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#1
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Anti-Pilz-Diät
Hallo an alle Interessierten,
Es gibt offensichtlich sehr unterschiedliche Auffassungen über Anwendung, Sinn und Zweck der Anti-Pilz-Diät gegen pathogene Hefen im Magen-Darm-Trakt. Auch hier gleich eine Erklärung, der Magen-Darm-Trakt fängt im Mund-Rachenraum an. Wenn man die Leidenswege der User dieses Forum verfolgt und die Hilflosigkeit der Therapeuten , dann drängt sich der Verdacht auf, dass eine Mykose etwas völlig Neues in der Medizin darstellt. Richtig ist, dass schwerstkranke Patienten infolge einer Sekundärinfektion durch pathogene Hefen in Lebensgefahr geraten können schon Mitte des 19. Jahrhunderts - also lange vor der Ära von Antibiotika - den damaligen Ärzten geläufig war. Nach der Entdeckung der Bakterien verschwanden die Pilze erst einmal aus dem Fokus der Ärzteschaft und das ist im wesentlichen bis heute so geblieben. Soormykosen gelten als die "Krankheit der Kranken" und als "signum mali ominis" (böses Zeichen), insbesondere auf Intensivstationen. Der Nachweis, dass Hefen aus dem Dünndarmkanal durch die Zottenkanäle in Lymph- und Blutbahn gelangen, Kapillarembolien (kleinste fadendicke Blutgefäße - Haargefäße - meist im Gliederendbereich) verursachen können (chronisch kalte Füße und Hände, Kribbeln und Schmerzen der Finger- und Fußspitzen sind ein Zeichen dafür) in Fadenform durch die Gefäßwände herauswachsen und Nieren, Gehirn, Augen und andere Organe befallen, sollte den Blick mehr und mehr auf die Hefebesiedelung des Intestinaltraktes (Magen-Darm) gelenkt haben. Bei einem gesunden und immunkompetenten Menschen besteht eine Toleranzgrenze für Hefen. Die variable Grenze in Lymph- und Blutbahnen gelangter Hefen werden so lange toleriert, bis die körpereigene Abwehr überfordert ist. Schätzungsweise 1000 Hefezellen pro Gramm Darminhalt werden vom Immunsystem toleriert ohne eine Mykose auszulösen. Bei Schwerstkranken, insbesondere bei Fieberkranken, ist dies jedoch nicht der Fall, vor allem dann, wenn antibakterielle Antibiotika, Glukokortikoide, Immunsuppressiva oder Zytostatika gegeben werden müssen. Dies Persone tolerieren nur noch eine geringe Hefenmenge, sodass eine antmykotische Therapie erforderlich ist. Haupttherapieoption ist es der Weitervermehrung der Hefen im Darm entgegenzuwirken und durch ausreichend hohe Dosierung von peroralen (über den Mund einnehmbar) die Hefen abzutöten. Der Erfolg hängt davon ab, ob alle Hefenester zwischen den Zotten des Dünndarms oder in den Haustren des Dickdarms, gelegentlich auch in Divertikeln, von dem Wirkstoff in fungistatischer (die Ausbreitung von Pilzzellen hemmender) oder -besser- fungizider (pilztötender) Konzentration erfasst werden. Nicht zu vergessen ist hier, dass die abgetöteten Pilzzellen aus dem Körper entfernt werden müssen. Hefen, wie alle Pilze, brauchen eine organische Kohlenstoffquelle, da sie nicht imstande sind, aus Kohlendioxid und Wasser Kohlenhydrate aufzubauen. Am leichtesten zugänglich ist der organische Kohlenstoff in einfachen Zuckern, den