Zitat:
Darmflora in Harmonie
Probiotische Nahrungsergänzung in vielfältigen Formen - von Joghurtdrinks bis Hartkapseln - sind in aller Munde. Trotzdem sind sie auch sehr umstritten. Denn nicht alle Mikroorganismen (meist Lactobazillen), die den Dünndarm besiedeln sollen, kommen auch unbeschadet durch die aggressive Magenpassage. Und dann ist noch nicht gewährleistet, dass das, was den Dünndarm erreicht, sich dort auch erfolgreich vermehren kann, um eine - zum Beispiel durch Antibiotika oder Magen-Darm-Erkrankungen - aus dem Gleichgewicht gekommene Darmflora auszubalancieren.
In einer im November 2010 publizierten Arbeit wurde nachgewiesen, dass gerade auch Kinder mit einer persistierenden Diarrhoe hochgradig von einer probiotischen Therapie profitieren, indem sich die Dauer der Erkrankung um 4 Tage gegenüber der Kontrollgruppe verkürzte.
Interessanterweise hat sich aber auch seit einigen Jahren die Gabe des Spurenelementes Zink bei Diarrhoe bestens bewährt. Deshalb werden in Entwicklungsländern wie Bali, Indien und Pakistan von Hilfsorganisationen wie der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung Zinktabletten an die Bevölkerung verteilt. Überraschenderweise geht seitdem sogar die Kindersterblichkeitsrate aufgrund von Diarrhoe deutlich zurück. Von der WHO wird deshalb die Behandlung bei Durchfallerkrankungen mit Zink bereits seit 2004 ausdrücklich empfohlen.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Studienlage kann bei Diarrhoe eine additive (zusätzliche) bzw. synergistische (zusammenwirkende) Wirkung dadurch erzielt werden, indem Probiotika und das Spurenelement Zink zusammen in Form einer Kapsel verabreicht werden (z. B. Sitobact).
Es zeigt sich also, dass eine intakte Darmflora von mehreren Faktoren abhängt und es nicht im Sinne einer gezielten Darmsanierung sein kann, wenn man nur einen dieser Faktoren beachtet. Hier treten die sogenannten Synbiotika auf den Plan: Da Präbiotika das Substrat für die Probiotika liefern, macht es durchaus Sinn, beides zu kombinieren und sogar noch zu ergänzen durch das Spurenelement Zink, dessen Aufnahme auch von einem günstigen Darmmilieu abhängig ist. In der täglichen Praxis wirkt sich eine solche Harmonisierung des Darmmilieus stets positiv auf Heilungsprozesse aus.
Quellen:
Köhler-Pharma, Medical Tribune
http://pediatrics.aapublications.org...ct/121/5/e1279
http://ije.oxfordjournals.org/conten...ppl_l/i63.full
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Eigene Anmerkung
Zinkmangelerscheinungen:
Große Mattigkeit, allgemeine Schwäche, Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen (besonders im Nacken), Zittern vor Schwäche bei Aufregung, nachts schlaflos, am Tag schläfrig, Auffahren im Schlaf vor Schreck, Muskelzuckungen, Schmerzen am ganzen Körper, Herzklopfen, Blutstauugen, kalte Hände und Füße, Übelkeit, Regelstörungen und Regelkrämpfe, Lichtscheu.
Amalgamausleitungstherapie:- Mundströme messen lassen
- Aurum D3 Tbl., Hepar sulfuris D12 Tbl., Mercurius solubilis D15 Tbl., Kupferorotat morgens und Zinkorotat abends
Ein Mangel an Kupfer und Zink kann bei Amalgamfüllungen zu neurologisch-psychiatrischen Störungen führen. Zwischen der Einnahme von Kupfer und Zink sollten 8 Stunden liegen.
Liebe Grüße
Kaidrun