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  #1  
Alt 05.03.2007, 12:37
david david ist offline
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Candida tropicalis gefunden

Habe soeben den Blutbefund erhalten. Während die Werte bei Candida albicans eher normals aussehen...

Candida albicans:
IgG 26 U/ml (Referenzbereich kleiner als 40)
IgA 12 U/ml (Rb. kleiner als 60)
IgM 68 U/ml (Rb. kleiner als 60)

... wurden noch 4 weitere Pilze im Blut angesehen und die Antikörper getestet.

Candida tropicalis .......positiv
Candida parapsilosis....grenzwertig
Candida krusei............grenzwertig
Candida glabrata.........grenzwertig.

Beurteilung: Serologische akute Candida-Infektion möglich. Verlaufskontrolle in ca. 7-14 Tagen empfohlen. (Ende)

Offensichtlich haben sich andere Pilze als C.albicans breit gemacht. Ich hoffe so, die Ursache meines Leidens entdeckt zu haben. Die Therapie wird ja noch schwer genug. Wisst Ihr was über die Therapie dieser Pilze?

lg, rena
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  #2  
Alt 05.03.2007, 20:59
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Krasny Krasny ist offline
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Hallo, David,

Mehrfachverpilzungen sind gar nicht so selten. Da es sich bei den bei dir gefundenen durchweg um andere Arten aus der Candida-Gruppe handelt, also Hefepilze (Sproßpilze), sieht die Behandlung nicht anderes aus als bei C. albicans. Allerdings sind C. glabrata, C. krusei und C. tropicalis als recht widerstandfähig bekannt. Ihre Bekämpfung erfordert mehr Ausdauer und Geduld, die Therapie kann u. U. länger dauern.

IgM bei C. albicans liegt bei 68. Das ist ein erhöhter Wert, wenn auch nicht stark, aber immerhin. Bei IgM handelt es sich um das Immunglobulin, das bei einer Infektion als erstes gebildet wird. Er sollte dann absinken, aber bei einer Reinfektion ist der Wert schnell wieder oben bzw. bleibt es. Mein Wert lag 2005 bei 393. Es sieht bei dir noch nicht nach einem chronischen Verlauf aus. Je schnelle du was unternimmst, umso einfacher wirst du die Biester wieder los. Und möglich gleich keine Fehler machen. Jeder Neuanfang einer Therapie wird schwieriger.

LG, Krasny

PS: IgA ist bei dir sehr niedrig. Das spiegelt den Zustand auf den Schleimhäuten wider. offensichtlich ist deine Darmschleimhaut noch nicht stark geschädigt. Sieh zu, daß es so bleibt.
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  #3  
Alt 06.03.2007, 06:59
wurstbrot wurstbrot ist offline
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eine Frage

warum schreibst du dass jeder neuanfang einer therapie schwieriger wird? wegen resistenzen oder wie?

greetz
Andi
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  #4  
Alt 06.03.2007, 07:13
david david ist offline
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an Krasny: danke für die Antwort. Sollte mein Arzt ein systemisches Anti-Pilzmittel vorschlagen, werde ich das wohl nehmen, oder?

von wegen "nicht chronisch": Ich habe die Beschwerden seit 2,5 Jahren!

lg, Rena
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  #5  
Alt 06.03.2007, 07:30
david david ist offline
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Ist das eine gesicherte Erkenntnis (wie irgendwo gelesen), dass die Einnahme eines systemischen Anti-Pilz-Mittels im Darm nicht reicht? Die Darmschleimhaut ist doch durchblutet, das müßte dann doch das Anti-Pilzmittel auch dort die Pilze abtöten?

lg, Rena
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  #6  
Alt 06.03.2007, 08:54
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Krasny Krasny ist offline
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@Wurstbrot
Zitat:
warum schreibst du dass jeder neuanfang einer therapie schwieriger wird? wegen resistenzen oder wie?
Resistenzen treten bei Nystatin nicht auf. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß es mir nach jeder erfolglosen Therapie schlechter ging. Vermutlich nisten sich die Biester dann tiefer im Gewebe an. Es wurde auch mal die These vertreten, Nystatin würde sie erst dazu treiben, den Darm zu verlassen. Wenn das so sein sollte, wäre die stetige Verschlimmerung erklärlich.

@David
Zitat:
von wegen "nicht chronisch": Ich habe die Beschwerden seit 2,5 Jahren!
Ein anderer Grund für die niedrigen Werte kann sein, daß dein Immunsystem so geschwächt ist, daß es kaum noch gegen die Pilze ankämpft, also kaum Antikörper bildet. Außerdem reagiert jeder Körper anders. Bei empfindlichen Personen kann auch schon eine geringe Pilzmenge zu spürbaren Beschwerden führen.

Ein systemisches Mittel wirkt auch in der Darmschleimhaut, sie ist ja durchblutet, aber nicht an ihrer Oberfläche oder zwischen den Dünndarmzotten. Dafür braucht man ein lokal wirkendes Mittel wie Nystatin, Caprylsäure oder GKE.

