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#1
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Diagnose: Candida. Was nun?
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und würde gerne um Rat der erfahrenden Mitglieder bitten. Da im Forum sehr viele Erfahrungsberichte zu finden sind, werde ich mich bei der Beschreibung meines Falls möglichst kurz fassen - auch um niemanden zu langweilen. (Die Fragen kommen weiter unten) Die ersten starken Symptome traten im August 2011 auf (vorher hatte ich mal hier und da ne Kleinigkeit, die sich im Nachhinein sehr typisch auf Candida beziehen lässt. War aber nie so, dass es sehr gestört hätte), und waren wie folgt: -Kribbeln in Händen und Füßen -Nervösität -Schwindel -Müdigkeit, kurzzeitig Gefühl der "Traurigkeit" -Muskelschwäche, -zucken -teilweise heftige Bauchschmerzen (öfters) und Durchfall (seltener) -manchmal "flirrende" Sicht (kam erst später dazu) -einige diffuse Kleinigkeiten (-schon länger: unreine Haut, mal hier mal da nen kleinen Ausschlag) Habe das erst ingnoriert und dann angefangen mir ernsthafte Sorgen zu machen, weil sich die Symptome erstmal stark nach ner fiesen neurologischen Erkrankung anhören und auch nach ca. 2 Wochen nicht wieder weg waren. Meine Hausärztin machte ein Blutbild, EKG und Lungentest (kein Befund) und schickte mich zu folgenden Ärzten. -Orthopäde (kein Befund) -Neurologe (kein Befund) -Radiologe (kein Befund, kompletter Check der Schilddrüse) Das Resultat von 2 1/2 Monaten: kein Befund und bestehende oder sogar schlimmere Symptome. Ich beschloss mich selber auf die Suche zu machen und fand noch 2 Möglichkeiten, die bis jetzt nicht überprüft wurden und zwar CANDIDA oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. 2 Wochen lang führte ich zum Test eine ANTI-PILZ-DIÄT (inkl. 4,5 l Wasser/Tag) durch. Ergebnis: -Besserung schon nach wenigen Tagen -relativ schnelles Wiederkehren der Sympt. nach größeren Portionen Zucker (über die nächsten Tage) Daraufhin überredete ich meine HÄ zu einer Stuhlprobe (sie war eher skeptisch) auf Pilze und Keime. Das Ergebnis: -alles negativ bis auf -CANDIDA Krusei positiv (und das immer noch nach 2 Wochen Diät, also relativ eindeutig in Zusammenhang mit fehlenden sonstigen Befünden) Zwischenstand: nach 3 Monaten der allererste Befund, der die Symptome erklären kann. Nun zur THERAPIE beginnend heute: -zunächst Behandlung mit Mutaflor zum Aufbau der Darmflora (angesetzt auf 4 Wochen) -sollte keine Wirkung eintreten: Nystatin Ich habe gelesen, dass zusätzlich ein Mittel verwendet werden sollte, dass auch in die Blutbahn gelangt (zb. Flucanazol). Erachte ich in meinem Fall auch als nötig, da ja scheinbar das ZNS beeinträchtigt ist. Laut meiner HÄ kann das allerdings Leberschäden bewirken, daher würde Sie das selber nicht machen und mich für den Fall, dass Mutaflor nichts bringt zu einem Interisten überweisen. Sie würde mir nur Nystatin verschrieben, alles weitere sollte der Internist machen. Zum Abschluss: Nachdem ich 2 Monate fast ausgeschaltet war habe ich meine Situation mit der strengen Diät unter Kontrolle (gelegentlich treten noch Sympt. auf, aber sehr schwach) und kann auch wieder einigermaßen konzentriert an mein Studium gehen. Und es wird von Tag zu Tag (mit kleinen Rückschlägen) besser. Aber ehrlich gesagt, kann und will ich es mir nicht leisten nochmal in eine solche Situation zu kommen. Und ich würd auch gerne nochmal ein Bierchen trinken oder ein Stück Schokolade essen, daher will ich das unbedingt so schnell wie möglich aus der Welt schaffen. Nun meine Fragen an euch: 1. Wie findet Ihr die Vorgehensweise meiner Ärztin? 2. Für den Fall, dass Mutaflor nichts nützt, würde ich gerne zu einem Internisten gehen, der explizit dafür bekannt ist, Candida als richtige Krankheit anzuerkennen und auch konsequent zu behandeln. Kennt jemand so einen Arzt in KÖLN oder NRW (Würde auch etwas weiter dafür fahren)? 3. Meint Ihr, Nystatin alleine würde auch reichen? 4. Kann es sein, dass die Pilze vielleicht doch nur im Darm sind und die neurologischen und Muskelbeschwerden durch Abfallprodukte (Vergiftung) o.ä. ausgelöst werden? 5. Alles weitere, was euch einfällt Schon jetzt vielen Dank für eure Hilfe. Viele Grüße Hans W. PS. Auf Candida aufmerksam geworden bin ich durch diesen Erfahrungsbericht http://www.candida.de/pages/berichte/spinner.html . In der 2. Hälfte beschriebt der Kollege ziemlich genau, wie ich mich gefühlt habe. |
