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  #1  
Alt 11.03.2009, 20:59
ises19 ises19 ist offline
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Bifido Bakterien bei Blähungen?

Hallo,

ich leide zur Zeit wieder unter extrem starken Blähungen, die nicht abgehen. Bauch klingt wie eine Trommel.

Wenn die Blähungen mal abgehen, riechen sie nach nichts. Wenn ich es richtig verstanden habe deutet das auf Gärung hin, die in meinem Darm abläuft.

Ist es in diesem Fall sinnvoll Bifidobakterien zu nehmen? (Omnibiotoc 6)

Oder sollten es besser andere Bakterien sein?

Bei einem Florastatus kam heraus, dass zuviele Citrobakter freundii und zu wenig Bacteroides sp. vorhanden sind. Stuhl ph 7. Candida 5*10^2.

Fett und Stickstoff im Stuhl leicht erhöht.

D-Xylose Test: gernzwertiger Normalbefund.

Wäre für Tips sehr dankbar, da ich echt extrem viel Luft im Bauch habe.

Ises
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  #2  
Alt 11.03.2009, 22:51
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Hallo, Ises,

die Blähungen deuten auf eine gestörte Darmflora hin. Da ist eine mikrobiologische Therapie nicht verkehrt. Ich hatte im vergangenen Jahr auch Blähungen. Meine HP schaute mir in die Augen und meinte, ich solle Bifidobakterien einnehmen (ProBio-Cult).

Erhöhter Fettgehalt im Stuhl deutet auf eine gestörte Fettverdauung hin, evtl. ist die Bauchspeicheldrüsenfunktion gestört -> Enzympräparat wie regazym plus einnehmen.

Zitat:
FETT IM STUHL:

Warum bestimmt man Fett im Stuhl?
Die Bestimmung von Fett im Stuhl ist die wichtigste Methode um zu erkennen, dass mit der Verdauung oder Aufnahme der Nahrungsstoffe im Darm irgendetwas nicht stimmt. Das liegt daran, dass die Fettverdauung meist die erste ist, die bei einer Verdauungsstörung nicht mehr richtig funktioniert. Erst später wird auch die Kohlenhydrat- und Eiweißverdauung beeinträchtigt.

Normalbefund
Normalerweise wird Fett in der Nahrung durch die Wirkung der Gallenflüssigkeit und des Saftes der Bauchspeicheldrüsen aufbereitet und zerkleinert, damit es von der Darmwand aufgenommen werden kann. Im Stuhl bleibt nur wenig Fett übrig (ca. 7 g im Tag).

Was sind Fettstühle?
Scheidet man mehr als 7 g Fett pro Tag aus, spricht man von Fettstühlen oder von Steatorrhoe. Fettstühle sind lehmartige, glänzende, klebrige, säuerlich bis scharf riechende Stühle. Auch die Bezeichnungen Butterstuhl, Salbenstuhl und Pankreasstuhl (Bauchspeicheldrüsenstuhl) sind in Verwendung.

Wie erkennt man Fettstühle?
Durch der Begutachtung des Stuhls kann der Verdacht auf Fettstuhl ausgesprochen werden. Besteht gleichzeitig Durchfall, wird dies auch als Fettdurchfall bezeichnet. Um ihn nachzuweisen, gibt es Labormethoden:
Sudan-III-Färbung: Dabei bringt man verdünnten Stuhl mit dem Fettfarbstoff Sudan III zusammen und erhitzt das Ganze ein wenig. Fett färbt sich rot an. Im Mikroskop kann man das erkennen. Vorteil: sehr einfache Methode. Nachteil: Es muss schon recht viel Fett im Stuhl sein, damit man das mit dieser Methode erkennt (ca. 20 g Fett/Tag).

Fettfärbung des Stuhls
Beispiel einer Fettfärbung des Stuhls mit Sudan III nach leichtem Erhitzen. Betrachtung im Mikroskop.

Klassische chemische Stuhlfettbestimmung: Stuhl wird 3 Tage lang gesammelt. Der Patient soll jeden Tag mind. 80 g Fett zu sich nehmen. Der gesammelte Stuhl muss dann vermischt werden. Aus einer Probe davon wird das Stuhlfett bestimmt. Vorteil: relativ exakte Methode. Nachteil: Auf der stuhlsammelnden Abteilung und im Labor extrem unbeliebte Methode. Wird daher kaum durchgeführt.
Beta-Karotin-Bestimmung in der Blutflüssigkeit: Es wäre natürlich sehr elegant, die Fettmenge im Stuhl zu bestimmen, ohne Stuhl analysieren zu müssen. Eine Möglichkeit ist die Messung des Beta-Karotin-Spiegels im Blut. Beta-Karotin der Nahrung wird normalerweise aus dem Darm in das Blut aufgenommen. Wenn der Stuhl aber fettreich ist, wird weniger Beta-Karotin aufgenommen, der Spiegel im Blut sinkt. Normalwerte sind 0,47 bis 4,1 mg/l. Weniger als 0,47 mg/l spricht für Fett im Stuhl.


Welche Erkrankungen verursachen Fett im Stuhl?

1. Fett der Nahrung wird nicht aufbereitet (Maldigestion)

• Mangel an Gallensäuren
Gallenwegsverschluss (Gallenstein, Tumor, Engstellen an der Mündung in den Darm)
Leichte Fettvermehrung bei primär biliärer Zirrhose möglich (Autoimmunerkrankung, bei der Entzündungen in den kleinen Gallenwegen der Leber zu Gallerückstau führen)
• Mangel an Bauchspeicheldrüsenflüssigkeit
Verschluss des Bauchspeicheldrüsenganges (Stein, Tumor, Engstellen an der Mündung in den Darm)
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, z. B. Entzündungen (Fettstühle erst wenn 90 % der Drüse ausgefallen sind) oder Mukoviszidose (nicht so seltene Erbkrankheit mit Lungen- und Verdauungsproblemen)
• Nach Magenentfernungen

2. Fett der Nahrung wird aus dem Darm nicht aufgenommen (Malabsorption)

• Aufnahmestörung im Darm
Schwere Durchfälle verschiedenster Ursache
Zoeliakie (Unverträglichkeit gegen ein Getreideprotein, meist - aber nicht nur - bei Kleinkindern ab der Getreideproduktzufütterung
Whipple-Syndrom (seltene Infektionskrankheit v. a. bei Männern mittleren Alters)
Auch bei Sklerodermie des Darmes möglich (Autoimmunerkrankung mit Faservermehrungen und Verhärtungen)
Verschiedene andere Krankheiten der Dünndarmschleimhaut
• Abflussstörung der Lymphgefäße des Darmes (über diese wird nämlich das Fett ins Blut geleitet)
Krebs der Lymphdrüsen des Darms

3. Nahrungsbrei kommt direkt aus dem Magen in den Dickdarm (selten)

Bei Geschwüren, Tumoren oder Entzündungen kann es zur Bildung eines Kanals (einer sog. Fistel) zwischen dem Magen und dem Dickdarm kommen.

4. Zu hoher Verzehr von Fett

Werden zu große Mengen in der Nahrung aufgenommen, können diese nicht verdaut werden. Therapie: geringere Fettzufuhr
__________________
Liebe Grüße, Krasny
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