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| Erfahrungsberichte Hier kannst du deine Erfahrungen mit Candida anderen Usern zur Verfügung stellen. Wie wurde es bei dir festgestellt? Wie wurde es behandelt? etc. Alles ganz ausführlich berichten oder einfach "Frust" von der Seele schreiben! :) |
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#1
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krankheit, aber guten mutes
hallo, jetzt habe ich hier zu euch gefunden und freue mich schon auf eine gute zusammenarbeit ;-) erstmal war ich gleich verwirrt, ob ich meinen ersten post hier bei "erfahrungsberichten", oder bei "uservorstellung" machen sollte, habe mich dann aber für dieses unterforum entschieden, ich versuche auch, hier weitesgehend über krankheitsrelevante themen zu reden. bei der uservorstellung schreibe ich dann ggf bald nochmal über meine hobbys, ob ich zum frühstück kaffee, oder tee trinken usw :-)
ich bin jetzt 27, meine beschwerden fingen vor 7 jahren an, also mit 20. Ich hatte seit ein paar monaten meine ausbildung abgeschlossen und ging dann auf eine schule für erwachsenenbildung, um mein abitur nachzumachen, nebenbei arbeitete ich noch ein bißchen. zu der zeit ging es mir sehr gut, aber irgentwann bekamm ich magen-darm probleme, um genauer zu sein durchfall und blähungen. da denkt man sich ja erst mal nichts bei, 1-2 wochen ins bett, dann wird das schon wieder gut. als es dann nicht besser wurde ging ich zu meinem hausarzt, er verschrieb mir erst einmal was für den magen, ich habe keine ahnung mehr was es war, es wirkte auf jeden fall nicht, bin dann also so alle 2 wochen mal wieder vorstellig gewesen und er verschrieb mit ein paar sachen, zb auch enzyme für den darm, die haben es zb noch schlimmer gemacht, abere sachen hatten einfach stumpf keinen effekt. nach 2 monaten etwa überwiess er mich an einen gastroenterologen. ich reduzierte bei der arbeit schon massiv stunden und die fehlstunden in der schule wurden auch immer mehr. ich hatte ein gespräch mit dem rektor und erzählte ihm von meinen momentanen problem und wir entschieden gemeinsam, dass ich mich erst einmal krankschreiben lasse und ein jahr später wieder in der 11ten klasse anfangen würde, es würde auch nicht als durchgefallen, also als wiederholung gelten und ich hätte genug zeit um wieder gesund zu werden. der gastroenterologe untersuchte dann ne menge: ultraschall, magen- und darmspiegelung, unverträglichkeitstest und allergietest auch, blut wurde natürlich auch abgenommen, von meinem hausarzt schon. ergebniss war: alles super, keine allergien, oder unverträglichkeiten, magen und darm und auch blutwerte sehen top aus, es sei nur ein reizdarmsyndrom. mein arzt überwiess mich darauf hin zu einer psychaterin und psychotherapeutin, wir hatten ca. 3 sitzungen und sie wusste nicht, was ich bei ihr wollte, ich sei doch psychisch gesund und habe körperliche beschwerden, wo sie nichts machen könnte. also sagten im prinzip alle ärzte, ich sei gesund und weiter wird nichts gemacht, wenn ich weiter jeden tag beschwerden haben sollte, sollte ich einfach jeden tag vorbeikommen und mir nen gelben schein abholen, aber sonst könnte keiner mehr was machen. ok, da fiel ich in ein loch, ich hatte alles so genossen, die schule, die arbeit, das ganze drumrum und jetzt könnte ich das nicht mehr adäquat machen, weil ich mein leben lang 20 mal pro tag zur toilette rennen muss und noch ein paar andere dinge. ich hatte nichts mehr an dem ich mich festhalten konnte, alles was ich gerne gemacht hatte ging kaum, oder garnicht mehr. in meiner not ging ich dann doch wieder zu der psychaterin, sie sagte, es sei so schlimm bestellt, dass ich auf jeden fall sofort in eine psychatrie müsste. die nächsten jahre versuche ich mal etwas kürzer zu fassen: ich war bestimmt 20 mal in einer psychatrie, habe verschiede ambulante psychotherapien gemacht und hatte plötzlich immer mehr krankheiten in meiner akte stehen. erst waren es psychosomatische magen-darm-beschwerden, dann depressionen, dann kam eine borderlinestörung dazu, später bipolare störung (manische depression) und eine schizophrenie. verschrieben wurde mit mirtazipan, sertralin, fluoxitin (antidepressiva), valproat (gegen die bipolare störung) und zyprexa (gegen die schizophrenie). ich wurde dadurch immer müder und konnte mich garnicht mehr konzentrieren, jede nacht schlief ich im schnitt 14 