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Alt 11.12.2006, 21:27
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Darmsanierung

Das A und O für eine dauerhaft erfolgreiche Anti-Pilz-Therapie ist die Wiederherstellung einer gesunden Darmflora (Darmflorasanierung) mit Hilfe probiotischer Präparate (Probiotika). Besonders durch häufige oder längere Einnahme von Antibiotika (z. B. bei wiederkehrenden Infekten) kann das Gleichgewicht der "guten" Darmbakterien erheblich gestört werden. Da ca. 80 % unseres Immunsystems im Darm sitzt, wirkt sich eine gestörte Darmflora auf die körpereigene Abwehr von Krankheitserregern negativ aus. Ständig wiederkehrende Infekte können die Folge sein, gegen die die Schulmedizin wieder Antibiotika einsetzt - ein Teufelskreis.


Was ist Darmsanierung oder Darmflorasanierung?

Kurz gesagt, es ist nur ein Schlagwort, das überhaupt nirgends definiert ist. Heilpraktiker und auch Ärzte benutzen diesen Begriff, ohne sagen zu können, was er genau bedeutet. Die einen sind der Meinung, nach spätestens 6 Wochen - evtl. auch einigen Monaten - der Gabe von Bakterien sei der Darm saniert, andere geben längere Zeiträume an. Dabei weiß man, daß die Darmflora als solche gar nicht ohne weiteres gemessen werden kann, denn die Stuhlflora ist nicht gleich der Darmflora, auch wenn man aus der Stuhlflora im Zusammenhang mit dem Wissen um den Gesundheitszustand gewisse Rückschlüsse ziehen kann. Die eigentliche Darmflora ist die der Schleimhäute der Darminnenwand, und die werden nicht abgestrichen. Stuhl enthält allerdings auch Bakterien der Darmschleimhäute, aber auch welche aus dem Darmlumen, das anaerob ist, und das sind nicht diesselben.
Anders gesagt, eine Messung, ob die Darmflora saniert sei, ist einfacherweise nicht möglich. Nur die Halsflora, die aber mit der Darmflora korreliert, ist durch einen Abstrich meßbar. Darüber weiß man einiges: Eine gesunde Halsflora, die übrigens bei keinem Zivilisierten mehr vorkommen dürfte, enthält viele Enterokokken der Gruppe faecalis.
Heute aber finden sich pathogene oder andere Keime an den Mandeln, wo der Abstrich am besten gemacht wird. Anders gesagt: Man müsste die Menschen solange behandeln, bis die Halsflora weitgehend diese Enterokkokken der serologischen Gruppe D aufweist. Dann ist auch die Damflora wirklich saniert. Dies gelingt aber bei vielen nicht mehr, einmal weil die Therapeuten kaum solange behandeln, bis das eintritt, und zum andern, weil auch die Patienten nicht mitmachen, denn vorher sind ihre Krankheitssysmptome längst verschwunden, und zum dritten, da aus verschiedenen biologischen Gründen nicht mehr jeder heilbar ist.
Als Konsequenz würde dies bedeuten, die mikrobiologische Therapie solange durchzuführen (bei Kindern gelingt das am besten), bis die Halsflora die genannten Enterokokken aufweist, was durchaus mehr als nur einige Monate, ja gut 2 Jahre oder mehr dauern kann, je nach Fall und Alter. Alles andere ist unzureichend, was da heute geboten wird. Selbst wenn eine Besserung oder gar Heilung eintritt, ist die Darmflora noch lange nicht saniert. Der Begriff hat sich aber so eingebürgert, daß heute viele davon reden, aber keine Ahnung haben, was das im Grunde bedeutet, zumal die echte Sanierung der Darmflora immer über sogenannte Ausleitungsphasen geht, wo die Stuhlflora sich zeitweise enorm verschlechtert, was ein gutes Zeichen ist, denn da werden vom Körper Giftstoffe in den Darm ausgeschieden, die eine schlechte Stuhlflora erzeugen. Wer das nicht werten kann, der steht anhand der Stuhluntersuchung dann dumm da und ordnet dies falsch ein. Erst nach diesen Ausleitungsphasen stellt sich nach und nach die gesunde Darmflora ein, und diese ist als sogenannte Eubakterie bei gesunder Nahrung auch dann im Stuhl meßbar. Dies deswegen, weil man weiß, was vorher alles abgelaufen ist und nicht anhand des dann bestehenden Stuhlbefundes allein.


