Neu hier - Sorgenfalls Sorgenfall... alles Candida?!

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Neu hier - Sorgenfalls Sorgenfall... alles Candida?!

Beitragvon Sorgenfall » 06.09.2019 09:31

Hallo liebe Mitleidenden,

Ich bin neu hier im Forum, auch wenn ich schon eine Weile still mit lese. Meine Geschichte ist lang und ich versuche mich kurz zu fassen so gut es geht.

Angefangen haben meine Beschwerden etwa 2004.
Mir war ständig übel und ich hatte das Gefühl im Stehen einzuschlafen. Eine Magenspiegelung seinerzeit brachte die Diagnose leichte Gastritis. Daraufhin bekam ich Omeprazol 20mg. Nach einer Packung ging es etwas aufwärts, aber es war nie mehr wie vorher.
Verdauungsbeschwerden nahmen zu, meist Durchfall, gelegentlich leichtes Sodbrennen. Die Migräneartigen Kopfschmerzen die ich damals schon ab und an mal hatte brachte ich nicht in Verbindung damit.
Über die Laufe der Jahre wurde die Migräne immer öfter, die Verdauung wurde noch schlechter. Also, wieder ins KH zur Spiegelung. Diagnose Reflüx Ösophangitis 1 Grad. Dachte mir hmm... Sodbrennen hatte ich zwar gelegentlich leicht, aber es war kein Hauptsymptom. Dann wurde die Schilddrüse auffällig. Erhöhte TSH Werte, freie Werte niedrig in der Norm. Diagnose latente UF. Von dem Endo seinerzeit hieß es "Ihre Symptome kommen nicht von der Schilddrüse". Ich war verzweifelt und rannte von Arzt zu Arzt bis sich mein HA auf einen Versuch mit Thyroxin einließ. Langsam eingeschlichen... ich kannte mich ja mittlerweile mit der Schilddrüse aus, oft mehr als Die Ärzte bei denen ich war.
Mit 50 LT ging es mir dann einen Monat wieder wunderbar. Dann folgte der langsame Absturz und ich kam in Sachen SD Medikation auf keinen grünen Ast mehr. Omeprazol musste ich gelegentlich öfter nehmen... das Sodbrennen wurde schlimmer, die Migräne hatte ich tagelang und eine Packung Schmerzmittel waren schnell weg im Monat. Dazu natürlich "Magenschutz - Omeprazol".
Mein Weg führte mich zu einer HP. Den inzwischen auf eigene Kosten entdeckten Vitamin D und B12 Mangel behandelte ich mit Dekristol 20.000 IE (40.000 IE die Woche), 350 KG Magnesium täglich und den B12 Mangel mit einer intramuskulären Spritzenkur... das gab eine leichte Besserung der Migräne. Bei meiner HP stand dann ein Cortisol Tagesprofil und Hormonstatus an. Ergebnis starke Nebennierenschwäche, Estradiol Mangel (Schleimhauthormon). Zusätzlich verordnete sie mir eine Pilz und Parasiten Kur. 6 Wochen kein Zucker, nur Dinkelbrot, keine Milchprodukte, jeden Morgen geriebenen Apfel und geriebene Möhren Albicansan D5. Dazu sei gesagt das ich nie der Frühstück Typ war... und da mir morgens eh immer schlecht war, war das eine Qual. Die NNS wurde mit Cortisol 0,5 % Creme, Phyto C und Phytocortal N behandelt. Eine wirkliche Besserung gab es nicht. Klar war ich gestresst, wo ich doch täglich mit einer Palette an Symptomen konfrontiert war. Verdauungstechnisch gab es mittlerweile von einem Gastroenterologen die Verlegenheitsdiagnose Reizdarm. Für mich auch wieder nur ein weiteres Symptom. Über die Zeit waren mittlerweile noch Schwindel, Ohrensausen, starke Verspannungen, Wattekopf, diffuse Muskel und Gliederschmerzen und Schwäche dazu gekommen. Außerdem eine Allergie auf Hausstaubmilben, Gräser- und Roggenpollen.
Da ich auch eine belegte Zunge hatte machte mein alter HA einen Abstrich, Ergebnis: Candida etwas erhöht. Ich soll weniger Zucker essen. Mehr passierte nicht. Die Migräne führte mich noch zu einer Atlaskorretur, hier muss ich sagen es hat was gebracht und zwar nachhaltig.
Der Belag auf der Zunge blieb, der eklige Geschmack im Mund auch... ich dachte es lag am Reflux. Genau wie das brennen auf Zunge und Rachen, das Verschleimt sein morgens. Inzwischen hatte ich einen neuen HA da mein alter in Rente ging. Der war sich schnell sicher... psychosomatisch... weil sich meine Frau getrennt hatte und es daher eh passte unternahm ich also einen kurzen Ausflug in die Welt der Antideppressiva. Zumindest das Einschlafen viel einem einfacher, ansonsten war alles beim alten. Also wieder abgesetzt nachdem meine Ex ausgezogen war. Das Zungenbrennen ließ mich dann mal wieder beim HA vorstellig werden. Ich hatte durch die ganzen Symptome schon viel Fehlzeiten auf der Arbeit... das konnte so nicht weiter gehen. Er machte also erneut einen Abstrich... Candida albicans stark erhöht... Soor. Ich bekam Nystatin... 1 Flasche... danach wäre gut. Das das wohl nicht reichen würde war mir klar. Ich forderte also noch 2 Flaschen Nystatin Suspension nach. Und nahm danach auf eigene Faust noch Nystaderm, versuchte mich Zuckerfrei zu ernähren. Durch das Nystatin ging es mir plötzlich besser. Meine Beine waren nicht mehr so schwer und ich hatte insgesamt mehr Energie. Nach der Kur ging es dann wieder Abwärts. Ich hatte mir mittlerweile GKE Kapseln von Health Leads bestellt. Jedoch bekam ich nach Einnahme am nächsten Tag höllische Kopfschmerzen auf die Schmerzmittel nicht anschlagen, die selbe Wirkung haben mittlerweile auch die Omeprazol auf mich. Jedenfalls ist der Soor wieder zurück, mein Arzt will nun Stuhl auf pathogene Keime prüfen bevor ich die nächste Nystatin Behandlung starte. Da ich ihm sagte das wohl nicht nur der Mund betroffen ist, sondern durch den Magenschutz und auch AB Therapien die ich in den Jahren seit es los ging wegen chronischer Sinusitis hatte und wegen einer Zahn OP.
So... hier bin ich nun. Denkt ihr meine Theorie, vor allem das Omeprazol den Weg für Candida bereitet hat könnte stimmen?

