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#11
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Hallo leitwolf,
Anfärbungen mit Methylenblau sind nicht aussagekräftig. Besser Lactophenolblau als Einschlußmittel für Deckglaspräparate. Herstellung: Phenolkristalle 20 g Milchsäure 20 ml Glycerol 40 ml Aquq dest. 20 ml Phenol in Aqua dest. durch leichtes Anwärmen lösen. Durch Zusatz von 0,1 g Wasserblau oder 0,05 - 0,1g Baumwollblau zu 100 ml Lactophenol enzsteht Lactophenolblau. Für Hautschuppen, Nägel und Haare ist eine Aufweichung mit Kalilauge (vorsicht ätzend) vor dem mikroskopieren dringend erforderlich. Trockenpräparate sind ungeeignet. Hier stehen folgende Rezepte zur Verfügung: KOH 15 - 30 % 15 - 30g KOH kristallin 100 ml Aqua dest. KOH m. Glycerol 20 g KOH kristallin 10 - 20 ml Glycerol 80 ml Aqua dest. Glycerol verzögert die Auskristallisierung von KOH und verbessert die Haltbarkeit der Präparate. Mikroskopieren von Nativpräparaten sind nicht so einfach, daher muss man schon alle Grundlagen beherrschen um ein auussagekräftiges und korrektes Ergebnis zu erhalten. Noch viel Spass beim mikroskopieren. Herzliche Grüße Kaidrun |
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Krasny (21.09.2010) | ||
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#12
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@urssly
Ich mein ja nur, dass Nystatin nicht in Blase gelangt. Wenn der Pilz dort also sitzt, wirsd du ihn so nicht erreichen können. @Kaidrun Danke für die Anleitung. Wie gesagt, ich muss mich erst mit dem Thema intensiver auseinandersetzen. Ich müsste mich da mal aufmachen zu einem Shop wo man all diese Chemikalien bekommt. Meines Wissens bekommt man dort auch einige dieser Mischungen, was erheblich einfacher wäre, auch brauch ich ja fürs erste nicht all zu große Mengen. Um korrekte Ergebnisse zu bekommen, muss man natürlich beurteilen können auf was man denn überhaupt blickt. Das ist sicher eine Frage von Sachkenntnis und Erfahrung. Und ich muss sagen, da brachte das eigene Experimentieren innerhalb kurzer Zeit weit mehr Erkenntnisse als die schulmedizinische Abklärung über viele Jahre hinweg. Bei der Gelegenheit darf ich dich fragen welchen Zugang du zu diesem Thema hast? Beschäftigst du dich professionell oder hobbymäßig mit dem Mikroskopieren? Sehr nützlich wären auch Nährmedien. Weißt woher man sich am besten welche bestellen könnte? lg. |
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#13
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@Leitwolf
Kaidrun ist Mykologe. Er hat bei dem renommierten Pilzforscher Prof. Hans Rieth gelernt.
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Liebe Grüße, Krasny |
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#14
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Hallo Leitwolf,
wie Krasny schon ausführte bin ich ausgebildeter Mykologe. Das Mikroskopieren habe ich beruflich gemacht und mache es nach meiner Praxisaufgabe weiter. Bei den Nährmedien kommt es darauf an welche Keime du finden willst. Für Candida ist Sabouraud-Glucose-Agar 4 %, Kimmig-Agar, Maltose-Agar (auch als Pilz-Selektiv-Agar bekannt) anzuwenden. Zur einfacheren Identifizierung Chrom-Agar. Hier kann man von den anderen Nährmedien die Pilze abimpfen und je nach Erreger wächst dieser auf diesem Agar in verschiedenen Farben. Das macht mikroskopieren überflüssig, gilt aber nur für Candida. Achtung: Der Umgang mit Krankheitserregern ist nach dem §§ 44 ff. Infektionsschutzgesetz geregelt. Danach ist dieser Umgang nur Ärzten, Tierärzten und Apothekern erlaubt. Bitte beachte das, du kannst sonst, gerade bei Öffentlichmachung deiner Experimente in Schwierigkeiten geraten. Nährmedien kann man bei jedem Grosshandel für Laborbedarf bestellen sie sind meist in 10er Packungen. Im Kühlschrank bis zu drei Monaten haltbar. Leider haben Ärzte keine Ausbildung in Mykologie. Daher auch keine Erfahrung in der mikrobiellen Diagnostik. Unsere Mikroskopierkurse sind meist mit den selben Personen besetzt und diese stammen überwiegend aus dem iniversitären Umfeld. Seit Jahren bin ich schon der einzige Praktiker in dieser Runde. Alle Aufklärungsarbeit geht bei Ärzten ins Leere. Daher wundert es mich nicht das du bessere Ergebnisse als deine Schulmediziner erzielt hast. Gruß Kaidrun Geändert von Kaidrun (22.09.2010 um 09:38 Uhr) |
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#15
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Hallo URSSLY,
Leitwolf hat recht, Candida kann man nicht mit Ultraschall sehen. Es gibt auch keinen Candidatumor. Candida ist viel zu echoarm um sonografisch sichtbar zu sein. Was immer deine Ärztin und du gesehen haben Candida war es nicht. Nur Schimmelpilze sind in der Lage Granulome zu bilden. Weiterhin ist die Einahme von Nystatin oder das Verwenden von Vaginalzäpfen bei einem Blasenbefall völlig sinnlos. Nystatin ist ein Polyen welches nur dort wirkt wo es eingesetzt wird. Ein Übergang von Nystatin von der Scheide in die Blase ist galenisch unmöglich. Nur die direlte Instillierung über die Harnröhre würde etwas bringen. Bei unerfahrenen Therapeuten, und dazu muss ich nach dieser Aussage deine Ärztin zählen, ist eine derartige Behandlung wegen des hohen Verletzungsrisikos von vornherein abzulehnen. Pilzbefall in der Blase stellt ein hohes Risiko dar. Über den Harnleiter gelangen diese Keime in die Niere und von dort über das Parenchym ins Blut. Damit ist eine Systemmykose gegeben die nur mit entsprechenden Mitteln behadelt werden kann. Ein Keimnachweis muss zwingend kulturell erfolgen alles andere ist "kaffeesatzlesen". LG Kaidrun |
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#16
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Hallo
eine Fachärztin ist keine Mykologin. Wenn sie erfahren wäre, hätte sie eine Keimidentifizierung gemacht. Eine Therapiempfehlung kann nur nach einem korrektem kulturellen Pilznachweis erfolgen. Mikrobiologie ist eine spezielle Fachrichtung in der Medizin. Deine Ärztin wäre gut beraten bei dir einen Mikrobiologen hinzu zu ziehen. Offensichtlich ist es ihr doch nicht gelungen deine langanhaltenden Probleme in den Griff zu bekommen. Oder interpretiere ich deine Einlassungen falsch ? Von großer Fachkompetenz zeugt das meines Erachtens nach nicht. Überzeugend ist nur deine Loyalität deiner Ärztin gegenüber. Gruß Kaidrun |
| Der folgende User sagt Kaidrun Dankeschön für diesen sinnvollen Beitrag: | ||
hasi2 (22.09.2010) | ||
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#17
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Hallo leitwolf,
noch ein Nachtrag zum Mikroskopieren. Zum selektiven Nachweis von Pilzelemente im Nativmaterial eignet sich Chlorazol Black E. Das Chitin in der Pilzzellwand färbt sich grün und dadurch sind die Strukturen besser zu erkennen. Die menschlichen Zellen enthalten kein Chitin und stellen sich bei dieser Anfärbung rot dar. LG Kaidrun |
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