leidensgeschichte/darmfloraanalyse

Hier kannst du Fragen stellen und Antworten finden :)

leidensgeschichte/darmfloraanalyse

Beitragvon David1984 » 04.05.2019 09:19

Hallo an alle Leidensgenossen ,
Ich fange einfach mal an....2007 hatte ich plötzlich sehr starke Bauchschmerzen bekommen,War da gerade mit Arbeitskollegen ne Kleinigkeit essen(müsste sofort nach Hause) ,waren kolikartige sehr starke Schmerzen.
Ab diesem Ereignis kam es nun immer öfter vor das ich nach dem Essen ( 10 min später )aufs Klo gehen musste.Meist kam der Stuhlgang explosionsartig herausgeschossen und war meist eine Mischung aus wässrig mit Klümpchen......habe dann Termin bei nem Internisten gehabt und Magen sowie darmspiegelung bekommen, jedoch ohne Befund ,nur das ich ein blähboy bin hat der Internist damals gesagt .
Ich merkte damals auch häufig das ich unruhig/zittrig war oder herzrasen hatte und nach dem Stuhlgang absetzen war es wieder besser.
Ich habe aufgrund der stuhlproblematik eine angststörung entwickelt und fühle mich eigentlich nur noch zuhause einigermasen wohl.
Essen gehen ist garnicht mehr möglich da ich zu 95% spätestens nach 30 min auf Toilette rennen müsste.
Ich habe vor kurzem eine darmflora Analyse durchführen lassen....anbei lade ich die Auswertung hoch....
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
David1984
Forumsneuling
Forumsneuling
 
Beiträge: 6
Registriert: 24.04.2019 08:54

Re: leidensgeschichte/darmfloraanalyse

Beitragvon Krasny » 11.05.2019 05:38

Hallo, David,

willkommen bei uns.

Zu deinen Stuhlwerten:
Stuhl-pH ist leicht erhöht. Das spricht für Fäulnisprozesse. Da auch die Werte für die E. colis grenzwertig erhöht und Clostridium spec. stark erhöht sind, ist das erklärbar, denn es handelt sich um Fäulniskeime. Ißt du viel tierische Produkte (Fleisch, Fisch, Milchprodukte)? Falls ja, sollte deren Konsum reduziert werden. Wegen der Clostridien kannst du eine Kur mit Ozovit machen (max. 10 Tage). Weiterhin Mutaflor nehmen.

Die Enterokokken sind stark erniedrigt. Nimm Symbioflor 1 ein.

Candida albicans wurde gefunden, und zwar ebenfalls in großer Menge. Hier kommt auf dich eine Antipilztherapie mit Ernähungsumstellung (kein Zucker, kein Weißmehl, keine Hefe) zu.

Fett und Eiweiß wurden im Stuhl in erhöhter Menge gefunden. Das spricht für Verdauungsprobleme und sollte vom Arzt näher abgeklärt werden. Es könnte eine Pankreasinsuffizienz vorliegen.

FETT IM STUHL:

Warum bestimmt man Fett im Stuhl?
Die Bestimmung von Fett im Stuhl ist die wichtigste Methode um zu erkennen, dass mit der Verdauung oder Aufnahme der Nahrungsstoffe im Darm irgendetwas nicht stimmt. Das liegt daran, dass die Fettverdauung meist die erste ist, die bei einer Verdauungsstörung nicht mehr richtig funktioniert. Erst später wird auch die Kohlenhydrat- und Eiweißverdauung beeinträchtigt.

Normalbefund
Normalerweise wird Fett in der Nahrung durch die Wirkung der Gallenflüssigkeit und des Saftes der Bauchspeicheldrüsen aufbereitet und zerkleinert, damit es von der Darmwand aufgenommen werden kann. Im Stuhl bleibt nur wenig Fett übrig (ca. 7 g im Tag).

Was sind Fettstühle?
Scheidet man mehr als 7 g Fett pro Tag aus, spricht man von Fettstühlen oder von Steatorrhoe. Fettstühle sind lehmartige, glänzende, klebrige, säuerlich bis scharf riechende Stühle. Auch die Bezeichnungen Butterstuhl, Salbenstuhl und Pankreasstuhl (Bauchspeicheldrüsenstuhl) sind in Verwendung.