Lg :wave:
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Re: Neu hier - Sorgenfalls Sorgenfall... alles Candida?!

Beitragvon Jeanette » 06.09.2019 02:32

hallo und willkommen hier,

falsche Ernährung läßt den Candida sich ausbreiten.

Laß mal die Schilddrüse überprüfen. Wenn du Hormonmangel hast (Nebennierenschwäche) muß man zuerst die SD therapieren.
Ich habe das auch, allerdings noch Hashimoto.

Übrigens mußt du dann morgens essen. Das ist ganz wichtig. Am besten englisches Frühstück; Eier, Speck, deftig und gesalzen alles. Das ist gut für die Nebennieren.

Du solltest nie unterzuckern. Den Zucker und KH weitestgehend weglassen.

Lass mal noch, wenn möglich, auf Glutenunverträglichkeit untersuchen.

gruß Jeanette
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Re: Neu hier - Sorgenfalls Sorgenfall... alles Candida?!

Beitragvon Sorgenfall » 06.09.2019 02:54

Hallo Jeanette,

Danke für deine Antwort.
Ich hoffe Du hast Dich da verschrieben ;-). Normalerweise korrigiert man zuerst eine NNS und macht dann die SD Einstellung. Steht auch so in jeder LT Packungsbeilage.
SD hab ich alle Werte von 25 - 100 LT durch. Wirklich gut ging es mir mit keiner Einstellung, außer kurzzeitig bei 50 LT. Hashi habe ich nicht, Antikörper negativ und SD zwar klein aber in der Sono homogen und nicht echoarm. Momentan nehme ich 87,5 LT. Mit 100 war ich in der ÜF und ft4 über der Norm.
Zöliakie AK negativ, ebenso Lactose-, Fructose- und Glucoseintolleranz negativ.
Daher meine Vermutung das durch damalige AB und durch die PPI die Darmflora völlig außer Kontrolle ist und so der Weg für Candida frei war. Dazu war meine Ernährung in den letzten Jahren zu sehr auf KH und Eiweiß ausgelegt was die Darmflora weiter in die falsche Richtung verschoben hat. Ich wiege bei 1,86 "nur" 70 Kg... das ist zwar noch Normalgewicht aber ich hab seit den Beschwerden das Problem nicht zunehmen zu können.

Lg
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Re: Neu hier - Sorgenfalls Sorgenfall... alles Candida?!