stunden, schule versuchte ich immer wieder, war 3 jahre auf der schule, aber hab es über die 11te klasse nicht hinausgeschaft. immerhin kam ich in der zeit mal auf die idee, eine allgemeinmedizinerin auszuprobieren, die einen bißchen anderen ansatz hatte. sie ließ eine detaillierte stuhlprobe machen, habe die ergebnisse jetzt nicht mehr glaube ich, aber es war so, dass gewisse gute bakterien viel zu wenig dawaren, während dieser candida zuviel dawar. sie schrieb mit ein antipilzmittel auf, denke es war nystisin und eine probiotika-kur von symbio, natürlich legte sie mir auch die anti-pilz-diät ans herz. ich machte das alles ca. 2 monate und hatte auch mit der zeit das gefühl, dass es helfen würde. dann kam aber eine mandelOP dazwischen, ich hatte ständig mandelentzündung, und sie sollten raus, da musste ich im krankenhaus dann essen, was es gab, vor allen dingen auch viel eis zur kühlung. die symbio-kur vergass ich auch, da ich drumrum ja noch soviel mit der psyche zu tun hatte. naja, ich muss jetzt auch mal zum abschluss kommen, das ließt hier eh keiner mehr :P also so etwa vor 3 monaten hatte ich die schnauze voll, ich wollte nochmal die anti-pilz-kur machen, aber vor allen dingen erst einmal die medis absetzen, besonders das zyprexa gegen die schizophrenie, was einen echt zum zombie macht, ich wollte nicht mehr den ganzen tag schlafen und mich auf nichts mehr konzentrieren können. ich setzte alles ab, von einem tag auf den anderen. Die Psyche veränderte sich zum positiven, ich konnte alles wieder viel klarer wahrnehmen, aber der körper spielte verrückt: durchfall wie in "besten" zeiten, mir war schwindelig auf den beinen, konnte kaum raus deswegen und es hat gejuckt am ganzen körper. der hausarzt hat mal wieder ein paar bluttests gemacht und nichts gefunden, der psychater hätte am liebsten, dass ich alle medis wieder nehmen würde, merkte allerdings auch an, dass er mich noch nie psychotisch (schizophrenie) erlebt hätte und das zyprexa eigentlich nur weiterverschrieben hat, weil ich das halt schon so lange bekommen hab. ich quälte mich so knapp 2 monate irgentwie durchs leben, dann entschied ich mit meinem psychater, dass wir es wieder mit einem antidepressivum versuchen könnten, jetzt citalopram, außerdem kaufte ich mir citirizin, dass ist ein antihistaminikum gegen den juckreiz. ich wartete noch aufs rezept fürs citalopram, nahm aber schon das citirizin und es wurde innerhalb kürzester zeit alles signifikant besser. der juckreiz hörte auf, mir war nicht mehr schwindelig, der durchfall wurde etwas besser und ich konnte auch wieder recht gut schlafen, psyche mittel, etwas angeschlagen natürlich wegen der schweren zeit. nahm dann also auch das citalopram als es kam, kann noch nicht die riesen wirkung feststellen, aber es ist erst die mindestdosis und wir werden noch erhöhen. das war alles so vor 3 wochen und ich entschied mich auch mal zu einer hautärztin wegen dem juckreiz zu gehen, ich hatte inzwischen pusteln und stellen auf der haut. bei den pusteln und dem juckreiz tippte sie auf eine allergie und macht jetzt kommenden dienstag einen test, ich darf deswegen gerade das citirizin nicht nehmen, weil es das ergebniss verfälschen würde, es ist schon schlimm jetzt, aber es muss wohl sein. außerdem hat sie größere stellen auf der haut als candidapilz identifiziert und mir dafür eine salbe aufgeschrieben, die ich jetzt immer draufschmiere. mein plan ist jetzt, dass ich jetzt bis dienstag zum test abwarte (durchhalte) um dadurch sicherheit bei möglichen allergien zu haben und anschließend möglichst schnell eine konsequente anti-pilz-kur starte. das ganze nicht nur 2 monate, sondern dieses mal hatte ich eher an so ein jahr gedacht und ich denke ich bekomm damit jetzt mal langsam alles in den griff ok meine lieben, es ist ja jetzt etwas zusammengekommen an text, vieleicht hat sich ja der ein oder andere da trotzdem durchgekämpft und mag sogar was dazu schreiben. Ich werde mich in zukunft auf jeden fall öfters mal zu wort melden. In den nächsten posts auch etwas knapper, versprochen ;-) |
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#2
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allergietest konnte jetzt doch nicht gemacht werden, hatte das cetirizin wieder genommen, es wurde zu schlimm am WE, erst mal vertagt, wenn ich es mal 4 tage nicht genommen habe, soll ich hingehen und wir holen den test nach.
