der Lage. OK, vielleicht mal gucken, was da so auf dem Teller liegt. Mäckes, Pommes-Bude, Döner und Pizza sind wirklich schlechte Berater. Ebenso haufenweise Nudeln, Schokoklade, Chips, Betäubungsmittel, Cola und Co., Alkohol, jeden Tag drei Mettbrötchen etc etc sind natürlich ein No-Go. Das jedoch nicht nur bei Candida. Auch so kann man von so einer Ernährungsweise richtig böse krank werden. Wer es nicht rafft, ist es selbst schuld.

Wenn Ihr einen Candida habt - esst ausgewogen. Ein realistischer Blick auf seine Essgewohnheiten ist viel wert. Der Weg zur Gesundheit geht durch die Küche.

Ich wünsche Euch allen viel Glück - und macht was aus dieser Information. Wer es nicht tut, muss eben weiter leiden.

Ich bin dann mal weg hier. Denn so ein Irrsinn, der hier im Forum von immer wieder den gleichen angeblich sich gut auskennenden Personen geraten wird und vom Forums-Betreiber sogar noch toleriert wird, ist echt nahe an der fahrlässigen Körperverletzung.

So long

Lea :wave:
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Re: Folsäure und Glabrata

Beitragvon FlorianMe » 21.06.2020 05:11

@lea

Konntest du die Symptome deiner MCS mit der Gabe der angegebenen Nährstoffe verbessern oder vll. sogar komplett heilen?
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