Natürliches, begleitendes Antimykotikum?

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Natürliches, begleitendes Antimykotikum?

Beitragvon drlama » 28.01.2019 01:32

Hi,

wenn ich im Internet ein natürliches Antimykotikum suche, werde ich irgendwie mit Produkten zugeballert über die es
nichts zu finden gibt, oder die von irgendwelchen Startups sind. Ich habe CandidaCare auf Amazon von einer völlig unbekannten
Firma FuxFoods UG bestellt. Ich nehme es lieber mal nicht.

Hat jemand eine Empfehlung für ein natürliches begleitendes Mittel während einer Diät? Möglichst nicht von einer Firma die es
seit paar Wochen gibt.

LG,

Rudi
drlama
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Re: Natürliches, begleitendes Antimykotikum?

Beitragvon Krasny » 29.01.2019 10:53

Natürliche Antimykotika
  • Berberitze
  • Caprylsäure
  • Goldenseal
  • Oreganoöl
  • Tanalbit
  • Uva ursi (Beerentraube)
  • Wermutöl
  • Nelkenöl
  • Schwarze Walnuß
  • Teebaumöl
  • Lavendelöl
  • Horopito
  • Mangostan
  • Granatapfel

Rezept:
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 5,00 g Wermutöl        (10,0 %)
 5,00 g Nelkenöl        (10,0 %)
 2,50 g Schwarzkümmelöl ( 5,0 %)
 0,45 g Majoranöl       ( 0,9 %)
 1,50 g Beifußöl        ( 3,0 %)
 0,90 g Walnußöl        ( 1,8 %)

Bitte von der Apotheke mischen lassen.

Bitte genau nach Anweisung einnehmen bzw. verordnen!

1. Woche:
1 x täglich 1 Tropfen in ein Glas geben, mit 1/4 Liter kaltem Wasser auffüllen und langsam schluckweise trinken.

Ab der 2. Woche:
Täglich um je 1 Tropfen steigern. Bis zur Höchstdosis von 2 x 10 Tropfen täglich. Wenn starke Entgiftungsreaktionen auftreten, weniger nehmen oder 1 - 2 Tage aussetzen.


Quelle: Ekkehard Sirian Scheller, "Candidalismus: Getarnte Pilze und Parasiten im Blut. Heilung durch ein harmonisches Blutmillieu.", EU-Umweltakademie; Auflage: 3., erweiterte und überarbeitete Auflage 2008, ISBN 978-3981072877

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91054 Erlangen-Buckenhof

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Telefon:  (0 68 88) 90 00 28-0
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2.2.1 Hemmung durch Gewürzinhaltsstoffe

In seiner bekannten Desinfektionsarbeit untersuchte ROBERT KOCH 1888 die Wirkung
einiger ätherischer Öle auf Milzbrandsporen und wies als Effekte von Terpenöl
Entwicklungshemmung und nach fünf Tagen Abtötung nach. Weiterhin fand er, dass
der Zusatz ätherischer Öle zu Nährböden hemmend auf inokulierte Keime wirken
kann (COLLIER & NITTA, 1930).
Phenolen aus den ätherischen Ölen kommt die höchste antimikrobielle Aktivität zu,
gefolgt von den Aldehyden, Ketonen und Alkoholen (ÖZCAN & ERKMEN, 2001). Einige
Gewürze beinhalten die Phenole Anethol, Eugenol und Thymol, die für einen
geringen Kontaminationslevel verantwortlich sind (KNEIFEL & BERGER, 1994). Eugenol
bildet den Hauptbestandteil von Nelkenöl und ist in etwas geringer Menge in Piment
sowie in noch niedrigerer Konzentration in Zimt enthalten. Thymol findet sich
hauptsächlich in Thymian und Oregano, Anethol in Anis, Fenchel und Pfefferminze
(KARAPINAR & AKTUG, 1987).
Weiterhin sind schwefelhaltige Verbindungen – wie z. B. Senföle – in Zwiebel- und
Knoblauchgewächsen sowie Senfkörnern (Allyl-isothiocyanat, SEKIYAMA et al., 1994)
enthalten. Diese Substanzen gelten gleichfalls als antimikrobiell wirksam (WEBER,
1997).
Im Allgemeinen lassen sich die Gewürze hinsichtlich ihrer antimikrobiellen Wirkung
grob nach ihrer botanischen Zugehörigkeit einordnen. Zu den Cruciferen
(Kreuzblütlern) zählende Gewürze besitzen antibakterielle Effekte, wobei die Träger
von schwefelhaltigen ätherischen Ölen, vor allem Senföl, den stärksten Einfluss
ausüben. Bei den Labiaten (Lippenblütlern) zeigt sich Majoran antibakteriell
gegenüber Staphylokokken und E. coli, Salbei ebenso gegenüber Staphylokokken,
während dem Thymian keine Wirkung zukommt. Zimtöl und Nelken erreichen als
Vertreter der Myrtaceen die stärkste antimikrobielle Wirkung. Keine Effektivität wurde
dagegen für die zu den Umbelliferen gehörenden Gewürze festgestellt (KOUCHKI,
1968).
Für die jeweiligen Gewürze lassen sich die einzelnen antimikrobiellen
Hauptbestandteile wie folgt auflisten (HARGREAVES et al., 1975) (vgl. auch 2.2.2).