Wie erkennt man Fettstühle?
Durch der Begutachtung des Stuhls kann der Verdacht auf Fettstuhl ausgesprochen werden. Besteht gleichzeitig Durchfall, wird dies auch als Fettdurchfall bezeichnet. Um ihn nachzuweisen, gibt es Labormethoden:
Sudan-III-Färbung: Dabei bringt man verdünnten Stuhl mit dem Fettfarbstoff Sudan III zusammen und erhitzt das Ganze ein wenig. Fett färbt sich rot an. Im Mikroskop kann man das erkennen. Vorteil: sehr einfache Methode. Nachteil: Es muss schon recht viel Fett im Stuhl sein, damit man das mit dieser Methode erkennt (ca. 20 g Fett/Tag).

Fettfärbung des Stuhls
Beispiel einer Fettfärbung des Stuhls mit Sudan III nach leichtem Erhitzen. Betrachtung im Mikroskop.

Klassische chemische Stuhlfettbestimmung: Stuhl wird 3 Tage lang gesammelt. Der Patient soll jeden Tag mind. 80 g Fett zu sich nehmen. Der gesammelte Stuhl muss dann vermischt werden. Aus einer Probe davon wird das Stuhlfett bestimmt. Vorteil: relativ exakte Methode. Nachteil: Auf der stuhlsammelnden Abteilung und im Labor extrem unbeliebte Methode. Wird daher kaum durchgeführt.
Beta-Karotin-Bestimmung in der Blutflüssigkeit: Es wäre natürlich sehr elegant, die Fettmenge im Stuhl zu bestimmen, ohne Stuhl analysieren zu müssen. Eine Möglichkeit ist die Messung des Beta-Karotin-Spiegels im Blut. Beta-Karotin der Nahrung wird normalerweise aus dem Darm in das Blut aufgenommen. Wenn der Stuhl aber fettreich ist, wird weniger Beta-Karotin aufgenommen, der Spiegel im Blut sinkt. Normalwerte sind 0,47 bis 4,1 mg/l. Weniger als 0,47 mg/l spricht für Fett im Stuhl.


Welche Erkrankungen verursachen Fett im Stuhl?

1. Fett der Nahrung wird nicht aufbereitet (Maldigestion)

• Mangel an Gallensäuren
Gallenwegsverschluss (Gallenstein, Tumor, Engstellen an der Mündung in den Darm)
Leichte Fettvermehrung bei primär biliärer Zirrhose möglich (Autoimmunerkrankung, bei der Entzündungen in den kleinen Gallenwegen der Leber zu Gallerückstau führen)
• Mangel an Bauchspeicheldrüsenflüssigkeit
Verschluss des Bauchspeicheldrüsenganges (Stein, Tumor, Engstellen an der Mündung in den Darm)
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, z. B. Entzündungen (Fettstühle erst wenn 90 % der Drüse ausgefallen sind) oder Mukoviszidose (nicht so seltene Erbkrankheit mit Lungen- und Verdauungsproblemen)
• Nach Magenentfernungen

2. Fett der Nahrung wird aus dem Darm nicht aufgenommen (Malabsorption)

• Aufnahmestörung im Darm
Schwere Durchfälle verschiedenster Ursache
Zoeliakie (Unverträglichkeit gegen ein Getreideprotein, meist - aber nicht nur - bei Kleinkindern ab der Getreideproduktzufütterung
Whipple-Syndrom (seltene Infektionskrankheit v. a. bei Männern mittleren Alters)
Auch bei Sklerodermie des Darmes möglich (Autoimmunerkrankung mit Faservermehrungen und Verhärtungen)
Verschiedene andere Krankheiten der Dünndarmschleimhaut
• Abflussstörung der Lymphgefäße des Darmes (über diese wird nämlich das Fett ins Blut geleitet)
Krebs der Lymphdrüsen des Darms

3. Nahrungsbrei kommt direkt aus dem Magen in den Dickdarm (selten)

Bei Geschwüren, Tumoren oder Entzündungen kann es zur Bildung eines Kanals (einer sog. Fistel) zwischen dem Magen und dem Dickdarm kommen.