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#2
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Hallo, Hanswurst,
willkommen bei uns. Die Pilze lassen sich nicht aushungern. Von daher ist es kein Wunder, daß sie im Stuhl nachgewiesen wurden. C. krusei ist ein Problemkeim, die Behandlung wird langwierig sein und viel Geduld erfordern. Mutaflor dient der Sanierung der Darmflora. Gleichzeitig sollten aber auch die Pilze mit einem pilztötenden Mittel behandelt werden. Die alleinige Gabe von Mutaflor über 4 Wochen wird nicht viel bewirken können. Man nimmt Mutaflor ab dem 2. Tag der Nystatinbehandlung dazu ein. Außerdem sollten auch Milchsäurebakterien eingenommen werden. Zitat:
Die Probiotika sollten bereits ab dem 2. Tag und über den 34. Tag hinaus bis zu einem halben Jahr oder länger eingenommen werden, wenn es die gestörte Darmflora erfordert. Ein systemisches Mittel wird erst nach der lokalen Therapie verabreicht, falls es nötig sein sollte. Das ZS ist gereizt/entzündet durch die Pilzgifte. Daher kommen deine Muskel-/Nervenzuckungen. 1. Nystatin-Tabletten für den Darm + Nystatin-Gel für den Mundbereich. Zusätzlich ab dem 2. Tag Mutaflor + Milchsäurebakterien. Ob Nystatin gegen C. krusei ausreichend wirksam ist, kann ich nicht beurteilen. 2. Ich schicke dir Adressen per PN. 3. Nein, Antipilzmittel + Sanierung der Darmflora gehören zusammen. Weitere Maßnahmen kannst du hier nachlesen: http://www.candida-info.de/forum/spa...die-t8016.html 4. Unser Darm ist von mehr als 100.000 Nerven durchzogen. Deren Reizung durch die Pilzgifte ist logisch. Allerdings treten die Symptome nicht bei allen Betroffenen so stark in Erscheinung.
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Liebe Grüße, Krasny |
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#3
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Hallo Kransy,
vielen Dank für die Antwort. Ich habe am Dienstag noch einen Termin bei meiner HÄ, da werde ich Ihr vorschlagen sofort mit Nystatin zu beginnen. Mehr brauch ich doch eigentlich von einem Arzt im Moment nicht, da ich mich um die weiteren Maßnahmen, wie Schwermetallausleitung und Diät eh selber kümmern muss. Oder würdest Du vorschlagen, direkt zu einem anderen Arzt zu gehen? Mich würde noch interessieren, ob hier jemand ist, der mit Hilfe von Nystatin gegen C. krusei Erfolg hatte. Zur Schwermetallausleitung: Es gibt ja scheinbar viele Ansatzpunkte an denen viele Leute viel Geld verdienen. Chlorellaalgen sind dagegen für wenige Euro zu bekommen, die ich natürlich auch bereit bin zu investieren. Reicht also ein einfachens Chlorellaprodukt? Auch vor dem Hintergrund, dass ich einfach nicht so viele verschiedenen Sachen nehmen möchte und sich hinter großangelegten Programmen sicher auch ein Teil Abzocker verstecken. Mit der Basendiät beginne ich dann ab heute. Gruß Hans |
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#4
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Hallo, Hanswurst,
mit Schwermetallbelastungen kennen sich Allgemeinmediziner i. d. R. nicht oder nur wenig aus. Der beste Anlaufpunkt wäre da ein Umweltmediziner. Die kenne sich meist auch mit den Wirkungen von (Schimmel-)Pilzen aus. Zumindest sollte man da nicht ausgelacht werden, wenn man auf eine mögliche Pilzinfektion hinweist. Natürlich gibt es auch da Ausnahmen wie in jedem Beruf. Gib doch mal bitte in der Suchfunktion krusei ein. Chlorellas können nur die Schwermetalle binden, die sich im Verdauungstrakt befinden. Was bereits im Bindegewebe eingelagert wurde, muß erst mobilisiert werden. Chlorellas können das nicht oder nur wenig. Man nimmt deshalb Bärlauchtinktur dazu ein. Später dann, wenn das Bindegewebe weitgehend frei ist, wird noch Koriandertinktur genommen, um das Quecksilber aus dem Gehirn herauszuholen. Hast/hattest du Amalgamfüllungen in den Zähnen oder deine Mutter, als sie mit dir schwanger war? Du solltest von einem Umweltmediziner testen lassen, ob eine Schwermetallbelastung vorliegt. Falls nicht, muß auch keine Ausleitung gemacht werden.