Cayennepfeffer Capsaicin (Alkaloid)
Fenchel Anethol
Knoblauch Allicin
Koriander Terpene
Lorbeer Phenole
Muskatnuss Phenole und Terpene
Nelken Eugenolacetat, Eugenolmethyleter (ICMSF, 1994)
Salbei Phenole (SHELEF et al., 1980)
Rosmarin Phenole (SHELEF et al., 1980)
Oregano Thymol, Carvacol (SNYDER, 2000)
Zimt Zimtaldehyde, Zimtacetat, Eugenol (ICMSF, 1994)

Der Wirkungsmechanismus des Allicin aus Knoblauch wird erst durch Pressen der
Knollen in Gang gesetzt (Abb. 2: HARGREAVES et al, 1975).


2.2.3 Einwirkung der Gewürze auf verschiedene Bakterienarten

Viele Gewürze sind für ihre antimikrobielle Aktivität gegenüber Bakterien bekannt.
Schon in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts ist der inhibitorische Effekt von
Knoblauch und Zwiebeln nachgewiesen worden. Durch ihre bakteriostatisch,
bakterizid oder antioxidativ wirkenden Inhaltsstoffe besitzen verschiedene Gewürze
eine verbesserte Lagerungsfähigkeit und fördern zugleich die Haltbarkeit von
Lebensmitteln, denen sie zugesetzt wurden (SHELEF et al., 1980).

Der konservierende Effekt von Gewürzen lässt sich jedoch weder für bestimmte
Keime noch konkret für spezielle Gewürze und Kräuter pauschalisieren. In
Abhängigkeit von Dosierung, Anbaugebiet, Alter und Lagerungsbedingungen
ergeben sich unterschiedliche Interaktionen zwischen Gewürz und Keimart.

Anisöl in Konzentrationen von 100 ppm bewirkt bei Aspergillus niger und A.
fumigatus sowie einigen Penicilliumarten eine 100%ige Inaktivierung (FORSTREUTERKÜNSTLER
u. AHLERT, 1984). Hefen, Vibrio cholerae, E. coli und Staphylokokken
werden ebenfalls gehemmt (HARGREAVES et al., 1975). KARAPINAR und AKTUG (1987)
fanden eine Beeinflussung von Salmonella Typhi, Staphylococcus aureus und Vibrio
haemolyticus.