Monosacchariden, wie Traubenzucker und Fruchtzucker. Je mehr Zucker den Hefen zur Verfügung steht, desto besser gedeihen sie. In einer Nacht können sie sich mehrmals verdoppeln. Bei 10 Verdoppelungen sind aus 1000 Zellen bereits 1.000.000 Zellen entstanden, zuviel wenn es pathogene Hefen sind. Eine Pilzzelle bildet, unter der entsprechende Energiezufuhr, alle 20 Minuten eine Tochterzelle (Schachbrettprinzip). Das Nahrungsangebot vor allem an leicht verwertbaren Kohlehydraten ist groß. Trauben-, Frucht-, Rohr-, Rüben- und Malzzucker, Honig, Süssigkeiten aller Art, Schokolade, rohes und gekochtes Obst, Obstsäfte, gesüßte Getränke, Mehlspeisen, größere Mengen weißer Reis, Pudding, feine Backwaren, Pralinen und Bonbons, Gelee und Marmelade gelten als besonders nährend für Hefen. Die erste Massnahme muss sein, den Hefen diese Stoffe rigoros zu entziehen. Gemüse und grüne Salate, Milchprodukte, Eierspeisen, Fleisch- und Fischgerichte bieten genügt Möglichkeiten, bei Berücksichtigung des jeweiligen Krankheitsbildes, mit den darin enthaltenen Kohlehydraten den Bedarf des Körpers zu decken. Reichliche Zufuhr von Pflanzenfasern ist erforderlich, um die Hefenester im Dünn- und Dickdarm zu beseitigen, und zwar auf mechanische Art, durch Ausräumen. Alle Gemüse und Salate können auch in stark zerkleinerten Form gegeben werden. Mehrmals täglich zugeführt, ist die ausräumende Wirkung der Pflanzenfasern besonders eindrucksvoll. Ein weiterer Nebeneffekt ist darin zu sehen, dass die peroral gegebenen Antimykotika rascher an die Hefenester gelangen. Der von Darmhefen befallene Mensch hat grossen Appetit auf Süßes. Man muss sich wundern, wie schwierig es ist, den verpilzten Patienten von dieser Esslust abzubringen. Es entsteht mitunter der Eindruck, der Pilz habe seinen Wirt derart umprogrammiert, damit dieser im Dienste des Parasiten wirkt und gegen seine eigenen Interessen verstösst. Beispiele für Anti-Pilz-Diät: Morgens nüchtern: 2 Esslöffel kleingeschnittenes Sauerkraut oder 2 Esslöffel Weizenkleie in warmem Wasser. Frühstück: 1 Scheibe Brot (Vollkorn, reines Roggenbrot oder Knäckebrot) Butter, Käse Wurst nach Wahl, Joghurt. Keinen Orangensaft oder dergleichen. Achtung in manche Diäten wird Diabetiker-Konfitüre empfohlen; Finger weg. Diabetiker-Konfitüre enthält statt Saccharose andere Zucker z. B. 42-44% Fruchtzucker. Unter diesem Zucker vermehren sich die Pilze aber. 2. Frühstück: Quark, Tomaten, Gurken, rote Bete. Als Getränk verschiedene Teesorten zur Wahl, ungesüßt, auch Kaffee, Mineralwasser (besser stilles Wasser, Kohlensäure ist ungünstig für den Säure-Basen-Haushalt), klare Brühen (ohne Einlage), Milch, Buttermilch, Dickmilch, Joghurt. Mittagessen: Fisch- oder Fleischspeisen, auch Würstchen oder Corned Beef, Kartoffeln in jeder Zubereitungsform. Wenig Reis, keine Nudeln (ausser Vollkorn oder Dinkel). Reichlich Gemüse oder Salate, je vielseitiger umso besser. Als Gemüse z. B. Spargel, Mohrrüben, Schwarzwurzeln, auch Champignons, Pfifferlinge, Steinpilze und Mischpilze. Aber keine Süßspeisen, keine Weintrauben oder anderes Obst, kein Kompott. Als Getränk