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Liebe Grüße, Krasny |
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#5
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Hallo Krasny,
Danke für die Erklärung. Ich dachte bei der Schwermetallbelastung auch eher an die Gifte die unmittelbar von Candida freigesetzt werden. Dagegeben wäre Chlorella ja dann ein gutes Mittel, sodass es zusätzlich zum Anti-Pilz-Mittel eigenommen werden kann. Aber tatsächlich hat meine Mutter Amalgamfüllungen. Ich hätte noch eine Frage zu der Liste an Ärzten, die Du mir geschickt hast. Sind das alles Ärzte, die wirklich schon Leute hier aus dem Forum geholfen haben? Also wenn man anruft und sagt, man hat Candida in einer Stuhlprobe festgestellt, kennen die das Problem und wissen sofort, was zu tun ist? Im Moment fühle ich mich ein bisschen überfordert. Habe zwar die Diagnose, aber über die nächsten Schritte bin ich mir noch nicht im Klaren. Vielleicht kannst Du kurz einen Rat geben. Ich hatte folgendes vor: -unter Aufsicht meiner Hausärztin mit Nystatin versuchen -wenn das nicht klappt einen der von dir vorgeschlagenen Ärzte konsultieren -wenn hier kein Erfolg eintritt weitere Dinge wie chronische Schwermetallbelastung checken Ich denke, so kann man ausschließen sich irgendwo zu verrennen. Außerdem würde ich gerne so wenig Kontakt mit verschiedenen Ärzten haben, wie möglich. Würdest Du es auch so machen in meiner Situation oder wie wäre es besser? Langfristig denke ich wohl, dass die Ursache in meiner Ernährung liegt und ich diese umstellen muss. Habe zwar auch meistens Obst und Gemüse gegessen, hauptsächlich aber viel Fleisch, Wurst, Käse, Alkohol und Weißmehl konsumiert. Schon mal vielen Dank für Deine Mühe. Hans |
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#6
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Kleine Zusatzinfo zu den Schwermetallen oder Giften:
Ich bin stellenweise, vorallem wenn ich viel trinke und in Bewegung bin, komplett beschwerdefrei. Daher vermute ich auch, dass, wenn ich Vergiftungserscheinungen habe, die akut sind und direkt durch Candida verursacht werden. |
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#7
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Hallo, Hanswurst,
eine mit Amalgamquecksilber belastete Mutter gibt ca. 40 - 60 % des Quecksilbers an den Fötus weiter. Die Nabelschnur stellt hierbei keine Barriere dar. http://www.focus.de/gesundheit/ratge...id_268276.html http://www.amalgam-informationen.de/...esol-Lauer.PDF Zitat:
Nystatin nur, wenn feststeht, daß der bei dir gefundene Pilz darauf reagiert. Die Einnahme des Antimykotikums allein reicht aber nicht aus. Zusätzliche Maßnahmen sind Ernährungsumstellung, Entsäuerung, Entgiftung, ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, Stärkung des Immunsystems, Mitbehandlung/Unterstützung funktionsgestörter Organe.
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Liebe Grüße, Krasny |
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#8
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Ok, Danke.
Das heißt, dass im Zweifelsfall noch mehrere Schritte notwendig sind, bovor eine "richtige" Behandlung begonnen werden kann. Da ist meine HÄ dann vielleicht doch nicht die richtige Adresse für. Ich nehme an Du würdest vorschlagen, direkt einen anderen Arzt aufzusuchen und nicht darauf zu vertrauen, dass ich meine HÄ zu den richtigen Schritten bewegen kann?! |
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#9
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Hallo, Hanswurst,
ich kenne deine HA nicht und weiß deshalb nicht, wie zugänglich sie ist. Falls sie Pilze und Schwermetallbelastungen als Unsinn abtut wie viele andere Schulmediziner, solltest du dich nach einem anderen Arzt oder Heilpraktiker umsehen. Mit Schwermetallen kennen sich Umweltmediziner aus, teilweise auch mit Pilzen.
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Liebe Grüße, Krasny |
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#10
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Ich habe nun einen Termin bei einem Internisten und Naturheilkundler in Köln. Dieser kennt sich auch mit der Behandlung von Darmpilzen und Ausleitung aus. Der Termin ist am 3.1., also doch relativ zeitnah.
Bis hierhin erstmal vielen Dank für die Adressen und die Tips, Krasny. Ich werde dann berichten, wie die Behandlung aussieht und wie die Erfolge sind. |
| Der folgende User sagt Hanswurst Dankeschön für diesen sinnvollen Beitrag: | ||
Krasny (20.12.2011) | ||
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