Basilikumöl stoppt die Vermehrung von Streptokokken (1:800), Staphylokokken
(1:800) und B. coli (1:100) (COLLIER & NITTA, 1930). Getrocknetes Basilikum besitzt
einen antimikrobiellen Effekt auf Shigellen (BAGAMBOULA et al., 2003).
Hefen werden von dem ätherischen Öl des Bohnenkrauts am Wachstum gehindert
(DEANS & SVOBODA, 1989).
Dillöl hemmt Streptokokken (1:400), Staphylokokken (1:200) und B. coli (1:200)
(COLLIER & NITTA, 1930).

Fenchel wird von HARGREAVES et al. (1975) als antibakteriell beschrieben. Das
Wirkspektrum umfasst St. aureus, S. Typhimurium (SEYED et al., 1986; KARAPINAR u.
AKTUG, 1987); E. coli, Pseudomonas aeruginosa, En. faecalis und B. subtilis (ÖZCAN
& ERKMEN, 2001).
Galgant verhindert das Wachstum von St. aureus bis zu einem Verhältnis von 1:100
in Kulturen sowie B. subtilis, Cl. sporogenes, Mycobacterium tuberculosum, S.
Paratyphi, Str. pneumoniae, E. coli und S. Schottmuelleri (HARGREAVES et al., 1975).
Weiterhin stellten COLLIER und NITTA (1930) eine Hemmung von Streptokokken und
Staphylokokken durch Galgantöl fest.

Ingweröl erzielt einen Vermehrungsstillstand in 5%iger Konzentration (KOUCHKI,
1968). Untersuchungen von SNYDER (1997) ergaben lediglich eine leichte
antimikrobielle Aktivität. CO2-Extrakte (0,1%ige Fraktionen) von Ingweröl hemmen
Penicillium crysogenum (WEBER, 1997). Streptokokken, Laktobazillen,
Achromobacter (FUCHS, 1958) sowie Vibrionen (COLLIER & NITTA, 1930) werden
ebenfalls in ihrem Wachstum negativ beeinflusst.
Kardamomöl ist „voll-wirksam“ gegenüber Streptokokken, Laktobazillen,
Achromobacter (FUCHS 1958) und es hemmt E. coli sowie St. aureus (HILI et al.,
1997).

Knoblauchpulver behält seine antimikrobielle Aktivität noch nach drei Jahren, wenn
es trocken bei Zimmertemperatur gelagert wird (HARGREAVES et al., 1975).
Frischgepresster Knoblauchsaft bewirkt die Inaktivierung von S. Typhi und E. coli
(SRIVASTAVA et al., 1982). Diesen Befund bestätigte auch SHELEF (1984), der
zusätzlich noch Hemmeffekte auf St. aureus, B. cereus und B. subtilis nachwies.
Knoblauch ist ebenfalls wirksam gegenüber Cl. botulinum, L. monocytogenes, Hefen
(ICMSF, 1994) sowie Candida albicans (SNYDER, 1997) und in 1%iger Konzentration
bei einer Lagerung von über zehn Tagen gegenüber E. coli (KOIDIS et al., 2000).

Korianderextrakt hemmt gram-positive und gram-negative Bakterien mit Ausnahme
von Ps. aeruginosa (HAMMER et al., 1999). Laut SNYDER (1997) besitzt Koriander eine
mittlere antimikrobielle Effektivität. In 0,2%iger Konzentration kommt es zur
Inaktivierung von Streptokokken (FUCHS, 1958). Die Terpene der ätherischen Öle aus
Koriandersamen sind antibakteriell und hemmen B. subtilis, S. Enteritidis, St. aureus,
Ps. aeruginosa, Proteus morganii und E. coli (HARGREAVES et al., 1975). Im
Agardiffusionstest mit Korianderöl fanden HILI et al. (1997) Wirkungen auf E. coli, St.
aureus, Ps. aeruginosa und C. albicans. Die MIC für das Gewürzöl liegt für St.
aureus bei >1200 ppm, für E. coli bei 1200 ppm und für S. Typhimurium sogar nur
bei 650 ppm (SEYED et al., 1986).

