Candida bei 5,5-jährigen?

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Candida bei 5,5-jährigen?

Beitragvon lillyan » 31.01.2019 03:09

Ich selbst weise alle Symptome einer Candida-Infektion auf und wenn ich es mir recht überlege (hab mich bisher noch nie mit der Thematik beschäftigt) dann schon seit meiner Jugend. Mal schlimmer, mal besser. Letztes Jahr war ich ständig krank und musste 3 mal AB wegen Streptokokken nehmen.

Ich habe nächste Woche einen Arzttermin bei einem neuen Arzt, der mich hoffentlich Ernst nimmt und was für mein Immunsystem tut.

Meine Tochter (jetzt 5,5) hatte einen erweiterten Harnleiter und wurde über Monate hinweg mit ABs behandelt. Sie hat schon seit ihrer Geburt Probleme mit Blähungen und mit Genitalpilz. Wahrscheinlich ist sie also auch infiziert. Außerdem hatte sie schon 2 mal eine Infektion mit Würmern.
Ich habe ihr immer Probiotika für Kinder gegeben zum Antibiotikum und auch immer so, wenn sie Verdauungsprobleme (Verstopfung in ihrem Fall) hatte, jetzt auch wieder seit 2 Monaten, weil ich das Gefühl habe, dass es ihr gut tut (Omni Biotics Panda) und sie nicht so oft krank wird. Sie hat zwar Dauerschnupfen, sich aber nie bei meinen Streptokokken angesteckt. Allerdings hat sie seit Wochen starke Blähungen mal wieder und leidet unter Aufstoßen. Bauchschmerzen hat sie dabei selten und sie selbst findet es nicht schlimm, aber sie kommt dieses Jahr in die Schule und ich will nicht, dass sie wegen der Blähungen gehänselt wird.
Die Kinderärztin ist sehr schulmedizinisch eingestellt. Ihr Nephrologe (sie leidet auch unter einer Nierendysplasie) ist auch Kinderarzt und ich werde ihn mal auf meinen Verdacht ansprechen.

Allerdings: Was kann ich tun, falls sie wirklich Candida hat?
Die Nebenwirkungen von Nystadin beim Absterben sind doch wohl erheblich. Und ich kann bei ihr keine Diät einführen, da sie nicht mitmachen würde. Ich habe Zucker schon extrem eingeschränkt seit einer Woche, aber sie schafft es immer beim Papa welche zu erbetteln (wir leben getrennt) und dort isst sie auch normal. Außerdem isst sie im Kindergarten und es gibt keine Essensauswahl. Ich bin Alleinerziehend und kann die Kindergartenzeiten auch nicht verkürzen. Es gibt täglich Kohlenhydrate und auch immer Nachtisch (abwechseln Obst, gesüßter Joghurt, Grießbrei, Pudding). Es wird auch ab Herbst in der Schule so sein, dass sie in der Mittagsbetreuung essen muss.
Gibt es überhaupt eine Chance einen Pilz zu bekämpfen oder zumindest im Schach zu halten, dass sie nichts schlimmeres bekommt als jetzt, wenn sie keine Diät halten kann? Kann ich sie nur mit Probiotika stabilisieren?
Ich bin zur Zeit in ständiger Panik und habe Angst, mein Kind umzubringen, wenn ich nichts tue, aber ich weiß auch nicht, wie ich das schaffen kann. Und die Kleine hat selbst überhaupt kein Verständnis dafür, dass sie nur noch ganz selten was Süßes bekommt (nämlich vom Papa) und ich bin die böse Mama.
Ich will sie aber auch nicht unnötig quälen, sie macht schon so viel durch mit ihren angeborenen Problemen auf die ich im Moment nicht eingehen möchte.

Ich hab ja schon hier heraus gelesen, dass es eh nicht möglich ist den Pilz jemals wieder loszuwerden, was mich nicht sehr hoffnungsfroh macht. Ich bin selbst noch nie Erfolgreich darin gewesen eine Nahrungsumstellung auf Dauer durchzuhalten. Ich kann mir vorstellen, dass ich es halbwegs hinbekomme für ein paar Wochen um den Pilz zu bekämpfen, doch für den Rest meines Lebens? Vielleicht muss ich erst noch mehr leiden ... Gibt es überhaupt die Möglichkeit die Darmflora während der Pilzbekämpfung soweit her zu stellen, dass die guten Bakterien wieder in der Lage sind den Pilz selbst zu bekämpfen? Mir scheint es ja nicht so zu sein, aber man liest überall, dass man den Pilz ständig aufnimmt, ob mit der Nahrung oder sogar durch die Luft ...
lillyan
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Re: Candida bei 5,5-jährigen?

Beitragvon Krasny » 02.02.2019 05:10

Hallo, Lillyan,

willkommen bei uns.

Bei Kindern wirken die Symbioflora gut. In unserem FAQ- und Infobereich habe ich auch das Einnahmeschema für Kinder hinterlegt. Schau mal bitte hier ("Mikrobiologische Therapie von SymbioPharm" -> "Dosieranleitung für Kinder"):
viewtopic.php?f=56&t=7472

Unbedingt zu empfehlen ist die Verabreichung von Symbioflor 1 auch in die Nase (2 x 2 Tropfen in jedes Nasenloch, dann hochschnüffeln).

Ob deine Tochter tatsächlich an Pilzen leidet, ist aus der Ferne schwer zu sagen. Laß doch mal eine Stuhlprobe + Zungenabstrich untersuchen. Am besten gleich einen Komplettstatus der Darmflora machen lassen, dann ist auch ersichtlich, welche Bakterien der Darmflora nicht im Lot sind.

Das Dilemma mit den Kindergartenessen hatten wir im Forum schon mal besprochen. Es ist eine Katastrophe, was den Kindern angeboten wird. Meist haben die Kindergärten noch nicht einmal eine eigene Küche, sondern bekommen das Essen von sog. Cateringfirmen geliefert. Und die verarbeiten in aller Regel auch kein frisches Gemüse, sondern tiefgefrorenes oder sogar Halbfertigprodukte. So sieht kein gesundes Essen aus. Ein Forumsmitglied beschwerte sich deswegen. Ihr wurde mitgeteilt, falls ihr das Essen für ihr Kind nicht paßt, kann sie sich ja einen anderen Kindergarten suchen!

Du solltest es zumindest versuchen. Den Papa würde ich mir aber zur Brust nehmen: Zucker muß während der Antipilztherapie tabu sein.
Vielleicht kannst du ihr mit Stevia gesüßte Dinge anbieten: Joghurt z. B.

Man kann das schon schaffen, wenn man konsequent ist. Ich selbst habe jahrelang strengstens diätkonform gelebt, mich vegetarisch ernährt und nur mit Stevia gesüßt. Es hat lange gedauert, bis ich mich wieder gut fühlte, aber es hat sich gelohnt.

Nur nicht aufgeben. Am besten wäre natürlich ein erfahrender Arzt oder Heilpraktiker an deiner Seite, der sich mit der Problematik auskennt.
Liebe Grüße, Krasny
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