Welche Präparate stehen für die Darmflorasanierung zur Verfügung?

MUTAFLOR®
Originalpackung mit 20 magensaftresistenten Hartkapseln (N1)
Originalpackung mit 50 magensaftresistenten Hartkapseln (N2)
Originalpackung mit 100 magensaftresistenten Hartkapseln (N3)
arzneilich wirksamer Bestandteil: Escherichia coli, Stamm Nissle 1917 (2,5 - 25 x 10^9 lebensfähige Bakterien)
sonstige Bestandteile: Maltodextrin, Talkum, Poly(methacrylsäure-co-methylacrylat) (1:1), Macrogol (4000), Triethylcitrat, Glycerol 85 % (E 422), Titandioxid (E 171), Eisen-(III)-oxid, Gelatine, gebleichtes Wachs, Carnaubawachs, Schellack, gereinigtes Wasser
(Hersteller: ARDEYPHARM GmbH)

MUTAFLOR® mite
Originalpackung mit 20 magensaftresistenten Hartkapseln (N1)
arzneilich wirksamer Bestandteil: Escherichia coli, Stamm Nissle 1917 (0,5 - 5 x 10^9 lebensfähige Bakterien)
sonstige Bestandteile: Maltodextrin, Talkum, Poly(methacrylsäure-co-methylacrylat) (1:1), Macrogol (4000), Triethylcitrat, Glycerol 85 % (E 422), Titandioxid (E 171), Eisen-(III)-oxid, Gelatine, gebleichtes Wachs, Carnaubawachs, Schellack, gereinigtes Wasser
(Hersteller: ARDEYPHARM GmbH)

MUTAFLOR® Suspension
Originalpackung mit 5 x 1 ml (N1)
Originalpackung mit 25 x 1 ml (N2)
Originalpackung mit 5 x 5 ml (N1)
Originalpackung mit 25 x 5 ml (N2)
arzneilich wirksamer Bestandteil: Escherichia coli, Stamm Nissle 1917 (1 ml Suspension enthält 10^8 lebensfähige Bakterien)
sonstige Bestandteile: gereinigtes Wasser, Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Magnesiumsulfat, Calciumchlorid, Magnesiumchlorid
(Hersteller: ARDEYPHARM GmbH)

Pro-SymbioFlor®
50-ml-Tropffläschchen
arzneilich wirksame Bestandteile: Enterococcus faecalis und Escherichia coli (steriles Autolysat aus 1,5 - 4,5 x 10^7 Bakterien)
sonstige Bestandteile: Lactose · 1 H20, Natriumcarbonat · 10 H20, Natriumchlorid, Magnesiumsulfat · 7 H20, Kaliumchlorid, Calciumchlorid · 2 H20, Magnesiumchlorid · 6 H20, Nährbouillon (Pepton, Hefeextrakt, Natriumchlorid, Glucose · 1 H20), gereinigtes Wasser
(Hersteller: SymbioPharm GmbH)

SymbioFlor® 1
50-ml-Tropffläschchen
arzneilich wirksamer Bestandteil: Enterococcus faecalis (Zellen und Autolysat, 1 ml = 12 Tropfen enthalten 1,5 - 4,5 x 10^7 Bakterien)
sonstige Bestandteile: Lactose · 1 H20, L-Cystin, Natriumcarbonat-Dekahydrat, Natriumchlorid, Magnesiumsulfat · 7 H20, Kaliumchlorid, Calciumchlorid · 2 H20, Magnesiumchlorid · 6 H20, Nährbouillon (Pepton, Hefeextrakt, Natriumchlorid, Glucose · 1 H20), gereinigtes Wasser
(Hersteller: SymbioPharm GmbH)