LG, Krasny
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  #7  
Alt 06.03.2007, 13:09
david david ist offline
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an Krasny: Würde es dann Sinn machen, z.B. Caprylsäure plus ein systemisches Antipilzmittel zu nehmen? Bei deinen Versuchen hast du doch 3 mal das Fluconazol genommen. Hattest du da gar keine Verbesserung?

lg, Rena
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  #8  
Alt 06.03.2007, 13:27
Amiza Amiza ist offline
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Hallo Leute,
ich frage mich ehrlich gesagt auch gerade, ob die Pilze mein mir eine andere Stufe übergegangen sind. Der Gedanke drängt sich auf. Zur Zeit fühle ich mich morgens wie ausgek***. Abends wird es besser. Zudem kann ich nachts seit 2 Nächten wegen Schmerzen und Juckreiz im Afterbereich nur schlecht schlafen. Ich habe weder Durchfall, noch starke Bklähungen, noch Verstopfung. Aber extremen Schwindel am Morgen (Hatte ich wirklich schon lange nicht mehr - habe mich so derbe darüber gefreut!) Meine Augen jucken auch und sind verschwommen. Falls sich noch jemand erinnern kann: ich habe mich vor etwa 3 wochen über das Jucken gewundert, was ich ohne Blähungen bekommen habe (kannte ich so gar nicht) Zu dem Zeitpunkt begann bei mir auch wieder eine erneute Unterleibsinfektion. (Seit Anfang des Jahres schmlummert da was) - alles zeitgleich. Dann wurde es wieder besser und nun wieder schlimmer (Unterleib noch nicht, aber ich habe das gefühl, das breitet sch aus wie ein Feuer im Stroh. Bevor ich was gegen die Pilze gemacht habe, war das Jucken leichter und ich hatte das gefühl, es war nicht so stark - und schon gar keine Schmezen - wie jetzt. klar, das können auch Hämorriden sein, aber das glaube ich weniger als Ursache. weil es sich ja auch auf die umliegenden Schleimhäute ausbreitet. Kein Durchfall, keine Verstopfung.Ich muss das bald mal abklären lassen. Ich fühle mich wirklich wie am Anfang - nur anders, weil die Blähungen weg sind.(Aber ich esse auch keine Rohkost mehr, außer etwas Obst und das nur morgens)
Also, lange Rede, kurzer Sinn: ich habe das Gefühl, es wird alles schlimmer, wenn es wiederkommt. Bis vor kurzem dachte ich, die Rückfälle sind weniger. Waren sie auch. Seit August war es bis vor kurzem alles besser als vorher. Ich glaube aber, ich bin einfach gar nicht auf dem richtigen Weg zur Zeit. ich muss wirklich auch was ändern, andere Sachen ausprobieren und in baldiger Zukunft einen guten Arzt, bzw. HP aufsuchen (Meiner war eher übergangsweise für mich geeignet, da ich eine seperate Betrachtung des menschen in Darm und Kopf und Fuß - sprich ohne integrierte Betrachtung strikt ablehne!)
Fazit: Nystatin und GKE haben zwar biser geholfen, aber nicht dauerhaft.

@ Krasny: woher kommt denn diese These, dass sie erst durch N. vertrieben werden? ich könnte mir eher vorstellen,d ass deren DNA sich verändert, wenn man bereits einmal gegen sie gekämpft hat und dass sie dann anders werden. die Nachkommen sind besser gewappnet?

Ich wollte nun gar nicht so viel dazwischenschreiben, aber ich dachte mir, es passt hiergrade rein.

Ich frage mich wirklich, ob Kämpfen gegen die Pilze überhaupt als ein Weg bezeichnet werden kann. wenn die Ursache behoben wird, braucht man wahrscheinlich gar nicht kämpfen und sie gehen. Ich kann gerade umso besser verstehen, was die meinen, die sagen: solange ich mein Amalgam nicht raus habe, mache ich gar nichts!
Ihr versteht sicher, was ich meine.

Gruß, Amiza

Geändert von Amiza (06.03.2007 um 13:30 Uhr)
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  #9  
Alt 06.03.2007, 17:15
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Krasny Krasny ist offline
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@David
Zitat:
Bei deinen Versuchen hast du doch 3 mal das Fluconazol genommen. Hattest du da gar keine Verbesserung?
Doch, die ersten zweimal ging es mir nach ein paar Tagen besser, aber nach dem Absetzen (als die Packung alle war) ging es wieder bergab. Beim dritten Mal merkte ich keine Besserung. Ich vermute, daß die niedrige Dosis der Grund war, daß die Biester resistent wurden und beim dritten Mal nur noch über das Mittel lächelten. Na ja, das Zeug ist sehr teuer, deshalb wurden mir jeweils nur Pärparate mit 50 mg Wirkstoff verschrieben. Als Initialdosis sollte man aber 400 mg nehmen und mit 200 mg fortfahren:
Zitat:
Systemcandidosen (durch Hefepilze der Gattung Candida hervorgerufene Pilzinfektionen mit Befall der inneren Organe) Therapiebeginn normalerweise mit 400 mg Fluconazol (2 Hartkapseln Diflucan 200 mg) einmal täglich am 1. Behandlungstag, anschließend Fortführung der Therapie mit 200 mg Fluconazol (1 Hartkapsel Diflucan 200 mg) einmal täglich. Bei Bedarf kann die Dosis auf 400 mg Fluconazol (2 Hartkapseln Diflucan 200 mg) einmal täglich über die gesamte Dauer der Behandlung erhöht werden.

Quelle: Beipackzettel von Diflucan 200 mg, Firma Pfizer
@Amiza
Zitat:
woher kommt denn diese These, dass sie erst durch N. vertrieben werden?
Das hatte mal ein Forumsmitglied hier geschrieben. Leider erinnere ich mich nicht mehr, wer das war und woher die Quelle stammte (sein HP, Internet?).

LG, Krasny
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  #10  
Alt 08.03.2007, 09:07
david david ist offline
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Habe heute mit meinem Arzt gesprochen. Er verschreibt mir Fluconazol 200 mg. Einerseits damit die Dosis nicht zu gering ist (wie Krasny schreibt), andererseits damit mich die Dosis nicht umhaut (da ich sehr sehr empfindlich bin).

lg, rena
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