Kümmelöl besitzt eine ausgeprägte antimikrobielle Aktivität (SNYDER, 1997) und
gehört zu den ätherischen Ölen mit dem höchsten inhibitorischen Effekt (ICMSF,
1994). Es hemmt Staphylokokken, S. Typhimurium (HARGREAVES et al, 1975) und E.
coli (SEYED et al., 1986). Laut FARAG et al. (1989) ist Kümmelöl wirksam gegen gramnegative
Bakterien.

Lorbeer wird eine durchschnittliche Wirksamkeit zugeschrieben (SNYDER, 1997;
HAMMER, 1999). Lorbeerblätter hemmen S. Typhimurium, St. aureus und V.
parahaemolyticus (KARAPINAR & AKTUG, 1987) und beeinflussen das Wachstum von
B. subtilis, Mycobacterium smegmatis, E. coli, Proteus vulgaris, Ps. aeruginosa und
Candida albicans (HARGREAVES et al., 1975) sowie die Vermehrung von Cl. botulinum
(SHELEF, 1984).

Macisöl ist antimikrobiell aktiv gegenüber Proteus, Hefen (FUCHS, 1958) und
Streptokokken (COLLIER & NITTA, 1930).

Majoran inaktiviert gram-positive und gram-negative Bakterien, mit Ausnahme von
Ps. aeruginosa (HAMMER et al., 1999). Im Agardiffusionstest werden E. coli, St.
aureus, Ps. aeruginosa und C. albicans gehemmt (HILI et al., 1997). Erhöhter
Sauerstoffpartialdruck intensiviert die antimikrobielle Wirkung und das Gewürz gilt
dann als stark bakterizid (HARGREAVES et al., 1975).

Muskatnuss erzielt eine Keimhemmung bei einer Konzentration von 5 % (KOUCHKI,
1968) und das Öl wirkt auf Streptokokken, Proteus und Achromobacter bakterizid
(FUCHS, 1958).

Nelkenöl besitzt einen starken antimikrobiellen Effekt schon in geringen
Konzentrationen (KOUCHKI, 1968). Wirksam erweist es sich gegen gram-negative
Keime (FARAG et al., 1989). Generell fallen der inhibitorische Effekt von Nelken auf
Mikroorganismen sehr stark (ZAIKA, 1988) und die antimikrobielle Aktivität hoch aus
(SNYDER, 1997). Ein bakteriostatischer Effekt wird nicht nur auf gram-negative
Mikroorganismen sondern auch auf Hefen, Cl. botulinum und V. parahaemolyticus
ausgeübt (ICMSF, 1994). Im Agardiffusionstest zeigt Nelkenöl einen inhibitorischen
Einfluß auf E. coli, St. aureus, Ps. aeruginosa und C. albicans (HILI et al., 1997).
1%iger fraktionierter CO2-Extrakt aus Nelken hemmt das Wachstum von Hefen,
Schimmelpilzen, Penicilliumarten und Candida crusei (WEBER, 1997). HARGREAVES et
al. (1975) beschreiben Nelken ebenfalls als fungistatisch und führen zusätzlich noch
einen Einfluß auf St. aureus, S. Typhimurium, B. subtilis und Proteus spp. an. Die
Wachstumsretardierung bei S. Typhimurium wird von KARAPINAR und AKTUG (1987)
bestätigt.

Oregano wird eine starke antibakterielle Wirkung (FUCHS, 1958; ICMSF, 1994;
HAMMER et al., 1999) sowie ein antioxidativer Effekt (ABDALLA & ROOZEN, 2001)
zugeschrieben. SNYDER (1997) setzt jedoch die antimikrobielle Aktivität niedriger an
und findet eine mittlere Wirkung auf Salmonella spp. und V. parahaemolyticus.
Aufgrund der Erfahrungen weiterer Autoren verhält sich Oreganoöl effektiv
gegenüber St. aureus, E. coli, Ps. aeruginosa, En. faecalis, B. subtilis und S.
Typhimurium (ÖZCAN & ERKMEN, 2001), Cl. botulinum (ICMSF, 1994) und V.
parahaemolyticus (SHELEF, 1984; KARAPINAR & AKTUG, 1987). Die Arbeit von SAGDIC
et al. (2002) bestätigt die Wirkung von Oreganoöl auf E. coli.
Paprikaöl erweist sich gegen verschiedene Bacillusarten als antibakteriell (ICMSF,
1994).