SymbioFlor® 2
50-ml-Tropffläschchen
arzneilich wirksamer Bestandteil: Escherichia coli (Zellen und Autolysat, 1 ml = 14 Tropfen enthalten 1,5 - 4,5 x 10^7 Bakterien)
sonstige Bestandteile: Natriumchlorid, Magnesiumsulfat · 7 H20, Kaliumchlorid, Calciumchlorid · 2 H20, Magnesiumchlorid · 6 H20, gereinigtes Wasser
(Hersteller: SymbioPharm GmbH)

SymbioLact® A
Originalpackung mit 30 Beuteln
arzneilich wirksamer Bestandteil: Lactobacillus acidophilus (2x10^9 KBE/Beutel)
sonstige Bestandteile: Maisstärke, Maltodextrin
(Hersteller: SymbioPharm GmbH)

SymbioLact® B
Originalpackung mit 30 Beuteln
arzneilich wirksamer Bestandteil: Bifidobacterium bifidum (2x10^9 KBE/Beutel)
sonstige Bestandteile: Maisstärke, Maltodextrin
(Hersteller: SymbioPharm GmbH)

SymbioLact® Comp.
Originalpackung mit 30 Beuteln
arzneilich wirksame Bestandteile: Lactobacillus acidophilus (5x10^8 KBE/Beutel), Bifidobacterium bifidum (5x10^8 KBE/Beutel), Lactobacillus casei (5x10^8 KBE/Beutel), Streptococcus lactis (5x10^8 KBE/Beutel)
sonstige Bestandteile: Maisstärke, Maltodextrin
(Hersteller: SymbioPharm GmbH)

Paidoflor®
Originalpackung mit 20 Kautabletten (N1)
Originalpackung mit 50 Kautabletten (N2)
Originalpackung mit 100 Kautabletten (N3)
arzneilich wirksamer Bestandteil: Lactobacillus acidophilus (10^9 - 10^10 lebensfähige Bakterien pro Gramm)
sonstige Bestandteile: Riboflavin, Nicotinsäure, Magnesiumstearat, Magnesiumsulfat · 7 H20, Mangan-(II)-sulfat, Lactose, Lactose-Monohydrat
(Hersteller: ARDEYPHARM GmbH)

BactoFlor®
Originalpackung mit 90 Kapseln
arzneilich wirksame Bestandteile: Bifidobacterium longum, Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus casei, Lactobacillus rhamnosus
6 Milliarden Keime pro Kapsel
sonstige Bestandteile: Calcium, Vitamin C, Oligofructose (FOS), Maisstärke
(Hersteller: INTERCELL Pharma GmbH)

Omniflora® N
Originalpackung mit 20 Hartkapseln (N1)
Originalpackung mit 50 Hartkapseln (N2)
Originalpackung mit 100 Hartkapseln (N3)
arzneilich wirksame Bestandteile: Lactobacillus gasseri H18b (8 x 10^8 - 8 x 10^9 KBE/g), Bifidobacterium longum (8 x 10^8 - 8 x 10^9 KBE/g)
sonstige Bestandteile: Lactose, gefälltes Siliciumdioxid, Natriumdodecylsulfat, H-Vollmilch, Pepton, Natriumhydroxid, Ascorbinsäure, Natriumcarbonat, Calciumcarbonat, Lactose · 1 H20), Sucrose (Saccharose), Gelatine
(Hersteller: Novartis Consumer Health GmbH)

ProBio-Cult lactosefrei
Originalpackung mit 20 Kapseln à 360 mg
Originalpackung mit 100 Kapseln à 360 mg
arzneilich wirksame Bestandteile: Glutamin, Lactobacillus acidophilus (LA-5® Lactobacillus acidophilus) und Bifidobacterium lactis (BB-12® Bifidobacterium) (= 5,7 x 10^9 Keime pro Kapsel), Vitamin B1 (Thiaminmononitrat), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B12 (Cyanocobalamin), Folsäure, Biotin, Vitamin D3 (Cholecalciferol)
sonstige Bestandteile: Trägerstoffe Glucose, Cellulose und Maltodextrin, Trennmittel Magnesiumsalze von Speisefettsäuren, Verdickungsmittel Gummiarabicum, Lecithin, Kartoffelstärke, Maisstärke, Farbstoff Titandioxid
Ohne: Gluten, Hefe, Milchzucker, Konservierungsstoffe
(Hersteller: Syxyl GmbH & Co. KG)

