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#1
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Meine Geschichte bis heute
So, dann will ich auch mal was zusammenfassen.
Alles begann eigentlich mit meinem 43. Geburtstag, an dem ich mit Männe und Freunden bei einem Koreaner war und dann in der Nacht mit heftigen Koliken auf die Toilette musste. Das wiederholte sich dann in den kommenden Wochen ein paar Mal und ich landete im Krankenhaus. Nach Magen- und Darmspiegelung, Untersuchung der Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse, nach Parasiten und krankmachenden Bakterien, Test auf Laktose-, Glukose- und Fruktoseintoleranz, Abklärung von Zölialkie, Diabetes, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Whipple und so einigen anderen exotischen Erkrankungen (ich weiß nicht, wieviel Blut ich da gelassen habe...) wurde außer einer leichten Gastritis und einer oberflächlichen Entzündung des Dickdarms nichts weiter festgestellt. Ich wurde entlassen und sagte mir, tja, war wohl der Stress. Bin ja selbständig und Perfektionistin, übereifrig, leistungswillig und fühle mich für Gott und die Welt zuständig. Richtig ernst genommen habe ich es nicht, ich dachte, ach was, das kriege ich schon in den Griff. Jaja... Dann kam 2010. Ich hatte seit Jahren Probleme mit der Nasennebenhöhle und nach wiederholtem Aufsuchen von HNOs, Internisten und Neurologen wurde es 2009 so schlimm, dass ich einen Asthmaanfall bekam. Da hieß es dann, bitte Cortisonspray nehmen. Im Blut wurde nur minimal eine Allergie gegen Birken festgestellt. Diese Tests habe ich mehrfach wiederholt, aber immer das gleiche Ergebnis, bzw. mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass die beim Hautarzt durchgeführten Allergietests nicht unbedingt richtige Ergebnisse liefern müssen. Ich kam zu einem Lungenfacharzt, das war ein Glück, denn der schickte mich zum CT des Kopfes und auf der Aufnahme war zu sehen, dass die Ursache für die ständigen Entzündungen (mein CRP im Blutbild war schon nicht mehr schön) ein Wurzelrest in der rechten Kieferhöhle war. Ich mit meiner Zahnarztangst kam zum Kieferchirurgen, der sich glücklicherweise dazu bereit erklärte, das in Vollnarkose zu machen. Und das war eine gute Entscheidung, denn während der OP stellte sich heraus, dass der Wurzelrest die beiden letzten Backenzähne angegriffen hatte bzw. deren Wurzeln waren verfault (da waren keine Nerven mehr drin, sonst hätte ich wohl Zahnschmerzen bekommen). Die Nebenhöhle war voller Blut und Eiter, eine Zyste war drin, die Augenhöhle war glücklicherweise noch nicht betroffen. Soviel zu den Aussagen der HNOs, die meinten, da wäre ja nur eine kleine Verschattung und nur ABs verschrieben. Jetzt fehlen mir ein Backenzähne, aber die Nebenhöhle gibt Ruhe und der CRP Wert ist wieder normal. Allerdings habe ich bei kalter Luft immer noch Schmerzen, aber das sei normal, ich müsse mindestens 1 Jahr warten, bis das Narbengewebe und sich die Schleimhaut erholt hat. So weit, so gut. Wegen der starken Vereiterung bekam ich Clindamycin. Toll, ein AB, nee, nehme ich nicht, war meine erste Reaktion. Aber da ich kurz nach der OP nicht schnaufen durfte, der Eiter also irgendwie abfließen sollte, und natürlich aus lauter Angst nahm ich das AB dann doch. Schon am vierten Tag bekam ich heftige Koliken und nach 8 Tagen der Einnahme war ich am Ende. Ich setzte das AB am 10. Tag ab und hatte Durchfälle und Krämpfe ohne Ende. Ich nahm Omniflora, aß andere Sachen, aber es wurde nicht besser. Die Untersuchung der Stuhlprobe ergab Candida albicans und der Vertretungsarzt verschrieb mir Terbinafin in der doppelten Dosis!!! Wie jetzt, ein Medikament, dass Leberversagen als Nebenwirkung hat? Ich fühlte mich eh schon wie gerädert und fing an zu recherchieren. Dabei fand ich dieses Forum. Und nach einigen Tagen entschied ich mich zu folgender Therapie: Eine Pilzdiät nach Peter Mayr und Harald Stossier, stellte also meine Ernährung um. Ich nahm ein: Nystatin Suspension und Nystatin-Tabletten, Zink, Selen