trockener Wein, Wasser, Tomaten- oder Gemüsesaft. Nachmittags: Kaffee, Tee, Brot, Quark, Tomate, Gurke etc. Abendessen: Kartoffelsalat, Tomaten, Wurzeln, Zucchini, Gurken, rote Bete, Artischocken, Spargelsalat, Blumenkohlsalat, Auberginen, Selleriesalat und ähnliches; auch mal Sojakeime, Weizenkeimlinge, Bambussprossen oder Wasserkastanien, Endivien, Chicoree und Escarol. Brot, Wurst, Käse, Fleisch oder Fisch nach Belieben. Als Getränk alles was keinen Zucker enthält. Wer sich ernsthaft auf die Ant-Pilz-Diät einstellt, wird staunen, dass mehr als 5 Dutzend Gemüse und Salatsorten erhältlich sind, weit mehr als ich in diesem Beispiel aufgeführt habe. Es macht direkt Spass, auch einmal ausländische Erzeugnisse auf den Tisch zu bringen, etwa Okraschoten türkischer Herkunft, Radiccio oder Peperoni aus Italien oder Squash, mitunter als Spaghettikürbis bezeichnet. Manches ist bei uns schon heimisch geworden, wie Brokkoli, Chinakohl oder Paprika, anderes schon fast vergessen. Wer kennt schon Mangold, Stielgemüse, Melden und Pastinaken. Die Zeitdauer der Diät hängt von der Besiedelung ab. Seltsamerweise behalten viele ehemalige Pilzpatienten diese Diät mehr oder weniger ein, weil sie festgestellt haben, dass sie abwechslungsreich und schmackhaft sein kann. Auf dise Weise werden nicht nur Pilze reduziert, sondern auch bei Übergewichtigen manche unerwünschten Polster. Auf Kosten der Pilze wird als Nebeneffekt die Figur verbessert. ![]() Liebe Grüße Kaidrun |
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-Koenig- (02.10.2010), candidine (03.08.2011), carisma (20.10.2010), Fructosi (02.10.2010), Glummy (02.10.2010), hasi2 (02.10.2010), Hummel (02.10.2010), Katha* (03.10.2010), Krasny (02.10.2010), lucky (02.10.2010), marion01 (04.10.2010), MaSta (02.10.2010), melodi (19.06.2011), SonjaAngelika (02.10.2010), Sun.shine (08.10.2010) | ||
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#2
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wäre aufwärmen mit der mikrowelle denn ein problem
ich habe das gefühl,dass ich rohkost nicht allzugut vertrage (nach möhrensalat auchnoch mörenstücke unverdaut im stuhl sichtbar) deshalb dünste ich mir gemüse in einer größeren portion und wärme es mir in der mikrowelle zu den mahlzeiten wieder auf in verschiedenen quellen zu anti pilz diäten taucht immer wieder der wert,nicht mehr als 100g kohlenhydrate am tag auf,das ist ja eigentlich garnichts,da ist man mit kartoffel und brot ganz schnell drüber
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#3
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wie sollen dünne menschen, die grade mal so immer nur die 50kg erreichen, nicht abnehmen? habe immer hungerrrrrrrrr!!
dabei koche ich mir soviele schöne gemüsesachen kombiniert mit kartoffeln oder einer scheibe volkornbrot, aber die sachen stopfen nich:-( wurde so schon seit meiner kindheit als magersüchtig betitelt obwohl ich essen kann wie ein scheunendrescher:-D leider nehme ich sau schnell ab, ich merke diese diät tut mir körperlich nicht gut, was mein gewicht angeht, also wie kann man hunger austreiben?