Darmflora plus® Dr. Wolz
Originalpackung mit 70 g Pulver
arzneilich wirksame Bestandteile: lebende Lactobacillus acidophilus, Bifidobacterium longum, Bifidobacterium infantis, Lactobacillus casei (mind. 3,5 - 7 x 10^9/g)
sonstige Bestandteile: Inulin
(Hersteller: Dr. Wolz Zell GmbH)

Darmflora plus® select Dr. Wolz
Originalpackung mit 40 Hartkapseln
arzneilich wirksame Bestandteile: Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus casei, Bifidobacterium lactis, Bifidobacterium longum, Bifidobacterium breve, Streptococcus thermophilus (ca. 10 x 10^9 Keime pro Kapsel)
sonstige Bestandteile: ohne Angabe, Kapselhülle aus Pflanzenzellulose
(Hersteller: Dr. Wolz Zell GmbH)


Wie lange sollte man den Darmfloraaufbau machen?

Da gibt es keine genaue Zeitangabe. Normalerweis sollte man das über 1 Jahr machen und auch wiederholen. Anhand einer oder besser mehrerer Stuhlproben kann man die Fortschritte testen, z. B. wenn die Werte der sekretorischen Immunglobuline A in Ordnung sind. Eine dauernde Einnahme ist nicht schädlich, im Gegenteil. Da die Darmflora bei den heutigen Lebensgewohnheiten sich immer wieder zum Negativen hin verschiebt, ist eine öftere Wiederholung immer richtig.

Mit diesen Ausführungen soll darauf aufmerksam gemacht werden, daß eine nur kurze probiotische Behandlung die Darmflora niemals sanieren kann und daß es nötig ist, diese Behandlung über lange Zeiträume zu machen und selbst nach einer Heilung weiter zu behandeln, denn sonst sind Rückfälle vorprogrammiert.

Die Zufuhr gesunder Bakterien ist ganz natürlich, denn natürliche Nahrung enthält genug von ihnen. Nur hat der Mensch durch sein ständiges Eingreifen in die Natur das verändert, so daß man nicht mehr genug gute Bakterien mit der Nahrung aufnimmt. Viele Nahrungsmittel, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, sind z. T. vakuumverpackt und völlig steril gemacht worden.

Einen vernünftigen Darmfloraaufbau macht man zuerst mit toten Bakterien (Pro-SymbioFlor®). Das enthält etwas Laktose, aber nur ganz winzige Mengen, die kaum eine Rolle spielen, weil es nur mg-Mengen sind. Danach nimmt man lebende Enterokokken (SymbioFlor® 1); da sind auch winzige Mengen an Laktose drin. Dabei bauen aber die Enterokokken im Körper die enthaltene Laktose ab. Erst nach 3 Monaten nimmt man die Coli-Bakterien als SymbioFlor® 2 bzw. MUTAFLOR®, das aber in der Anwendung teurer ist.
Wenn jemand Laktoseintoleranz hat, können zusätzlich auch Laktobazillen (SymbioLact® Comp.) helfen, die man sogar mit Milch gleichzeitig nehmen kann. Dabei, also wenn man das in Milch nimmt, ist aber vorausgesetzt, daß die Laktoseintoleranz nicht stark ausgebildet ist. Ansonsten besser die Milch ganz weglassen, und wenn man das lange genug macht, kann die Laktoseintoleranz auch besser werden.
Bei Laktoseintoleranz produzieren die Bürstensaumzellen im Darm keine oder zu wenig Laktase. Dies kann auch durch eine abweichende Darmflora kommen. Eine gute Darmflora stellt den Darmschleimhäuten die für ihren Energiestoffwechsel nötigen niedrigen Kohlenstoffsäuren zur Verfügung. Weicht die Flora ab, so nimmt man an, daß dies auch Einfluß auf die o. g. Bürstensaumzellen des Dünndarms hat, die ihre Funktion schlechter erfüllen und weniger oder keine Lactase mehr herstellen. Die Laktobazillen im Darm oder die, die man einnimmt, stellen ja auch Laktase her. Daher ist es besser, solche Bakterien einzunehmen als die reine Laktase allein.


