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  #1  
Alt 06.09.2010, 18:16
Leitwolf Leitwolf ist offline
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Candida - Urinprobe

Hallo

Ich hab schon vor einiger Zeit eine Urinprobe zur Seite gestellt um zu sehen was daraus wird. Den Behälter hab ich mir frisch aus der Apotheke besorgt, sollte also steril gewesen sein. Jedenfalls sind darin weißliche Knöllchen herangewachsen die ich nun mal unters Mikroskop gelegt habe.

Das sieht dann so aus..

in dem Album finden sich noch mehrere Bilder hierzu
http://s736.photobucket.com/albums/x...ver25/Candida/

Das sieht auf jeden Fall nach Candida aus, ob Candida Albicans kann ich nicht sicher sagen.

Die Frage ist nun, inwiefern ist es pathologisch Candida im Urin nachweisen zu können. Ich bin mir umgekehrt nämlich auch ziemlich sicher, dass eine Kulter im Labor wohl negativ geblieben wäre, dort blieb bisher noch jede negativ..

lg.
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  #2  
Alt 07.09.2010, 01:21
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Zitat:
Zitat von Leitwolf
Die Frage ist nun, inwiefern ist es pathologisch Candida im Urin nachweisen zu können.
Die Blase und die Harnwege sind gleich nach dem Darm das nächste Ziel von Candida, wenn er sich auf Wanderschaft begibt. Wird er dort nachgewiesen, ist das m. E. pathologisch. Was hätte der Pilz sonst dort zu suchen?

Übrigens: Mein Kompliment, tolle Aufnahme!
Welche Vergrößerung?
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Liebe Grüße, Krasny
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  #3  
Alt 07.09.2010, 18:36
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Aehm danke für die Blumen!

Die Vergrößerung war in dem Fall glaub ich 400x.

Wenn wir schon beim Thema sind hätte ich da noch etwas feines:



..dieser Dinger treten massenhaft im Ejakulat (wir sind hoffentlich erwachsen genug;-) auf, wachsen innerhalb von 48h - so lange braucht die Probe etwa zum Austrocknen unterm Deckglas. Da tu ich mir mit der Bestimmung ziemlich schwer. Die Vergrößerung ist ebenfalls 400x. Ich würde aber am ehesten auf Chaetomium tippen, und das bereitet mir wesentlich mehr sorgen..
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  #4  
Alt 07.09.2010, 18:43
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Was um alles in der Welt ist denn Ejakulat?


Leitwolf, wir sind ein medizinisches Forum. Solche Themen gehören dazu. Das hat nichts mit erwachsen zu tun.

Was mich jetzt interessieren würde: Was auf dem Foto soll Chaetomium sein, das sternförmige in der Mitte oder die amöbenartigen am Rand?
__________________
Liebe Grüße, Krasny
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  #5  
Alt 07.09.2010, 18:50
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Du ich lieg da vielleicht völlig daneben. Ich hab mir nur einfach Abbildungen diverser Pilze angesehen, und Chaetomium (einfach mal google Bildersuche) kommt dem Erscheinungsbild eindeutig am nähesten. Gemeint ist übrigens das sternförmige, schwer zu übersehende Objekt. Dazu würden dann auch noch Objekte im Blut passen, die in Größe und Form so aussehen wie Chaetomium-Sporen. Aber wie gesagt, alles mit viel Fragezeichen.
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  #6  
Alt 15.09.2010, 06:32
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So jetzt muss ich noch was präsentieren, einfach weils so cool ist ;-)

Also seit 20 Jahren plagen mich diese schwer übersehbaren Pilzinfektionen. Trotz bekannter Immunschwäche und zahllosen Abklärungsversuchen gab es nie eine vernünftige Diagnose. Es war vielmehr so, dass sich kein Pilz kultivieren ließ, und daher wiederholt ausgeschlossen wurde, dass überhaupt ein Pilz vorliegen könnte. Daran haben sich auch einige Professoren beteiligt. Ja ich wurde denn auch ein paar mal unhöflich hinauskomplimentiert, da ich nicht einsehen wollte, dass einfach ein "Ekzem" vorläge und ich dagegen halt Cortison schmieren solle. Dabei hat Cortison die Sache stets verschlimmert, hingegen ließen sich die Hauterscheinungen durchaus mit praktisch allen Antimykotika therapieren. Leider hat sie das nicht daran gehindert letztlich immer wieder zurückzukommen.

Mit dem eigenen Mikroskop konnte ich nun mal herausfinden wie unglaublich schwierig der Pilz auf meiner Haut denn tatsächlich zu finden ist... ;-)
Man beachte auf dem unteren Bild (400x) die vielen kleinen ovalen Objekte, die viel zu groß sind um Bakterien zu sein. Dabei fällt mir auch wieder eine Aussage eines der vielen kompetenten Mediziner ein: es könne ja schon sein, dass geringe Spuren eines Pilzes vorhanden wären, aber eben "zu wenig" als dass er auf einer Kultur wachsen könnte. So schauts aus.. ;-)