so ich denke ich hab jetzt durch die infos die ich gesammelt habe, also von der ärztin, die mir ja schonmal nytatin und die 3 symbios verschrieben hatte und durch dieses tolle forum hier einen recht guten plan entwickelt, wie ich jetzt vorgehen werde. Kuckt doch mal drüber und gebt feedback, ob noch was wichtiges fehlt, oder ob alles ok ist. 1.monat: nystatin, chlorella, pro symbio 2.-einschl. 6. monat: symbio 1 4.-einschl. 9. monat: symbio 2, symbio lact comp., cijimea reizdarm während der ganzen zeit: combipräperat (vitamine, mineralstoffe, spurenelemente), zusätzlich zinkpräperat, fischölkapseln, brottrunk, brennesseltee, apfelessig. Geändert von Printus (02.11.2011 um 08:22 Uhr) |
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#3
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Hallo Printus,
hattest oder hast Du Amalgam in den Zähnen? |
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#4
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hehe, du hast doch in meinem anderen thread über die amalgamfüllungen selber geantwortet. :-)
nichtsdestotrotz ist es sicher gut, direkt mit der therapie gegen candida zu beginnen und nicht noch zu warten, bis dann irgentwann alle füllungen raus sind, oder? |
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#5
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Sorry, das Alter *hüstel*
![]() Ich würde eindeutig die Priorität auf die Entfernung und Entgiftung der Amalgamgeschichte legen. |
| Der folgende User sagt Pascal1980 Dankeschön für diesen sinnvollen Beitrag: | ||
candidine (05.11.2011) | ||
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#6
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Hallo Printus!
Das ist ja wirklich ne krasse Geschichte. Ich denke hier im Forum bist du auf jeden Fall richtig. Aus eigenen Erfahrungen weiß ich leider wie schnell man Antidepressiva u.ä. verschrieben bekommt. Das machen sogar Hausärzte, obwohl die das meiner Meinung nach gar nicht dürfen. Ich selbst hab ein Problem mit Darmbakterien sowie Candidas im Hals und Rachen und seitdem ich diese Sache habe geht es mir psychisch auch sehr schlecht. Mehrere Ärzte haben mir dewegen schon geraten eine Psychotherapie zu machen. Die Psychotherapeutin, die ich aufgesucht hab, hat mir dagegen einen Krankenhausaufenthalt empfohlen, da meine Beschwerden organischer Natur sind. Meine neue Hausärztin, die Alternativmedizinerin ist, meint, dass Ärzte meistens psychische Störungen vermuten, wenn ihnen die Ideen ausgehen. Also ich kann dir Folgendes empfehlen: eine Darmfloraanalyse (Pilze und körpereigene Bakterien) hast du ja schon machen lassen und da hattest du erhöhte Candidawerte...eventuell lohnt es sich nochmal so einen Test machen zu lassen um festzustellen um welche Pilze es sich handelt um die dann besser therapieren zu können. Außerdem ist eine Ernähungsumstellung sinnvoll. siehe Infoseite. Ich empfehle dir zusätzliche die Mineralienwerte im Blut überprüfen zu lassen. Da zu Cetirizin und andere Medis nimmst, kann das bei längerer Einnahme zu vielfältigen Stoffwechselstörungen führen. Ich selbst hab lange Zeit ein Antihistaminikum genommen und bekam davon einen Chlorid-, Magnesium- und Kaliummangel. Bei einer gestörten Darmflora lohnt es sich außerdem einige Vitamine, insbesondere Vitamin D überprüfen zu lassen. Es ist wichtig zu wissen welche Mängel man hat. Kombipräparate helfen nur zu Beginn. Falls du einen speziellen Mangel hast, wird es dich nicht weiterbringen. Ich selbst hab einen starken Vitamin D Mangel.
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Lieben Gruß, krono |
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#7
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ja vitamin D3 mangel ist sehr sehr sehr oft, weil die menschen einfach nicht mehr so viel draußen im sonnenlicht sind. ließt man ja jetzt gerade sehr oft in einschlägiger fachliteratur. selbst in der mens health war ein artikel darüber drin.
ich werde D3 jetzt zusätzlich sublimentieren, auf jeden fall über die wintermonate.
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| Der folgende User sagt Printus Dankeschön für diesen sinnvollen Beitrag: | ||
krono (26.12.2011) | ||
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