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| Candidose Infos zu Ursachen, Symptomen, Diagnosearten, Therapien, Antimykotika |
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Candida-Therapie
Dies ist ein Thread, der einen kurzen Überblick über die Candida-Therapie geben soll.
______________________________________________ Candida albicans ist ein Hefepilz. Ist die Bakterienflora des Menschen gestört, so kann der Pilz überwuchern. In diesem Fall spricht man von Soor (bei Betroffenheit der Mundschleimhaut) oder einer Candidose. Krankhaftes Überwuchern von Candida kann u. a. im Darm und am Darmausgang, in den Atmungsorganen, an den Schleimhäuten der Augen, an den Zähnen, im Harntrakt, im Genitalbereich, im Mund, auf der Haut und im Nagelbereich auftreten. Ein Candidabefall außerhalb des Darms hängt oft mit einer Darmcandidose zusammen. So ist es z. B. bei chronischem Scheidenpilz empfehlenswert, auch die Darmflora zu untersuchen. Soll die Candida-Behandlung erfolgreich sein, ist normalerweise die Suche nach den individuellen Ursachen unerlässlich. Candida albicans ist nur ein Symptom, das uns etwas mitteilen möchte. Folgende mögliche Ursachen sind mir bekannt:
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Ursachen für Candida können von Person zu Person unterschiedlich sein. Candida albicans kann bei einem "Candidianer" durchaus auch mehrere Ursachen gleichzeitig haben, von denen eine dominieren kann. Einige der oben genannten Ursachen können wiederum Ursachen haben (z. B. Übersäuerung wird auf Stress und ungesunde Ernährung zurückgeführt; Krankheiten, die mit Antibiotika behandelt worden sind, haben ihrerseits ja auch Ursachen). Zur Diagnose von Candida und ihren Ursachen gibt es diverse schulmedizinische und vor allem alternativmedizinische Möglichkeiten (die jeweils Vor- und Nachteile aufweisen können). Hier werden eine Reihe von Untersuchungsmöglichkeiten aufgelistet. Bitte ergänzt den Thread mit euren guten oder schlechten Erfahrungen und mit Informationen über andere Diagnosemethoden. Es gibt verschiedene Ansätze der Candidatherapie. Das “Standardkonzept” steht auf drei Pfeilern:
Andererseits wurde hier im Forum von Denise auch schon die Meinung vertreten, dass die Einnahme eines Antipilzmittels negative Folgen haben könne. Dabei handelt es sich um eine im Forum nicht mehrheitsfähige Meinung. Unabdingbar bei einer Pilzbehandlung ist der Darmfloraaufbau. Der Pilz kann nämlich nur wuchern, wenn die "guten" Darmbakterien in der Minderheit sind (mögliche Ursachen dafür s.o.). Darmaufbau bedeutet, dass dem Darm von außen “gute” Bakterien zugeführt werden. Bakterienreiche Produkte wie rohes Sauerkraut, Brottrunk oder Joghurt unterstützen die Behandlung, reichen jedoch nicht aus. Die Einahme von Bakterienpräparaten (sogenannten Probiotika) aus der Apotheke ist unerlässlich. Hier im Forum empfiehlt Kurt aufgrund des Kosten-Nutzen-Verhältnisses die Symbioflor-Produkte. Der Darmaufbau wird normalerweise gegen Ende der Einnahme des Antipilzmittels begonnen. Wenn man früher damit anfängt, hat dies jedoch keine negativen Konsequenzen. Idealerweise wird der Darmaufbau über ein Jahr fortgeführt. Wie die Candida-Diät genau aussehen soll, ist umstritten. Weitgehende Einigkeit besteht darin, dass raffinierter Zucker, geschälter Reis und Auszugsmehl vermieden werden müssen. Meistens wird ein konsequenter Verzicht von Zucker (auch Fruktose in Obst), Alkohol und Hefe empfohlen. Einige halten eine komplette Kohlenhydrat-Abstinenz vonnöten. Dieser Meinung schließen wir uns jedoch nicht an. Bei weitergehenden Fragen zur Pilzdiät bitte auch links in der Navigation unter Kohlenhydrate und FAQs schauen sowie die Suche im Forum nutzen. Normalerweise beinhaltet die Anti-Candida-Therapie die mindestens zweiwöchige Einnahme eines Antipilzmittels. Manchmal muss das Antipilzmittel auch länger eingenommen werden. Das gängigste Antipilzmittel ist derzeit Nystatin. Malbrecht ist jedoch der Meinung, dass Nystatinkuren zu erheblichen Nährstoffdefiziten führen können. Ich