Beitragvon Krasny » 08.09.2019 07:37

Hallo, Sorgenfall,

willkommen bei uns.

Die Schilddrüsenunterfunktion kann mit dem Pilzbefall zusammenhängen. Dazu hatte ich wiederholt im Forum einen Fachartikel zitiert.
Du kannst das mit hochdosiertem Selen + Chili + Injektionen mit Mistellektin behandeln.

Omeprazol war mit Sicherheit kontraproduktiv. Das ist ein Protonenpumpenhemmer. Er drosselt die Produktion von Magensäure. Bestimmte Proteine können dann nicht mehr richtig vorverdaut werden und gelangen so in den Darm. Dort haben sie vielfach erhöhtes allergenes Potential. Deshalb sollten solche Medikamente, falls sie überhaupt erforderlich sind, nur kurze Zeit genommen werden.
Liebe Grüße, Krasny
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Re: Neu hier - Sorgenfalls Sorgenfall... alles Candida?!

Beitragvon Sorgenfall » 09.09.2019 11:06

Hallo Krasny,

Danke für deine Antwort.
Nach der ersten Gastritis war die Schildi das erste was auffällig wurde vom TSH her. Ich dachte seinerzeit wirklich ich hätte Hashi... mittlerweile schließe ich das allerdings aus. Vielmehr glaube ich das ich seinerzeit bereits Candida im Darm hatte. Und durch den ständigen Abwehrstress im Körper ist meine Hormonachse völlig in Schieflage geraten. Der Soor kam dann erst Ende letzten Jahres augenscheinlich dazu... wobei Candida albicans 2 Jahre zuvor ja schon mittelstark beim Abstrich festgestellt wurden, aber mein Arzt das damals nicht für behandlungsbedürftig ansah. Hinterher ist man halt meistens schlauer. Wegen dem stärkeren Sodbrennen hieß es halt ich solle bei Bedarf Omep nehmen. Mittlerweile glaube ich aber das Sodbrennen und gelegentlich Roemheld muss von Candida bzw in Verbindung mit einer gestörten Darmflora/Leaky Gut kommen. Meine Zunge ist schon lange gelb belegt, darunter und seitlich weiß mit Candida. Stuhl ist immer breiig oder flüssig, schwimmt teils auf, klebt und ist auch zeitweise mal gelb. Und es zwickt und zwackt ununterbrochen im Darm. Hab jetzt wie gesagt den Stuhltest auf pathogene Keime/Pilze ausstehen. Das schaffe ich leider erst in einer Woche. Solange nehme ich jetzt noch kein Nystatin. Wollte noch ein Gesundheitscheck Darm bei Medivere machen lassen wegen der möglichen Floradysbiose. Hab aber momentan einfach keine 130€ über um das machen zulassen. Jetzt ist die Frage ob ich blind Mutaflor nehmen sollte um mit dem Nystatin anfangen zu können oder soll ich mit allem solange warten und leiden bis ich Geld für die Floraanalyse hab? :?
Definitiv habe ich mich über Jahre zu sehr von Kohlenhydraten und Eiweiss ernährt. Sehr viel Brot/Toast, alles gern mit Käse oder Käse überbacken... Nun bin ich am umstellen auf Gemüse und Rohkost. Schwarz/Vollkornbrot.

Lg
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Re: Neu hier - Sorgenfalls Sorgenfall... alles Candida?!

Beitragvon Krasny » 17.09.2019 07:40

Aufschwimmender Stuhl könnte ggf. zu viel Fett enthalten. Es kann eine Verdauungsstörung vorliegen, z. B. eine Pankreasinsuffizienz -> zu wenig Verdauungsenzyme. Das sollte abgeklärt werden.
Gelber Stuhl deutet auf eine Dysbiose hin (= Bakterienflora im Darm ist aus dem Gleichgewicht).

Die Stuhlfarbe
(...)
• Gelblich: normal bei Säuglingen, Durchfällen, Antibiotikatherapie

FETT IM STUHL:

Warum bestimmt man Fett im Stuhl?
Die Bestimmung von Fett im Stuhl ist die wichtigste Methode um zu erkennen, dass mit der Verdauung oder Aufnahme der Nahrungsstoffe im Darm irgendetwas nicht stimmt. Das liegt daran, dass die Fettverdauung meist die erste ist, die bei einer Verdauungsstörung nicht mehr richtig funktioniert. Erst später wird auch die Kohlenhydrat- und Eiweißverdauung beeinträchtigt.