Petersilie hemmt laut COLLIER und NITTA (1930) Streptokokken und Staphylokokken.
Pfeffer (schwarz) besitzt einerseits eine leichte antimikrobielle Aktivität (SNYDER,
1997), kann andererseits sogar stimulierend auf das Wachstum von Streptococcus
faecalis wirken. Wachstumshemmend unter den Pfefferinhaltsstoffen scheint nur das
Piperin zu sein (SALZER et al., 1977). Der Wasserextrakt aus Pfefferkörnern wirkt
antibakteriell gegenüber St. aureus und E. coli (HARGREAVES et al., 1975). Der
hemmende Effekt von Pfeffer auf das Wachstum von Bakterien beschränkt sich
gemäß anderer Angaben im Schrifttum auf folgende Keime: Laktobazillen,
Achromobacter (FUCHS, 1958); Mikrokokken, Streptokokken, E. coli (SALZER et al.,
1977); Cl. botulinum (SHELEF, 1984).

Pfefferminzöl wirkt in einer Verdünnung von 1:33.000 bereits keimhemmend (FUCHS,
1958; ABDALLA & ROOZEN, 2001). Im Agardiffusionstest ist es effektiv gegenüber E.
coli, St. aureus, Ps. aeruginosa und C. albicans (HILI et al., 1997). Das Öl inaktiviert
gram-positive und gram-negative Bakterien mit Ausnahme von Ps. aeruginosa
(HAMMER et al., 1999). Pfefferminzextrakt wird von AKTUG und KARAPINAR (1986,
1987) als wirksam gegenüber St. aureus, V. parahaemolyticus und S. Typhimurium
beschrieben.

Piment besitzt eine mittlere bakteriostatische Effektivität (SNYDER, 1997) und sein Öl
erweist sich als antifugal bzw. antibakteriell gegenüber E. coli, B. subtilis, Proteus
vulgaris, Ps. aeruginosa (HARGREAVES et al., 1975), Streptokokken (FUCHS, 1958),
Hefen, Acetobacter, Cl. botulinum (ICMSF, 1994) sowie auch gegen Staphylokokken
(COLLIER & NITTA, 1930). Piment in seiner natürlichen Form zeigt sich bakterizid
gegenüber S. Typhimurium, Vibrio parahaemolyticus und St. aureus (KARAPINAR &
AKTUG, 1987).

Rosmarin besitzt eine geringe Wirkungsbreite (FUCHS, 1958). Hauptsächlich ist es
aktiv gegenüber gram-positiven Mikroorganismen, u.a. St. aureus und Listeria
monocytogenes (DEL CAMPO et al., 2000) und zugleich findet sich eine antioxidative
Komponente (STIEGLER, 2001). Im Agardiffusionstest zeigt Rosmarinöl eine
hemmende Wirkung gegenüber St. aureus, Ps. aeruginosa und C. albicans (HILI et
al., 1997). Das Öl ist außerdem wirksam bei B. cereus, V. parahaemolyticus (SHELEF,
1984; SNYDER, 1997), Klebsiella aerogenas, V. cholerae, E. coli und S. Typhimurium
(BAXTER & HOLZAPFEL, 1982).

Salbei hemmt gram-positive und gram-negative Bakterien außer Ps. aeruginosa
(HAMMER et al., 1999). Im Gegensatz zum ganzen Kraut ist Salbeiöl jedoch im
Agardiffusionstest wirksam auch gegenüber Ps. aeruginosa sowie weiterhin gegen E.
coli, St. aureus und C. albicans (HILI et al., 1997). SNYDER (1997) schreibt dem Salbei
eine mittlere antibakterielle Aktivität gegenüber B. cereus, St. aureus und V.
parahaemolyticus zu. S. Typhimurium soll ebenfalls an der Vermehrung gehindert
werden (KARAPINAR & AKTUG, 1987).