4. Zu hoher Verzehr von Fett

Werden zu große Mengen in der Nahrung aufgenommen, können diese nicht verdaut werden. Therapie: geringere Fettzufuhr


Quelle: http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_stuhl_makr_fett_staerke.htm


Alpha-1-Antitrypsin ist erhöht. Es könnte das Leaky-Gut-Syndrom ("löchriger" Darm) vorliegen. Die Darmschleimhaut ist gereizt oder entzündet und die natürliche Darmflora reduziert. Dadurch können Nahrungsbestandteile durch die Darmwand ins Blut gelangen. Sanierung der Darmflora und Darmschleimhaut sollten gemacht werden.
Liebe Grüße, Krasny
Benutzeravatar
Krasny
Goldene Forumsmitgliedschaft
Goldene Forumsmitgliedschaft
 
Beiträge: 23527
Registriert: 28.11.2006 11:03
Wohnort: Wolfen

Re: leidensgeschichte/darmfloraanalyse

Beitragvon David1984 » 11.05.2019 08:31

Vielen Dank für deine Antwort ,
Ich habe Symbioflor 1 und l-Glutamin sowie nyastatin Tabletten und Suspension bereits hier,
Bin mir nur unsicher wie ich vorgehen soll, erst Antimykotia und dann Symbioflor 1 und L-Glutamin oder kann ich es zusammen einnehmen.
Ist es sinnvoll bereits die Therapie mit Antimykotia anzufangen solange Mann noch Red Bull konsumiert (Zucker)?
Ich hatte jahrelang einen hohen Konsum von diesem Energy Drink und bin momentan am „ausschleichen“,habe bereits versucht einfach keines mehr zu trinken was ich jedoch aufgrund von „Entzugserscheinungen“ nicht durchgehalten habe .
Lg David
David1984
Forumsneuling
Forumsneuling
 
Beiträge: 6
Registriert: 24.04.2019 08:54

Re: leidensgeschichte/darmfloraanalyse

Beitragvon Krasny » 15.05.2019 09:03

Symbioflor 1 kannst du parallel zur Pilzbekämpfung einnehmen, Präparate mit Milchsäurebakterien (Laktobazillen, Bifidobakterien) erst nach der Phase der Pilzbekämpfung.

Auf Zucker muß zwingend verzichtet werden, wenn du die Pilze nicht sofort wieder anfüttern willst.
Vielleicht gibt es Red Bull light mit Süßstoffen statt Zucker. Aber besser wäre es, wenn du auf diese "Limonade" ganz verzichten würdest.
Liebe Grüße, Krasny
Benutzeravatar
Krasny
Goldene Forumsmitgliedschaft
Goldene Forumsmitgliedschaft
 
Beiträge: 23527
Registriert: 28.11.2006 11:03
Wohnort: Wolfen

Re: leidensgeschichte/darmfloraanalyse

Beitragvon David1984 » 16.05.2019 07:11

So, der Umstieg von redbull auf Kaffee ist geschafft:-)
Ich hätte eine Frage wegen den clostridien, da sollte ich ja Fleisch , Eiweiß erstmal weglassen.
Wenn ich jetzt noch darauf achte was ich Zwecks candida essen darf bleibt so gut wie nichts mehr übrig.
Habe mir jetzt oreganöl gekauft und wollte mal nachfragen ob es hier Erfahrungen gibt diese mit Oregano Öl zu bekämpfen.
Symbioflor 1 nehme ich bereits , bekomme davon lediglich etwas Blähungen .
Habe mir auch ein Buch gekauft (Darm gesund) wegen Rezepten , in dem Buch steht das man sein Leben lang auf Zucker und Kohlenhydrate verzichten sollte um ein erneutes aufwuchern des candida zu verhindern.
Ist das wirklich so ? Das hat mich schon recht deprimiert
Lg david
David1984
Forumsneuling
Forumsneuling
 
Beiträge: 6
Registriert: 24.04.2019 08:54

Re: leidensgeschichte/darmfloraanalyse

Beitragvon cnda » 16.05.2019 09:17

Zu dem Oregano-Öl..

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man es am besten in eine Kapsel füllt und einnimmt.
Einfach die Dosis, die du einnimmst darein tropfen und mindestens genauso viel von einem Trägeröl, gerne auch mehr, ich benutze da meistens Kokosöl.

Wobei ich mir noch etwas unsicher bei der Kapselart bin. Ich hab’s sowohl mit magensaftresisten, als auch mit magensaftempfindlichen ausprobiert und weiß nicht wirklich, welches besser wirkt.
Kam mir logischer rüber, dass es sich idealerweise erst im Darm auflösen soll, aber keine Ahnung, ob das auch so stimmt.