Normalbefund
Normalerweise wird Fett in der Nahrung durch die Wirkung der Gallenflüssigkeit und des Saftes der Bauchspeicheldrüsen aufbereitet und zerkleinert, damit es von der Darmwand aufgenommen werden kann. Im Stuhl bleibt nur wenig Fett übrig (ca. 7 g im Tag).

Was sind Fettstühle?
Scheidet man mehr als 7 g Fett pro Tag aus, spricht man von Fettstühlen oder von Steatorrhoe. Fettstühle sind lehmartige, glänzende, klebrige, säuerlich bis scharf riechende Stühle. Auch die Bezeichnungen Butterstuhl, Salbenstuhl und Pankreasstuhl (Bauchspeicheldrüsenstuhl) sind in Verwendung.

Wie erkennt man Fettstühle?
Durch der Begutachtung des Stuhls kann der Verdacht auf Fettstuhl ausgesprochen werden. Besteht gleichzeitig Durchfall, wird dies auch als Fettdurchfall bezeichnet. Um ihn nachzuweisen, gibt es Labormethoden:
Sudan-III-Färbung: Dabei bringt man verdünnten Stuhl mit dem Fettfarbstoff Sudan III zusammen und erhitzt das Ganze ein wenig. Fett färbt sich rot an. Im Mikroskop kann man das erkennen. Vorteil: sehr einfache Methode. Nachteil: Es muss schon recht viel Fett im Stuhl sein, damit man das mit dieser Methode erkennt (ca. 20 g Fett/Tag).

Fettfärbung des Stuhls
Beispiel einer Fettfärbung des Stuhls mit Sudan III nach leichtem Erhitzen. Betrachtung im Mikroskop.

Klassische chemische Stuhlfettbestimmung: Stuhl wird 3 Tage lang gesammelt. Der Patient soll jeden Tag mind. 80 g Fett zu sich nehmen. Der gesammelte Stuhl muss dann vermischt werden. Aus einer Probe davon wird das Stuhlfett bestimmt. Vorteil: relativ exakte Methode. Nachteil: Auf der stuhlsammelnden Abteilung und im Labor extrem unbeliebte Methode. Wird daher kaum durchgeführt.
Beta-Karotin-Bestimmung in der Blutflüssigkeit: Es wäre natürlich sehr elegant, die Fettmenge im Stuhl zu bestimmen, ohne Stuhl analysieren zu müssen. Eine Möglichkeit ist die Messung des Beta-Karotin-Spiegels im Blut. Beta-Karotin der Nahrung wird normalerweise aus dem Darm in das Blut aufgenommen. Wenn der Stuhl aber fettreich ist, wird weniger Beta-Karotin aufgenommen, der Spiegel im Blut sinkt. Normalwerte sind 0,47 bis 4,1 mg/l. Weniger als 0,47 mg/l spricht für Fett im Stuhl.

Welche Erkrankungen verursachen Fett im Stuhl?

1. Fett der Nahrung wird nicht aufbereitet (Maldigestion)

• Mangel an Gallensäuren
Gallenwegsverschluss (Gallenstein, Tumor, Engstellen an der Mündung in den Darm)
Leichte Fettvermehrung bei primär biliärer Zirrhose möglich (Autoimmunerkrankung, bei der Entzündungen in den kleinen Gallenwegen der Leber zu Gallerückstau führen)
• Mangel an Bauchspeicheldrüsenflüssigkeit
Verschluss des Bauchspeicheldrüsenganges (Stein, Tumor, Engstellen an der Mündung in den Darm)
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, z. B. Entzündungen (Fettstühle erst wenn 90 % der Drüse ausgefallen sind) oder Mukoviszidose (nicht so seltene Erbkrankheit mit Lungen- und Verdauungsproblemen)
• Nach Magenentfernungen

2. Fett der Nahrung wird aus dem Darm nicht aufgenommen (Malabsorption)

• Aufnahmestörung im Darm
Schwere Durchfälle verschiedenster Ursache
Zoeliakie (Unverträglichkeit gegen ein Getreideprotein, meist - aber nicht nur - bei Kleinkindern ab der Getreideproduktzufütterung
Whipple-Syndrom (seltene Infektionskrankheit v. a. bei Männern mittleren Alters)
Auch bei Sklerodermie des Darmes möglich (Autoimmunerkrankung mit Faservermehrungen und Verhärtungen)
Verschiedene andere Krankheiten der Dünndarmschleimhaut
• Abflussstörung der Lymphgefäße des Darmes (über diese wird nämlich das Fett ins Blut geleitet)
Krebs der Lymphdrüsen des Darms

3. Nahrungsbrei kommt direkt aus dem Magen in den Dickdarm (selten)

Bei Geschwüren, Tumoren oder Entzündungen kann es zur Bildung eines Kanals (einer sog. Fistel) zwischen dem Magen und dem Dickdarm kommen.