und Eunova Aktiv Complex, Regazym, Omniflora dann nach 3 Wochen. Außerdem nahm ich noch Basenbäder. Anfangs ging es mir schlecht, aber nachdem ich die Dosis, die ich vertrug, herausgefunden hatte, ging es besser. Dann aber bekam ich solche Krämpfe, dass mein Männe mich vor Schreck ins Krankenhaus bei uns einlieferte. Der dortige Notfallarzt hörte sich alles an und entschied, mich auf die Isolierstation zu legen, da Clindamycin im Verdacht steht, Clostridium difficile zu begünstigen. Das bestätigte sich nach 4 Tagen auf der Station nicht und ich konnte endlich in ein Zweibettzimmer. Ist ein gruseliges Gefühl, wenn man von Krankenschwestern und Pflegern umsorgt wird, die wie Astronauten aussehen! Es kamen die gleichen Untersuchungen wie schon vor 3 Jahren mit dem Ergebnis eines RDS (Reizdarmsyndroms). Und irgendwie hatte ich die Nase voll und habe mir dann zwei Monate Auszeit genommen und war an der Ostsee. Entschieden habe ich mich nun, weniger bis gar nicht zu arbeiten, im November zu einer Heilpraktikerin zu gehen und noch einmal eine Stuhlprobe einzureichen. Die zweite Stuhlprobe eine Woche nach Beendigung der Nystatin-Gabe war negativ. Das will aber nichts heißen, denn da könnte das Nystatin ja noch gewirkt haben. Im Moment teste ich Nahrungsmittel und deren Mengen aus, die ich vertrage oder eben nicht. Das ist im Moment der Stand der Dinge. Aber ein Gutes hat die Sache: ich begreife, was wirklich wichtig ist in meinem Leben und dass ich mir vieles zugemutet habe, was ich eigentlich gar nicht wollte. Ich sage Euch, tut so wenig wie möglich Dinge, die Euch nicht gefallen. Sagt auch mal NEIN und überlegt genau. Einfach mal Loslassen und nicht alles so wichtig nehmen. Aber es ist unheimlich schwer, nicht in seine alten Verhaltensmuster zu fallen. Ich danke Euch fürs Lesen, vielleicht hilft dem einen oder anderen ja meine Geschichte. Im nachhinein hätte ich mich nicht von den Ärzten so abspeisen lassen sollen. Also immer schön nachhaken.
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Liebe Grüße Twyla Der Weg ist das Ziel. |
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#2
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So, dann schreibe ich mal weiter, um einfach auch den Überblick zu behalten.
1. Heute habe ich eine Stuhlprobe und einen Wangenabstrich zum Labor geschickt, um einen Status der Darmflora über diverse Bakterien und Pilze zu erhalten. Befund und Therapievorschläge werden dann an meinen Hausarzt geschickt. Bin gespannt, was der gute Mann dazu zu sagen hat, da er ja mein Ansinnen abschlägig beschieden hat. 2. Ernährung Ich halte keine absolut strenge Diät ein, weil ich mittlerweile merke, dass auch "gute" Nahrungsmittel wie z.B. Buchweizen meinen Reizdarm beeinträchtigen. Ich muss also darauf achten, ein einigermaßen gutes Gleichgewicht hinzubekommen, dass nicht so viele Kohlehydrate, aber auch nicht so viele Ballaststoffe in den Nahrungsmitteln enthalten sind. Mittlerweile habe ich keinen Appetit mehr auf Süßigkeiten bzw. Schokolade. Das einzige, was ich sündige, sind Butterkekse und natürlich meine Nahrungsergänzung Fresubin, da ich zu dünn bin und nicht weiter abnehmen möchte. Ich nehme fast gar keine industriell hergestellten Nahrungsmittel mehr. Zum Beispiel fliegen Fertigknödel, Fertigsuppen aus der Dose und so vieles andere mehr aus meiner Küche. Auch keine süßen Joghurts mehr. Seufzer! Ergebnis: Je weniger Zucker ich esse, desto weniger bläht sich mein Bauch. Einziger Wermutstropfen ist, dass es beim Einkaufen absolut zeitaufwendig ist, alles frisch zusammenzubekommen. Und ich nehme mir Zeit für das Essen. Ganz wichtiger Aspekt. Genug Zeit haben zu kochen und zu essen. Möchte an dieser Stelle nicht behaupten, dass mir die Umstellung meiner Gewohnheiten leicht fällt. 3. Weniger Stress Was nicht jeder kann, ich aber glücklicherweise in der Lage dazu bin: ich habe den ersten Monat mit viel weniger Arbeit verbracht. Aber bis meine innere Angespanntheit vergeht, werden wohl auch viele Monde ins Land ziehen.