Einnahmeempfehlung für MUTAFLOR® mite

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, wird zur Einleitung der Dauertherapie mit MUTAFLOR® folgendes Dosierungsschema angewendet:
Während der ersten 4 Tage sollte täglich 1 Kapsel MUTAFLOR® mite, an den folgenden 2 Tagen täglich 2 Kapseln und an den folgenden Tagen 3 Kapseln MUTAFLOR® mite verabreicht werden.
Sobald 3 Kapseln MUTAFLOR® mite gut vertragen werden, sollte die Therapie mit den stärkeren MUTAFLOR®-Kapseln fortgesetzt werden.

Die gesamte Tagesdosis soll zu einer Mahlzeit, möglichst zum Frühstück, unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

(Die Einnahmeempfehlung wurde der Gebrauchsinformation der Firma ARDEYPHARM GmbH entnommen. Diese kann unter http://www.ardeypharm.de eingesehen werden.)


Einnahmeempfehlung für MUTAFLOR®

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis (Standarddosis) bei Erwachsenen und Jugendlichen:
Vom 1. - 4. Tag 1 Kapsel MUTAFLOR® pro Tag, danach 2 Kapseln MUTAFLOR® pro Tag.
Bei hartnäckiger Verstopfung kann die tägliche Einnahme von bis zu 4 Kapseln MUTAFLOR® sinnvoll sein.

Die Standarddosis soll zu einer Mahlzeit, möglichst zum Frühstück, unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.
Zur Vermeidung von anfänglich auftretenden Blähungen kann die Therapie mit den schwächeren MUTAFLOR-mite®-Kapseln begonnen werden.
Bei auftretenden Blähungen sowie bei einer Tagesdosis, die die Standarddosis übersteigt, kann die Tagesdosis auch gleichmäßig über den Tag verteilt zu den Mahlzeiten eingenommen werden.

Bei Colitis ulcerosa (Entzündung des Dickdarms) in der Remissionsphase sollte MUTAFLOR® kontinuierlich eingenommen werden.
Bei Obstipation kann MUTAFLOR® bis zu 6 Wochen angewendet werden. Bei einer schon jahrelang bestehenden Obstipation sollte MUTAFLOR® kurmäßig angewendet und die Therapie in gewissen Zeitabständen wiederholt werden.

(Die Einnahmeempfehlung wurde der Gebrauchsinformation der Firma ARDEYPHARM GmbH entnommen. Diese kann unter http://www.ardeypharm.de eingesehen werden.)


Mikrobiologische Therapie von SymbioPharm
(Standardphasenschema bei chronischen Infekten des Gastrointestinal- und Respirationstraktes sowie Mykosen und nichtinfektiösen Erkrankungen im Gastrointestinaltrakt)

Dosieranleitung für Erwachsene:

1. Pro-SymbioFlor® (1 Monat lang)
Beginnend mit 2 x 5 Tropfen/Tag wird die Dosis tropfenweise binnen 2 Wochen bis auf 2 x 20 Tropfen/Tag erhöht und diese Dosis etwa 4 Wochen angewendet.

2. SymbioFlor® 1 (mind. 4 Monate lang)
2 x 30 Tropfen/Tag (morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen)
Achtung: Bei chronischen Infektionen des Respirationstraktes zusätzlich nasal 2 x 2 Tropfen in jedes Nasenloch.

3. SymbioFlor® 2 (ab 3. Monat zusätzlich zu SymbioFlor® 1, mind. 2 Monate lang)
Beginnend mit 2 x 5 Tropfen/Tag wird die Dosis tropfenweise binnen 2 Wochen auf 2 x 20 Tropfen/Tag erhöht (morgens und abends zu den Mahlzeiten).

4. Ab 2. Monat 2 Monate lang Autovaccine (1. Serie) und ab 4. Monat 2 Monate lang Autovaccine (2. Serie), vor allem in schweren Fällen.

5. Gelegentlich empfiehlt sich zusätzlich noch die Gabe von Laktobazillen wie Bion 3 oder SymbioLact® o. ä.


Dosieranleitung für Kinder:

Kinder brauchen meist keine Vorbereitungsphase mit Pro-SymbioFlor®, da ihr Immunsystem im Vergleich zu Erwachsenen weniger beansprucht ist und schädigende Noxen aufgrund der kürzeren Lebensdauer in geringerem Umfang eingewirkt haben. Negativreaktionen in den Phasen 1 und 2 treten deshalb seltener auf.