4. Zu hoher Verzehr von Fett

Werden zu große Mengen in der Nahrung aufgenommen, können diese nicht verdaut werden. Therapie: geringere Fettzufuhr

Quelle: http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_stuhl_makr_fett_staerke.htm


Mutaflor ist auf keinen Fall schädlich. Enthalten sind nützliche E. colis vom Stamm Nissle 1917. Allerdings würde ich aus Kostengründen gezielt die Keime zuführen, die im Darm erniedrigt sind. Auch würde die Einahme von Mutaflor einen Stuhltest verfälschen. Du müßtest es mind. 3 - 4 Tage vor der Probennahme absetzen.

Der Gesundheitscheck Darm von Medivere ist schon empfehlenswert, wenn auch finanziell nicht ganz billig. Stuhluntersuchungen sind generell ein Problem geworden, da die Kassen von Jahr zu Jahr immer weniger davon bezahlen.
Liebe Grüße, Krasny
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Re: Neu hier - Sorgenfalls Sorgenfall... alles Candida?!

Beitragvon Sorgenfall » 18.09.2019 08:53

Danke Krasny,

Nach dem ersten Behandlungsversuch gegen Candida hatte mein Arzt schon Blutwerte für Leber, Bauchspeicheldrüse und Nieren machen lassen. Da war alles O.B. Bis auf einen erhöhten Kaliumwert, der aber wohl bei der Blutentnahme entstanden ist.
Ich hatte Montag eine Stuhlprobe beim Arzt abgegeben wegen den pathogenen Keimen/Candida. Werde da gleich mal anrufen und fragen ob sie schon was vorliegen haben. Ich würde den Stuhl eher als aufgeschäumt und scharf riechend bezeichnen. Also Fäulnis-/Gärungsprozesse. Soweit jedenfalls meine Annahme. Hab ja immer viel Luft im Magen/Darm.

Wenn bei der Untersuchung was raus kam melde ich mich nochmal.

Lg
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Re: Neu hier - Sorgenfalls Sorgenfall... alles Candida?!

Beitragvon Sorgenfall » 20.09.2019 10:42

So... jetzt lag der Befund vor. Alle pathogenen getesteten Keime negativ, Candida albicans in geringem Maße nachgewiesen. War mir aber schon fast klar, auch wenn ich mir eine höhere Konzentration erhofft hatte, was zum Argumentieren beim Arzt besser gewesen wäre. Dann werde ich mir wohl kommende Woche wieder Suspension und Tabletten aufschreiben lassen. :roll:

@Krasny: Da ich den Gesundheitscheck Darm erst frühestens Ende Oktober/November machen kann... sollte ich parallel schon auf Verdacht einfach Mutaflor dazu nehmen und dann wie du sagtest paar Tage vor Probeentnahme absetzen oder soll ich die gesunden Bakterien lieber mit Brottrunk o.ä. unterstützen? :confused:

Lg
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Re: Neu hier - Sorgenfalls Sorgenfall... alles Candida?!

Beitragvon Krasny » 20.09.2019 11:42

Mutaflor kannst du ruhig nehmen. Das sind E. colis vom Stamm Nissle 1917. Sie gehören zur sog. Immunflora und modulieren (stimulieren, trainieren) das darmassoziierte Immunsystem. Die guten Darmbakterien werden angeregt, sich stärker zu vermehren.
Brottrunk enthält Milchsäurebakterien. Wie der Name schon sagt, produzieren sie im Darm Milchsäure, um das Darmmilieu anzusäuern. Pilze lieben jedoch ein saures Milieu. Deshalb sollten Milchsäurebakterien erst nach der Akutbehandlung/Pilzbekämpfung genommen werden. Anhand des Stuhlbefundes im Oktober wirst du sehen, welche Milchsäurebakterien bei dir erniedrigt sind. Sie kannst du dann gezielt zuführen (Bifidobakterien, Laktobazillen).
Liebe Grüße, Krasny
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Re: Neu hier - Sorgenfalls Sorgenfall... alles Candida?!

Beitragvon Sorgenfall » 20.09.2019 12:12

Super! Vielen lieben Dank Krasny. :-)
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