Zur Dosis: Da gibt es echt so viele verschiedene Meinungen.
Die einen sagen, dass man mit 3x 2 Tropfen am Tag gut versorgt ist, die anderen raten zu bis zu 3x 10 Tropfen.
Auf meiner Packung steht als Tagesdosis 4 Tropfen (=150 mg Oreganoöl & 129 mg Carvacol 86%), was ich ehrlich gesagt als zu wenig erachte.

Momentan mache ich 2-3x 5 Tropfen, jeweils mind. 1/2 Stunde vor der Mahlzeit oder 2 Stunden danach.
Auch 3x 10 Tropfen hab ich bereits versucht, das tat meiner Darmflora glaube ich aber nicht so gut. Wobei sich das recht gut mit Probiotika ausgleichen gelassen hat.
Ich denke mal, da muss jeder seine eigene Dosis finden.
Immer daran denken, nach ca. 2 Wochen eine Pause einzulegen. Die steht bei mir auch bald an.

Ach, und worauf du vielleicht auch achten solltest, ist dass dein Oreganoöl gute Qualität haben sollte.
Zum einen ist es wichtig, dass es Öl vom Origanum vulgare ist und zum anderen, dass es einen Carvacol-Gehalt von mindestens 80% hat. Das ist (mit Thymol) der effektive Wirkstoff, soweit ich weiß.

Vorher hatte ich ein normales ätherisches Öl aus der Apotheke, was allerdings nicht so viel gebracht hat.
Das Öl was ich jetzt habe wird in Griechenland hergestellt und scheint mir von besserer Qualität zu sein, ich spüre hierbei einen Effekt (wenn auch nicht so stark, wie ich mir gerne erhofft hätte, aber naja...)

Viel Erfolg bei der Therapie mit dem Oreganoöl! Ich drücke dir die Daumen!!
cnda
Forumsneuling
Forumsneuling
 
Beiträge: 26
Registriert: 28.11.2017 10:50

Re: leidensgeschichte/darmfloraanalyse

Beitragvon David1984 » 16.05.2019 11:54

Ja das Öl ist ein hochwertiges,
Ich bin auch am überlegen ob ich mir Kapseln bestelle, die Einnahme mit Öl kostet schon Überwindung da es trotzdem gut brennt im Mund .
Wie machst du das mit dem kokosöl? Das ist ja wenn man es nicht erwärmt recht fest von der Konsistenz.
David1984
Forumsneuling
Forumsneuling
 
Beiträge: 6
Registriert: 24.04.2019 08:54

Re: leidensgeschichte/darmfloraanalyse

Beitragvon cnda » 17.05.2019 06:09

Fand die Einnahme ohne Kapseln auch so schlimm, die Schmerzen müssen nicht sein..

auf Amazon kriegt man Leerkapseln recht günstig, besonders die aus Gelatine.

Das Kokosöl erwärme ich einfach kurz, das schmilzt ja recht schnell und man braucht nicht viel.
Wenn ich mal doch keine Lust oder Zeit hab benutze ich einfach ein gutes Olivenöl.

Kokosöl soll wegen der Caprylsäure zusätzlich pilztötend wirken, wobei der Effekt wohl nicht allzu groß wird bei so einer mini Menge.. Aber schaden kann’s ja nicht.
cnda
Forumsneuling
Forumsneuling
 
Beiträge: 26
Registriert: 28.11.2017 10:50

Re: leidensgeschichte/darmfloraanalyse

Beitragvon cnda » 17.05.2019 07:55

Zur einfachen Befüllung der Kapseln:
Eine Haarbürste, die nicht mehr gebraucht wird, eignet sich perfekt.
Einfach die Kapsel(n) in die Lücken platzieren und mit einer Tropfpipette die jeweilige Substanz hineintropfen.
cnda
Forumsneuling
Forumsneuling
 
Beiträge: 26
Registriert: 28.11.2017 10:50

Re: leidensgeschichte/darmfloraanalyse

Beitragvon David1984 » 17.05.2019 08:58

Das ist wirklich eine gute Idee mit der Haarbürste,vielen Dank für den Tipp!
Was ich gerade noch gelesen habe das candida ein Saures Milieu liebt,soll ich dann mit symbioflor noch warten da in meiner stuhlanalyse steht das die enterococcen den pH wert erhöhen.
David1984
Forumsneuling
Forumsneuling
 
Beiträge: 6
Registriert: 24.04.2019 08:54

Nächste

Zurück zu Fragen & Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 14 Gäste