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  #7  
Alt 15.09.2010, 09:33
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Hallo, Leitwolf,

da greift man sich doch an den Kopf.
Was ist denn ein Ekzem? Es ist eine Hautreaktion auf einen äußeren oder inneren Reiz, meist chemischer Natur (Nahrungsmittelinhaltsstoffe, Metalle; Pilzgifte). Wenn man Kortison draufschmiert, unterdrückt man zwar die Reaktion, unterbindet aber nicht den Reiz, also die Ursache für das Ekzem. So etwas müßte doch einem studierten Professor klar sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ekzem
http://de.wikipedia.org/wiki/Dermatitis
http://www.gesundheit.de/krankheiten...ose-behandlung

Es stimmt, daß man auf Ekzemen oder anderen Hautproblemen bei Candida-Betroffenen oftmals keine Pilze finden bzw. in Kultur anzüchten kann. Das heißt aber nicht zwangsläufig, daß nicht Pilze für diese Hautreaktionen verantwortlich sein können.
__________________
Liebe Grüße, Krasny
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  #8  
Alt 17.09.2010, 14:52
Kaidrun Kaidrun ist offline
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Hallo Leitwolf,

? färbst du an und wenn mit welchem Mittel. Ohne eine zielgerichtete Anfärbung können Artefakte das Bild verfälschen.
Ein mikroskopischer Nachweis aus einem Nativpräparat ist schwierig und verlangt eine große Routine. Die Bilder bei Google über mikroskopierte Pilze sind alle aus einer bebrüteten Kultur und nicht aus Nativmaterial.
Die Haut effloration weist auf einen Dermatophyten hin wahrscheinlich Trichophyton spp. der rote meist leicht erhabene Rand ist typisch.
Schimmelpilze im Ejakulat sind alamierend. Hier ist eine kulturelle Abklärung dringend erforderlich. wenn du willst nenne ich dir entsprechende Agars auf dem du eine Anzüchtung vornehmen kannst.

Liebe Grüße Kaidrun
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hasi2 (17.09.2010), Krasny (17.09.2010)
  #9  
Alt 18.09.2010, 19:48
Leitwolf Leitwolf ist offline
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Hallo

Also ich hab ein wenig mit Methylenblau experimentiert. Da das Färben aber eine Wissenschaft für sich ist, müsste ich mich damit natürlich noch näher auseinandersetzen. Klar ist, dass Methylenblau auch ein starkes Antimykotikum ist, Pilzwachstum dadurch unterbunden werden müsste.

Was jetzt das oberste und das unterste Bild angeht ist die Sache ziemlich eindeutig. Der Candida ist wie gesagt aus freien Stücken gewachsen. Die Urinprobe wurde so steril wie möglich genommen.

Die Objekte auf den Hautschuppen kann ich eindeutig Malassezia zuordnen. Das ist an sich jetzt nichts auffälliges, allerdings ist die "Biomasse" beeindruckend. Es gibt da Abschnitte wo man keine Haut, sondern nur mehr Kolonien sieht.

Was das Ejakulat angeht liegt die Sache wesentlich unklarer. Zum einen wachsen diese Strukturen erst auf dem Objektträger, zum andren kann ich nicht ausschließen, dass es sich um irgendwelche kristaline Strukturen handelt. Im Grunde könnte es alles mögliche sein. Aufällig ist aber die hohe Zahl solcher "Kolonien". Bei einer Probe finden sich locker über hundert davon..

Um die Sache schließlich richtig schön kompliziert zu machen: es gab zuletzt, in einem andren Krankenhaus, sehr wohl positive aber unklare Befunde. Zwei mal wurden Hautschuppen genommen und dann sowohl nativ (unterm Mikro) als auch per Kultur untersucht. Die Kulturen waren jeweils negativ. Nativ schrieb das Labor beim ersten mal Verdacht auf Candida, beim zweiten mal lautete der Verdacht auf "Tr. cutaneum". Das müsste dann Trichosporon cutaneum heißen denn Trichophyton cutaneum gibt es nicht (unklar ist allerdings, ob das die Leute im Labor auch wissen ;-). Weiter heißt es am Laborbefund "längliche Sporen und meat balls".
Ich frage mich wieso da nichts von malassezia steht, denn dessen massive Präsenz ist nicht zu übersehen. Das wäre immerhin eine praktische, unproblematische Diagnose mit der man den Patienten los wird. Leider darf ich mit den Leuten vom Labor nicht sprechen, sondern nur mit den Ärzten. Die haben aber keine Ahnung von gar nichts..

Zu guter letzt habe ich neben Malassezia aber noch andere, verdächtige Objekte auf der Haut gefunden die ich aber noch näher abklären muss. Hinzu kommt noch das Wissen, dass die Mykosen auf der Haut forciert nach der Einnahme von Nystatin wachsen. Der Pilz wird also regelrecht "herausgetrieben", was nebst weiteren Faktoren für mich eine systemische Mykose beweist. Malassezia kommt hierfür aber wiederum nicht in Betracht.

achja..

Geändert von Leitwolf (18.09.2010 um 19:51 Uhr)
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  #10  
Alt 21.09.2010, 08:36
Leitwolf Leitwolf ist offline
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Hallo Urs

Ich versteh bei deiner Schilderung zwei Dinge nicht.
1. wie kann man Candida am Ultraschall sehen? Soll das heissen es waren so große "Knödel" sichtbar? Das könnte freilich alles Mögliche sein. Vor allem denke ich wird so ein Candidabald am Ultraschall ziemlich echoarm sein.
2. wenn du Candida in der Harmblase hast, wird die orale Einnahme von Nystatin und auch eine vaginale Behandlung kaum was bringen können...

lg.
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