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Krasny (04.11.2010) | ||
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#3
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Und weiter geht es...
Heute war ich bei der Heilpraktikerin, die mich nach einer Anamnese kinesiologisch getestet hat. Ganz ehrlich, ich glaub an diese Methode überhaupt nicht und bin nun ziemlich verunsichert. Ihr Ergebnis ist, dass ich eine Colon Therapie mit den Produkten von Life Plus machen soll (Colon Formula, MSM Plus, Paracleanse). Dann soll ich noch Globuli (Sulfur), Zink und Chromium einnehmen. Also entgiften und Grund in den Darm bringen wie sie sagte. Hm, bin mir jetzt nicht sicher. Außerdem hat mich stutzig gemacht, dass ich die Medikamente nur von der ihr ausgesuchten Firma bestellen soll. Jetzt warte ich erst einmal die Analyse hinsichtlich der Darmflora vom Labor Hauss ab und deren Therapievorschläge.
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#4
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Und hier bin ich wieder im neuen Jahr...
Die letzte UNtersuchung im letzten Jahr bei dem Labor Hauss ergab: Bifidobakterium spec. stark erniedrigt Candida albicans leicht vermehrt Candida pes. normal Geotrichum candidum normal Danach habe ich dann wieder drei Wochen Nystatin genommen (2 mal 1 Tablette, 2 mal Suspension) und drei Tabletten Pro Bio Kult. Die Ernährung habe ich weitgehend beibehalten und auf Zucker verzichtet. Jetzt habe ich wieder eine Untersuchung 6 Wochen nach Einnahme des Nystatins machen lassen: KEINE CANDIDA MEHR DA!!! Mein Stuhl pH Wert liegt bei 6,0 (normal: 6,2 bis 6, Zwischendurch habe ich aber - zu meiner Schande - immer mal ein Stück dunkle Schokolade (70%) gefuttert. Meine Heilpraktikerin hat aber nun herausgefunden, dass ich zu wenig Gallensäure habe und will nun meine Leberwerte prüfen. Ende dieser Woche gehe ich dann zum Blutzapfen. Ich habe ein wenig Angst, da ich unter Juckreiz leide und ich denke, dass das Bilirubin zu hoch sein könnte und irgendwo der Gallensaft gestaut wird. Näheres weiß ich dann nächste Woche. Kaum sind die Pilze weg und nun das. Dabei habe ich doch Mariendistel etc. genommen.
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Krasny (02.02.2011) | ||
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#5
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Vielleicht kann ich dazu was sagen?
Das werden die Administratoren entscheiden!