Das Öl der Senfsaat besitzt eine keimhemmende Wirkung (FUCHS, 1958; ABDALLA &
ROOZEN, 2001) und wirkt bakteriostatisch gegenüber E. coli, S. Typhimurium und St.
aureus sowie bakterizid gegenüber V. parahaemolyticus. SNYDER (1997) bezeichnet
die Senfsaat als stark antimikrobiell. Bereits in einer Konzentration von 5 % tritt eine
keimhemmende Wirkung ein (KOUCHKI, 1968). Hefen, Acetobacter und L.
monocytogenes verhalten sich gegenüber Senfsaat sehr empfindlich (ICMSF, 1994).

Sternanisöl erweist sich als antibakteriell gegenüber Staphylokokken (COLLIER &
NITTA, 1930).

Thymian besitzt eine mittlere (SNYDER, 1997) bis starke antimikrobielle Aktivität
(FUCHS, 1958). Im Diffusionstest lässt sich eine Wirksamkeit von Thymianöl gegen
St. aureus, Ps. aeruginosa, C. albicans und E. coli (HILI et al., 1997) sowie generell
gegen gram-negative Keime nachweisen (FARAG et al., 1989). In einer Verdünnung
von 1000 ppm bewirkt Thymianöl bei E. coli eine Vermehrungshemmung (UPMANN et
al., 2000). Folgende Keime werden ebenfalls vom Kräuteröl in der Vermehrung
gehindert: E. faecalis, B. subtilis, S. Typhimurium (ÖZCAN & ERKMEN, 2001). Thymian
als Kraut ist wirksam gegenüber St. aureus, V. parahaemolyticus und S.
Typhimurium (AKTUG & KARAPINAR, 1986). Bei Aspergillus parasiticus sowie A. flavus
erweist sich Thymian ebenfalls als wachstumshemmend (SHELEF, 1984; ICMSF,
1994).

Zimtöl besitzt eine starke antibakterielle Wirkung (FUCHS, 1958; KOUCHKI, 1968;
SNYDER, 1997) und hemmt in 1%iger Konzentration nach zehn Tagen noch E. coli
(KOIDIS et al., 2001). Im Diffusionstest wirkt es auf E. coli, St. aureus, Ps. aeruginosa
und C. albicans (HILI et al., 1997). Ein CO2-Extrakt (0,1%ige Fraktion) aus Zimt ist
bakteriostatisch gegenüber E. coli, Lactobacillus plantarum, Str. epidermidis, B.
subtilis, C. crusei, Penicillium crysogenum, Hefen und Schimmelpilze (WEBER, 1997).
Das Öl hemmt ebenfalls St. aureus und Proteus morganii (HARGREAVES et al., 1975).

Zimtpulver bewirkt sowohl eine Vermehrungshemmung bei S. Typhimurium, St.
aureus und V. parahaemolyticus (KARAPINAR & AKTUG, 1987) sowie Hefen und
Acetobacter (ICMSF, 1994) als auch bei Aspergillus parasiticus (SHELEF, 1984).
Zwiebel besitzt bereits in einer Konzentration von 2 % eine mittlere Toxizität (KOIDIS et
al., 2000) und ist antibakteriell wirksam (ICMSF, 1994) sowie bakteriostatisch
gegenüber B. subtilis, E. coli, S. Schottmuelleri, Ps. aeruginosa, Pr. vulgaris und St.
aureus. Dehydrierte Zwiebeln hemmen in einer Konzentration von 1 - 5 % das
Wachstum von S. Typhimurium (HARGREAVES et al., 1975). Zwiebelsaft erweist sich
desweiteren effektiv gegenüber Streptokokken (KOUCHKI, 1968). Aspergillus flavus
und A. parasiticus werden von Zwiebelpulver am Wachstum gehindert (SHELEF,
1984).


Quelle: http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servl ... BA3?hosts=
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