1. SymbioFlor® 1 (mind. 4 Monate lang)
2 x 20 Tropfen/Tag
Zusätzlich nasal 2 x 2 Tropfen in jedes Nasenloch.

2. SymbioFlor® 2 (ab 3. Monat zusätzlich zu SymbioFlor® 1, mind. 2 Monate lang)
1 x 10 Tropfen/Tag.

3. Ab 2. Monat 2 Monate lang Autovaccine (1. Serie) und ab 4. Monat 2 Monate lang Autovaccine (2. Serie), vor allem in schweren Fällen. Je nach Schwere des Falles zusätzlich Autovaccinen.

4. Gelegentlich empfiehlt sich zusätzlich noch die Gabe von Laktobazillen wie Bion 3 oder SymbioLact® o. ä.


Autovaccinetherapie:

Während der Therapie der Phase 1 und 2 wird im allgemeinen eine Behandlung mit Autovaccinen (Eigenimpfstoffen) durchgeführt. Es handelt sich dabei um individuelle Impfstoffe aus körpereigenen Keimen des jeweiligen Patienten. Autovaccinen werden mit dem Ziel der Abwehrsteigerung zweimal wöchentlich in ansteigender Dosierung angewendet. Die Autovaccinetherapie ist für den Erfolg der Therapie chronischer Erkrankungen von entscheidender Bedeutung.

(Die Therapieschemata sind dem Patienteninformationsmaterial der Firma SymbioPharm GmbH entnommen. Dieses kann unter http://www.symbiopharm.de kostenlos angefordert werden.)


SymbioFlor® 2 und MUTAFLOR® sind vergleichbar, nur ist MUTAFLOR® viel teurer in der täglich nötigen Dosierung. Letztlich ist der Preis für viele auch nicht ganz unwichtig.
SymbioFlor® 2 entspricht praktisch dem MUTAFLOR®. Es sind jeweils nur etwas andere Colistämme. Somit kann man das eine oder andere nehmen. MUTAFLOR® hat aber nur die Colis, und die lassen sich im Falle einer anfänglichen Unverträglichkeit nicht niedriger dosieren, da es keine kleineren Kapseln als die 20 mg gibt. Da es auch von andern Leuten starke Unverträglichkeiten von gerade Colis geben kann, hat man bei SymbioPharm das Pro-SymbioFlor® entwickelt. Das sind erhitzte, also tote Bakterien, die leichter vertragen werden und die Eingewöhnung lebender Bakterien erleichtern.
Das SymbioFlor®-System ist sicherer für Empfindliche, und es ist auch konsequenter, weil man da die Enterokokken berücksichtigt, die auch wichtig sind als Symbionten u. a. auch als Gegenflora zur Coliflora und als Halsflora. Die fehlen ganz beim MUTAFLOR®-Hersteller.
Oft haben die Menschen im Dickdarm eine zu sehr dominierende Coliflora, da ist es auch sinnvoll (übrigens eigentlich immer), zwei verschiedene Bakterien zu nehmen, nämlich die Enterokokken und die Escherichia coli.
MUTAFLOR® enthält den wirksameren Coli-Bakterienstamm und wirkt bei Erwachsenen mit starker Dysbiose besser als SymbioFlor®. SymbioFlor® ist bei Kindern sowie bei Jugendlichen und Erwachsenen mit weniger schwerer Dysbiose einsetzbar.

In manchen Fällen und da, wo man nicht aufs Geld sehen muß, sind zusätzlich noch
Lactobacillen wie SymbioLact® Comp., Paidoflor®, Omniflora® N, BactoFlor®, BION 3 oder LGG sinnvoll.