Mir fiel nämlich beim Lesen von Twylas Geschichte etwas ein bzw. auf: bis vor etwa einem Vierteljahr hatte ich auch dauernd noch Juckstellen auf der Haut. Die sind nahezu, wenn nicht ganz und gar, verschwunden, seit ich morgens a) noch vor dem Zähneputzen einen Schluck Sonneblumenkernöl im Mund hin und her ziehe, beim Bettenmachen und Frühstückmachen und so, etwa eine Viertelstunde, dann ausspucke und den Mund mit warmem Wasser ausspüle. Was sehr reinigend und entgiftend wirken soll. und b) Fast nur noch Joghurt mit etwas Stevia und einem Esslöffel Leinöl sowie einigen Nüssen frühstücke. Ich hab mal gehört, das stärkt enorm die Abwehrkräfte, soll sogar eine Art Krebs-Therapie sein. Ob es am einen oder am anderen liegt oder an beidem zusammen: ich hab sehr viel weniger Gelenkschmerzen; ich hab seit ca. zwei Jahren nicht mehr die kleineste Erkältung gehabt. Und, wie gesagt, das Hautjucken ist weg. Das war mir gar nicht besonders aufgefallen, weil ich nur immer auf meine Pilz-Symptome starre. Außerdem, was man NICHT hat, merkt man nicht. Jetzt freu ich mich erst mal drüber. Ich denke, ich kann es weiter empfehlen. Interessant ist, dass ich diese Öl-Therapien angefangen hab, um den Pilz zur Raison zu bringen. Und nun zeigt sich, wenn es schon den Pilz nicht kirre macht, ist es doch wohl sonst sehr gesund. Alles Liebe! Erbse |
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#6
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Fischsprichwort
"Give a man a fish and you feed him for a day. Teach a man to fish and you feed him for a lifetime."
http://www.ias.ac.in/currsci/may25/articles25.htm Koennte man sagen dass, vielleicht, Bilirubin=Fisch; und dann waere Kurkuma="Teach a man to fish"? |
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#7
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Hallo, alle zusammen!
Hier bin ich wieder. Leider ist in der Zwischenzeit viel Unangenehmes passiert und ich komme erst jetzt wieder dazu, hier weiter zu berichten. Mein Schwiegervater hat ein Rezidiv seines Lymphoms im März gehabt und ist Ende Juli dann auch verstorben. @erbse Das ist ein guter Tipp. Hatte mir auch schon Leinöl geholt, stand aber die ganze Zeit nur rum, weil - wie eben gesagt - wir meinen SV bis zum Schluss begleitet haben. Also: Ich habe heute die Ergebnisse meiner Stuhlprobe bekommen, denn ich wollte sicher gehen und habe nun dreimal das gleiche Ergebnis von unterschiedlichen Laboren erhalten, dass kein Candida Albicans mehr da ist, worüber ich mich sehr sehr freue. Ich habe keinen Heißhunger auf Süßes mehr, ich esse es im Übrigen auch nicht mehr. Allerdings bleibt es dabei, dass ich nach wie vor zu wenige Bifidos und zuviele E Colis habe. War das Probio Cult doch nicht so gut? Ich denke aber, dass ich wegen der großen Belastung mein Immunsystem wieder abgeschossen habe. So ist das mit mir... Ich habe ENDLICH einen guten HP und Ostheopaten gefunden, der mir auch wegen meiner chronischen Schmerzen helfen soll. Er fährt zwar nun in Urlaub, aber im Oktober bekomme ich Infusionen mit rechtsdrehender Milchsäure und andere homöopathische Mittel, da es ja nun sicher ist, dass ich unter Burnout leide. Dieses Mal überlasse ich den Darmfloraaufbau einem "Fachmann" und hoffe, dass das klappt. Ansonsten wird er sich um meine miesen Rückenschmerzen kümmern, die ja während der Pflege meines SVs enorm zugenommen haben. Und dann habe ich mit Yoga begonnen. Alles Liebe für Euch (hoffe, Ihr nehmt es mir nicht übel, dass ich so wenig schreibe...)
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Liebe Grüße Twyla Der Weg ist das Ziel. |
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#8
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Ach ja,was mir noch einfällt.
Hyaluronsäure wirkt ebenfalls auf Pilze im Mund ein. Es entfernt zwar nicht die Pilze, kann aber, wenn man mal Probleme mit anderen Medikamenten hat, das weitere Wachstum der Pilze hemmen. Ich habe das bei mir getestet und mir aus der Apotheke eine Mundspülung geholt, die eigentlich bei Aphten eingesetzt wird. Der Pilz ist nicht weitergewachsen.
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Krasny (23.09.2011) | ||
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