persönlich ziehe Grapefruitkernextrakt vor. Es wirkt gegen Pilze, Viren, Bakterien und Parasiten, ohne (wie allopathische Antibiotika) die "guten" Darmbakterien stark zu beinträchtigen. Wie Nystatin ist es auch rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Jedes Pilzmittel sollte anfangs nur in niedriger Dosierung eingenommen werden (bei GKE 3 Tropfen täglich in ein Glas Wasser tropfen und umrühren). Der Grund liegt darin, dass die Pilze beim Absterben Pilzgifte absondern, die die Symptomatik noch verstärken können (dieser Vorgang wird auch Jarisch-Herxheimer-Reaktion genannt). Die Pilzmittel können dann nach ein paar Tagen je nach Befinden höher dosiert werden. Auch Babys, Tiere, Pflanzen können mit GKE behandelt werden (dazu bitte die Bücher im Bücherverzeichnis links beachten). Hier im Forum wurde schon viel zu GKE geschrieben (bitte auch die Suche betätigen), u. a. hier: Erfahrungsbericht von Ania Zerstört GKE gute Bakterien? GKE äußerliche Anwendung GKE und Probiotika Dosierung und Dauer der Einnahme von GKE Hier ein weiterer Linktipp zu Grapefruitkernextrakt Neben diesem Grundmuster der Candida-Therapie (inklusive der unabdingbaren ursächlichen Therapie) können andere Bausteine ergänzend berücksichtigt werden. Wichtig erscheint mir persönlich hierbei ein Test auf Nahrungemittelallergene. Da Candida die Darmschleimhaut für Nahrungsmittelbestandteile durchlässig macht, wehrt sich der Körper mit Allergien gegen die entsprechenden Nahrungsmittel (keine Gewähr auf Richtigkeit dieser Erklärung Um dem Immunsystem die Arbeit zu erleichtern, ist ein Verzicht auf Nahrungsmittelallergene empfehlenswert! Sind die Nahrungsmittelallergien durch Candida und die kaputte Darmflora verursacht, so werden sie nach der Candida-Behandlung wieder verschwinden. Auch ist davon auszugehen, dass Candidianer übersäuert sind. Zum einen wirkt Candida selbst sehr sauer, zum anderen kann Candida nur in einem sauren Milieu überleben (die “guten” Bakterien benötigen einen höheren pH-Wert). Entsäuern kann man z. B. mit Produkten wie Alkala N, den Basentabs von Pascoe oder Basica. Hier ist noch ein Link zur Entsäuerung. Da die Pilze Pilzgifte absondern, kann es sinnvoll sein, die Entgiftungsorgane (wie Leber, Niere, Lymphe) zu stärken (z. B. mit Mariendistelpräparaten für die Leber, Artischockenpräparaten o. ä.) Nahrungsergänzungsmittel können auch helfen, das Immunsystem im Kampf gegen den Pilz zu stärken. Auch andere Produkte und Verfahren wie z. B. Einnahme oder Injektionen von Echinaceapräparaten, Mikroimmuntherapie, Aloe-Vera-Saft, Eigenblutbehandlung, Akupunktur, Urintherapie, Vitamin-C-Infusionen, UVB/HOT, Ozontherapie unterstützen das Immunsystem. Laut Dr. Frick aus Potsdam steigern besonders UVB/HOT und Ozontherapie die Erfolgsquote für eine Heilung erheblich. Auch Verfahren der Darmreinigung wie z. B. Einläufe und Colon-Hydro-Therapie sollen sehr effektiv sein, um die Pilzbehandlung zu unterstützen. Folgende alternative Antipilzmittel wurden u. a. im Forum angesprochen:
Da Candida ja ein Symptom ist, das uns auf etwas hinweisen möchte, halte ich es für ratsam, den Hinweis der Candida nach der Therapie nicht gänzlich zu vergessen. Eine Pilzdiät sollte meiner Meinung nach in eine gesunde, vollwertige Ernährung münden. Zudem halte ich eine regelmäßige Entgiftung und Entsäuerung für ratsam. Dies kann z. B. durch Fasten oder auch durch entsprechende Präparate (z. B. Basentabs von Pascoe, Entgiftungsprogramm von Phönix) geschehen. Es ist heute fast unmöglich, nicht zu übersäuern. Zudem nehmen wir ständig Umweltgifte auf, derer wir uns am besten ein- oder zweimal im Jahr entledigen sollten. Eventuell können regelmäßige Darmkuren (Darmreinigung und Darmaufbau) und die Einnahme von Nahrungsergänzungemitteln empfehlenswert sein. In diesem Sinne wünsche ich gute Besserung! Aquarium __________ Eine Beschreibung der Symptome und Behandlungen von Pilzerkrankungen findet ihr hier: http://www.nwzg.de/29NWzG_1_2005_T1.php Liebe Grüße, Krasny |
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