Weitere informative Webseiten zu Probiotika und zum Darmfloraaufbau:

http://www.homeopathy.at/files/symbiose.htm
http://www.das-gesundheitsportal.com...mikrobiol.html
http://www.flair-flow.de/archiv/ffe335.htm
http://www.flair-flow.de/Onepagers/sme71.html
http://www.autovaccine.de


Tips und Tricks:

Folgenden Tip können wir nur unter Vorbehalt empfehlen. Inwieweit dabei die Wirksamkeit von Mutaflor gewährleistet ist, vermögen wir als Laien nicht einzuschätzen:
Zitat:
MUTAFLOR® ist so gekapselt, daß es sich erst im Darm öffnet. Daher wirkt es im Körper schwächer als wenn es sich sofort im Magen lösen würde oder flüssig eingenommen würde, wie man es bei den SymbioFloren kennt, und muß nun entsprechend höher dosiert werden. Das kann man ausnutzen, wenn man die Kapseln öffnet und (bei den 100-mg-Kapseln) 1 : 1000 verdünnt, z. B. mit Maisstärkepulver oder ähnlichem. Ohne genaue Waage geht das aber nicht. Der Inhalt einer Kapsel wiegt so um die 180 mg. Also reicht ein Zehntel davon, also 18 mg, zusammen mit 18 g Maisstärke (ist dann 1 : 1000 verdünnt) für rund 100 Kapseln, die man als leere Kapsel in der Apotheke billig kriegt und selber befüllen kann. Natürlich muß man die beiden Pulver vorher sehr gut mischen, mindestens einige Minuten lang. Ich habe das mal zur Kontrolle mit einem kleinen Zusatz von (grünem) Chlorophyll gemacht, und wenn die Farbe gleichmäßig verteilt war, wußte ich, daß die Mischung auch gleichmäßig ist.

Das Ganze muß dann nur im Kühlschrank wie das MUTAFLOR® vorher auch in einer verschlossen Plastikdose gelagert werden, und man kann täglich 1 oder 2 Kapseln davon während des Essens nehmen.

1 Kapsel MUTAFLOR® kostet übrigens um 1 Euro, allerdings muß man eben einmalig die ganze Packung kaufen, die 20 Kapseln enthält (21,17 Euro). Dann kann man so wie oben beschrieben vorgehen. Magensaftlösliche Gelatinekapseln kosten in der Apotheke ca. 3 Cent/Kapsel (1000-Stück-Packung kostet 30 Euro), und eine Packung Maisstärke (Amylum maidis, 100 g) kostet 3,94 Euro. Man sollte Amylum maidis verlangen, weil in den Apothekencomputern unter Maisstärke nur die 500-g- und 1-kg-Packungen verzeichnet sind.
_______________

Bei Angina und andern fieberhaften Infektionen, die nicht lebensgefährdend sind oder schwere Komplikationen haben können, behandelt man probiotisch:

SymbioFlor® 1 nehmen, alle 2 Stunden 20 Tropfen und damit gurgeln. Nach 1 Stunde Esberitox oder Echinacin-Tropfen, und das auch alle 2 Stunden wiederholen und das mehrere Tage, bis die Angina weg ist. Das alles hilft dem Immunsystem und hat keine Nebenwirkungen. Wird schon seit über 40 Jahren von Ärzten so gemacht, die davon Ahnung haben, und das geht auch bei andern leichten und mittleren Infektionen gut.

Es hat sich wohl noch nicht herumgesprochen, dass man die Enterokkoken von SymbioFlor® 1 auch bei fieberhaften Erkrankungen gerade im HNO-Bereich nehmen kann.
Biologische Mittel kann man bei Candida immer nehmen und erst recht Symbionten. Allerdings muss man bei Fieber das SymbioFlor® 2 (falls man das schon nimmt) absetzen, bis das Fieber weg ist. Ansonsten ist es gerade richtig, wenn man nach einer mit SymbioFlor® 1 überstanden Fiebererkrankung damit weitermacht und dann nach einiger Zeit mit SymbioFlor® 2, also der kompletten mikrobiologischen Therapie beginnt.

_______________

Der Beitrag wurde erstellt von Krasny.
Bei der Ausarbeitung wurde zu einem großen Teil auf die Forumbeiträge von Kurt zurückgegriffen und aus diesen zitiert.
Die Präparateangaben (Bestandteile, Packungsgrößen) stammen von den Internetseiten oder/und Beipackzetteln der jeweiligen Hersteller.
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