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#4
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Danke Kaidrun, ganz toll und informativ geschrieben
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#5
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Hallo MaSta,
aufwärmen mit der Mikrowelle ist noch tolerabel. 100 gr. Kohlehydrate ist eine dieser Informationen bei denen meine Nackenhaare verrückt spielen. Schon die Logik spricht gegen eine solche Einlassung. Solange du noch Pilze im Körper hast werden diese zunächst an ihr leibliches Wohl und dann erst an dich denken. Wo würde deine Energie bleiben ? Eine solche Einschränkung gilt nur für "leicht verwertbare" Kohlehydrate wie Reis oder Nudel. Davon sollten die Portionen eben nicht größer sein, auch bei Vollkorn. @Glummy Bei Hungergefühl mehrere kleine Zwischenmahlzeiten. Auch Milchprodukte, sofern keine Lactoseintoleranz vorliegt, sättigen. Grüße Kaidrun |
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#6
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das ist ja interessant,so habe ich das noch nirgends gelesen
da ich zb gluten und milchfrei essen soll und eine fructose unverträglichkeit im raum stand ist es für mich ja etwas problematischer mich zu sättigen habe dieses jahr ja auchschon 25-30 kg abgenommen und muß langsam zusehen wieder mehr auf die rippen zu bekommen also kartoffeln kann ich auch in größeren portionen essen?das würde mich ja schonmal weiterbringen,kartoffeln und verschiedenes gemüse könnte ich den ganzen tag essen |
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#7
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@MaSta
Kartoffeln und Gemüse, Salate kein Problem. In der Trivialliteratur steht leider zu 80 % Unsinn. Ich glaube von den Autoren hat kaum einer eine wissenschaftliche Abhandlung gelesen. Hier wird überwiegend Panik gemacht. Leider ist die normale ärztliche Informationskette in Sachen Mykologie und Immunologie mehr als dürftig und dann entstehen solche Stilblüten. Gruß Kaidrun |
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alicia1706 (29.12.2010), candidine (03.08.2011), Hummel (02.10.2010), MaSta (02.10.2010), Sun.shine (08.10.2010) | ||
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#8
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wenn ich sowas zum beispiel lese....dann frage ich mich ob man den pilz wirklich irgendwann wegbekommt, da ich schon von anfang an wusste, dass amylase die erste kH- kette im mund schon spaltet:
"Die Fehlbesiedlung von Mund und Darm mit Hefepilzen wird von vielen Heilpraktikern und Naturheilmedizinern als Grundproblem unserer zivilisatorischen Ernährung angesehen. Entsprechend werden abnorme Müdigkeit, Leistungsabfall, Blähungen, Reizdarmbeschwerden mit Hefepilzen in Verbindung gebracht. Eine aufwendige Pilzdiagnostik hilft, den Pilzbefall im Darm nachzuweisen. Da Hefepilze sich in Gegenwart von Zucker am schnellsten vermehren, wird von den Patienten neben der Lokaltherapie ein radikaler und langfristiger Verzicht auf zuckerhaltige Lebensmittel gefordert. Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist diese Denkweise nicht nachvollziehbar: Zum einen gehören Pilze einfach zu unserem evolutionsbiologischen Gepäck und haben die Schleimhäute von Menschen schon vor Jahrtausenden besiedelt. Zum anderen ist eine zuckerfreie Ernährung praktisch unmöglich, schließlich werden schon im Mundraum bei intensivem Kauen Stärke und andere Kohlehydrate durch die Mundenzyme zu Zucker gespalten. Ein Therapieversuch kann durchaus erwogen werden, schließlich profitieren zweifellos viele Patienten von einer entsprechenden Diät, die zugleich einen Schritt in Richtung vollwertige Ernährung geht. " praktisch unmöglich, dachte ich zuvor auch und immernoch. quelle: internet
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Hallo mein Name ist Candida wollen wir freunde werden? - |
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#9
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lieber kaidrun..du schreibst das man auch wurst , würstchen etc essen da..aber ich habe noch KEINE wurst oder würstchen gesehen wo KEIN zucker drin ist...?!?!?!....
ich wäre mal froh wenn ich wurst oder würstchen ohne zucker finden würde...kann die milchprodukte und käseprodukte nicht mehr sehen..hängen mir schon zum hals raus.... :-( Ab "wann" darf man den wurst wieder essen??ich habe mit dem dritten monat diät angefangen.... ach ja zum thema kartoffeln auch nochmal ne frage..habe irgendwo gelesen das man nicht zuviel essen sollte davon..und wiederrum woanders gelesen das man reichlich essen sollte davon..was stimmt denn nun?!??!vlg Geändert von -Koenig- (02.10.2010 um 20:36 Uhr) |
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#10
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und seit wann darf man obstäfte wie orangensaft trinken????????????
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