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Alt 31.03.2007, 19:30
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Hefepilze - ungeliebte Mitbewohner

Supplementa-Newsletter April 2007


Hefepilze - ungeliebte Mitbewohner

Pilzinfektionen werden immer häufiger. Meist verursacht der Hefepilz Candida albicans, der bei rund 50 Prozent der Bevölkerung als ungefährlicher Mitbewohner im Darm existiert, die Infektion. Ein zu sorgloser Umgang mit hochwirksamen Antibiotika und der Verzicht auf einen nach der Antibiotika-Einnahme obligatorischen Darmaufbau mit darmmilieufreundlichen Bakterien können das Wuchern des Darmpilzes im immungeschwächten Körper hervorrufen. Bei Personen mit Immunschwäche, zum Beispiel bei Krebs- und AIDS-Patienten, kann der Hefepilz sogar lebensgefährlich werden. Fadenförmige Fortsätze, sogenannte Hyphen, erlauben dem Pilz dann, vom Darm in die Organe zu wandern und sie zu zerstören.


Infektionsquellen und optimale Bedingungen

Hefepilze kommen nicht frei in der Natur vor. Im Gegensatz zu Schimmelpilzen und Dermatophyten ist der Candida albicans auf einen lebenden Wirt angewiesen, der selbst gar nicht spürbar unter der Infektion leiden muss. Er wird meist von Mensch zu Mensch durch Schmierinfektionen, Küssen oder Geschlechtsverkehr übertragen. Aber auch Tiere wie Hunde, Katzen, Pferde, Hühner können den Pilz übertragen. Um immer wiederkehrende Infektionen zu vermeiden, sollte immer auch der Partner untersucht und behandelt werden, will man dem krankmachenden Sprosspilz Herr werden.

Optimale Bedingungen findet der Candida-Pilz an feuchten, warmen und dunklen Orten mit regelmäßiger Nahrungszufuhr – vornehmlich Kohlehydrate, Zucker, Calcium, Zink. Deshalb beginnt der Pilz seine Herrschaft meist im Dünndarm, wo er, praktisch an der Quelle – noch bevor der menschliche Organismus die Nährstoffe aus der Nahrung gewinnt - alle die für ihn lebensnotwendigen Stoffe abgreift.


Unklare Symptome

Durch den durch den Pilz hervorgerufenen Entzug von Nährstoffen kann es zu einer Unterversorgung an Calcium und Zink kommen, der den Körper langfristig schwächt. Unklare Symptome wie Blähungen, verändertes Stuhlverhalten, Schwächegefühl und Müdigkeit stellen sich ein. Breitet sich der Pilz weiter aus, kommen Kurzatmigkeit und Herzbeschwerden sowie erhöhte Leberwerte hinzu. Der Darm wird durch die Gase, die bei der Vergärung der Kohlehydrate durch den Pilz entstehen, so gefüllt, dass er das Zwerchfell nach oben drückt und wichtigen Raum für Lunge und Herz raubt.

Ebenfalls auffällig sind die Ernährungsgewohnheiten der von Pilzen geplagten. Durch das ständige Abgreifen von Zucker und Kohlehydraten durch den Candida-Pilz fühlen sich die meisten Betroffenen ständig unterzuckert – mit allen dazugehörenden Symptomen wie akute Schwäche, starker Müdigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsschwächen. Gelegentlich treten dann auch Sehstörungen (schwarz vor Augen, Flimmern), Muskelzittern und - als vom Körper geforderte Lösung - Heißhunger auf Süßes (Schokolade, Eis) bzw. leicht verwertbare Kohlehydrate wie Weißbrot oder Nudeln auf.

Ein Pilzbefall im Genitalbereich ist anschließend häufig. Wird dann noch – da sich die Symptome ähneln – die Pilzinfektion der Blase als Blasenentzündung diagnostiziert und mit Antibiotika behandelt, leistet man dem Pilz noch Vorschub. Gelenk- und Muskelschmerzen sind ein weiteres Zeichen für einen Befall mit Darmpilzen sowie ständige Erkältungen, verstopfte Nase und Mittelohrentzündungen.


Die richtige Diagnose

Sicherheit und Aufschluss über das Vorliegen einer akuten Hefepilzinfektion kann nur eine korrekt durchgeführte Stuhlanalyse bringen. Allerdings gibt es noch Unsicherheiten in der Interpretation der Ergebnisse. Viele Ärzte/Labore verwenden die Anzahl der gefundenen Pilze, um Rückschlüsse auf die Schwere der Infektion zu ziehen. Dies ist nicht immer richtig. Ein Mensch, der zwar eine relativ geringe Anzahl an Pilzen im Stuhl hat, aber dennoch unter mannigfaltigen Symptomen leidet, für die es keine Erklärung gibt, sollte auf jeden Fall eine Antipilzkur durchführen.

Da die Pilze immer in „Nestern“ im Stuhl zu finden sind und man so unter Umständen eine Probe entnimmt, die keine Pilzzellen enthält, erhöhen mehrere Stuhlanalysen kombiniert mit Blutuntersuchungen die Diagnosesicherheit.


Was kann man tun?

Liegt eine Infektion mit Candida albicans vor, sollte auf schnelllösliche Kohlehydrate aus Weißmehl und Zucker zugunsten von Vollkornprodukten, Ballaststoffen und Kohlehydraten aus frischem Obst und Gemüse verzichtet werden. Ein kompletter Verzicht auf Zucker wird nicht geraten, da bei zu wenig Nahrung der Pilz aktiver wird und versucht, sich durch die Darmwand zu bohren, um an den Blutgefäßen anzudocken und sich von dem im Blut gelösten Zucker zu ernähren.

Neben der Ernährungsumstellung sollte das Immunsystem durch die regelmäßige Ergänzung der Grundversorgung und ausreichend Bewegung und Ruhe gestärkt werden. Es sind Ergänzungen zu bevorzugen, die speziell die T-Lymphozyten aktivieren, wie es Thymus-Präparate oder das relativ neue amerikanische "NK-Cells" vermögen. Ergänzend sollten zumindest kurweise die Substanzen erhöht eingenommen werden, die der Candida albicans in hohem Maße raubt: Zink, Calcium und Chrom.


Aufbau der Darmflora und gezielte Pilzangriffe

Die Darmflora, die aus den verschiedensten Bakterienstämmen besteht, ist der natürliche Feind der Pilze. Es gibt hervorragende Präparate, die die wichtigsten Darmbakterien enthalten, um eine kräftige Darmflora zu erhalten und wieder herzustellen. Als herausragend ist in diesem Zusammenhang das Präparat Multidophilus des amerikanischen Herstellers Solaray zu nennen, in dem 12 verschiedene Bakterienstämme auf ihren Einsatz im Dünndarm warten. Die Kapsel ist magensaftresistent beschichtet.

Gezielte Angriffe gegen Candida albicans sind mit Caprylsäure zu tätigen. Unter normalen Umständen bilden die Darmbakterien genügend Caprylsäure, um ein Ausbreiten der Infektion zu verhindern. Sind allerdings die Gleichgewichte gestört, sollte man Caprylsäure über mehrere Wochen gleichzeitig mit einer Darmaufbaukur (Multidophilus) einnehmen.

Caprylsäure wird nicht – wie viele andere Darmpilzpräparate – aus Schimmelpilzen gewonnen. Schimmelpilze werden von einigen Betroffenen nicht mehr vertragen, da das Immunsystem bereits so geschädigt ist, dass es nicht mehr zwischen harmlos bzw. hilfreich und gefährlich unterscheiden kann. Ist es nicht klar, welche Candida-Art sich eingenistet hat, hilft die etwas „globalere“ Nährstoff-Mischung Yeast-Cleanse, einer ganzen Reihe von Hefepilzen den Garaus zu machen. Alternativ oder zusätzlich dazu (je nach Schwere) bietet es sich an, eine mindestens 8-wöchige Kur mit Olivenblattextrakt durchzuführen. Bei zusätzlichem Befall der Haut können gute Erfolge mit „ozonisiertem Olivenöl“ verzeichnet werden.


Tipp:

Das Monatskombiangebot "50-Tage-Darmkur Capryl + Multidophilus" ist die ideale Kombination, um eine gesunde Darmflora aufzubauen und gleichzeitig gezielt gegen Candida albicans vorzugehen.

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