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Seite neu laden Meine Geschichte und wie ich den Pilz los wurde

Erfahrungsberichte Hier kannst du deine Erfahrungen mit Candida anderen Usern zur Verfügung stellen. Wie wurde es bei dir festgestellt? Wie wurde es behandelt? etc. Alles ganz ausführlich berichten oder einfach "Frust" von der Seele schreiben! :)



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  #1  
Alt 18.01.2012, 15:18
Santiana Santiana ist offline
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Santiana wird schon bald berühmt werden
Meine Geschichte und wie ich den Pilz los wurde

Weil diese Forum mir wirklich geholfen hat, habe ich beschlossen meine "Leidensgeschichte" nun auch einmal aufzuschreiben vielleicht nützt es ja jemanden etwas. Alsooo angefangen hat alles mit einer Nasen OP im Dezember 2010 bei der ich einige Antibiotika nehmen musste. Irgendwann im Feb./März 2011 habe ich dann einen Scheidenpilz bekommen, diesen dann mit Kadefungin bekämpft aber irgendwie kam er immer wieder und ich hatte stark das Gefühl dass er immer wieder "neu" kam wenn ich auf Toilette ging. Ich informierte mich daraufhin im Internet und las einiges über den Darmpilz. Ich schaut mir daraufhin meine Zunge an :Belegt! Und Magenprobleme hatte ich auch seit einiger Zeit, ich war mir also relativ sicher einen Darmpilz zu haben. Ich versuchte ihn (ohne Diät/ nur mit Nystatin) selber zu bekämpfen, nachdem ich eine Packung genommen hatte (2-3 Wochen) war er immer noch da . Also ging ich zu meiner Hausärztin die mir direkt sagte dass sie nicht an die "Krankheit Darmpilz" glaubt da jeder Mensch diese Bakterien im Darm hat usw usw . Trotzdem überwies sie mich an einen Gastroenterologen (Darmspezialist). Dieser schoss dann aber komplett den Vogel ab und meinte ich hätte auf keinen Fall einen Darmpilz, das hätten nur Schwerkranke zb Leute nach einer Chemotherapie aber ich sicherlich nicht. Ich fragte ihn nach meinen Symptomen ( Durchfall, Darmschmerzen, belegte Zunge, Scheidenpilz und jucken nach der Darmentleerung) und er meinte dass das alles nicht zusammen hängen würde und irgendwas anderes wäre. Er empfahl mir erst einmal 2 Wochen alle Medikamente (ich nahm weiterhin auf eigene Faust Nystatin und ein Mittel um die Darmflora aufzubauen außerdem machte ich auch schon selbstständige eine Anti-Pilz Diät- diese ganzen Tipps hatte ich aus dem Internet) ab zusetzten und dann mal abzuwarten

Zuhause überlegt ich dies wirklich zu tun aber mein Gefühl sagte mir dass es damit sicherlich nicht besser werden würde. Ich ging zu einem anderen Arzt ( Internist) der zugab nichts von dem Thema zu verstehen mir aber ein stärkeres Mittel verschrieb dass nicht gegen die Pilze im Darm (wie Nystatin)sondern im ganzen Körper kämpft (Fluconazol), ich nahm es einige Zeit aber die Schmerzen im Darm wurden wieder schlimmer (was ich nicht wußte:im Darm da wo der Pilz sitzt wirkte dieses Medikament wohl nicht nur im restlichen Körper und Nystatin hatte ich ja abgesetzt)

Inzwischen wußte ich nicht mehr weiter- meine letzte Hoffnung: ein Heilpraktiker!
Zum ersten Mal fühlte ich mich verstanden als ich dort war auch wenn ich alles selber zahlen mußte. Wir machten eine Stuhluntersuchung und es zeigte sich dass ich Recht hatte mit der Vermutung: Darmpilz. Er schrieb mir einige Mittel auf natürlich das obligatorische Nystatin, aber auch Mittel wie Myrrhinil, gutartige Darmbakterien und noch einiges mehr (was genau weiß ich leider nicht mehr aber es war auch noch etwas dabei was den Säure-Haushalt stabilisiert und den Pilz ausleitet usw). Insgesamt zahlte ich nur für die Medikamente die er mir aufgeschrieben hatte über 100 Euro und es waren 8 oder 9 verschiedene Präparate. Die Stuhlutersuchtung wurde übrigens bei mir auch gemacht um zu gucken ob irgendein anderer Stoff meinem Körper möglicherweise fehlt aber es war alles in Ordnung ansonsten.
Die Anti-Pilz Diät machte ich weiterhin allerdings nicht ganz so streng wie manche Andere hier zb habe ich ab und zu auch mal Chips gegessen oder etwas Ketchup zum Fleisch. Das durfte ich laut meine Arzt auch, er meinte es wäre nur halt wichtig kein Weßmehl zu essen und halt den Zucker soweit wie möglich zu reduzieren d.h. ein bißchen Ketchup ist ok, eine Tafel Schokolade logischerweise nicht.

So lebte ich einige Woche weiter (wie lange genau es war weiß ich nicht, schätzungsweise 4-6 Wochen) dann hatte ich meinen nächsten Termin beim Arzt/Heilpraktiker. Diesmal verschrieb er mir noch einige andere Präparate und erinnerte mich daran besonders die Präparate mit den gutartigen Darmbakterien weiter und oft zu nehmen , mir ging es inzwischen auch besser nur dieses nervige Jucken am After nach dem Toilettengang (und die Stunden darauf) ging halt nicht weg und das machte mich teilweise ganz verrückt. Ich benutzte zwar Nystatin Salbe aber auch diese brauchte nur wenig Linderung und es schmerzte teilweise schon sehr. Inzwischen war es bereits Juli und ich fuhr auf Hochzeitsreise, im Urlaub versuchte ich mich etwas zurück zu halten mit dem Nachtisch aber es klappte nicht immer. Ich merkte zwar dass es mir insgesamt besser ging (und abgenommen hatte ich auch ) aber wenn ich Süßes gegessen hatte bekam ich wieder Bauchschmerzen (leichter als vorher jedoch).
Zuhause rief ich den Heilpraktiker an, der mir sagte alle Präparate weiter zu nehmen und Nystatin zu verdoppeln um auch den letzten Rest Pilz aus dem Körper zu bekommen. Ich fing zuhause also wieder die Diät an und nahm die doppelte Dosis Nystatin (und die anderen Sachen aber auch noch) . Einige Wochen später war ich wieder "gesund" das heißt auch ohne Nystatin usw hatte ich keine Bauchschmerzen mehr (ganz selten minimale Darmschmerzen- die hab ich sogar heute noch aber wirklich minimal) kein Durchfall und auch keine belegte Zunge. Nur was weiterhin nicht weg ging war das schlimme Jucken nach dem Stuhlgang, das sollte auch noch Monate so weiter gehen. Ich informierte mich hier im Forum und auch auf anderen Internetseiten, die meisten anderen Leute vermuteten alle dass der Pilz nicht ganz weg wäre aber ich war mir sicher dass er weg ist , ich hatte ja ansonsten keinerlei Probleme mehr.

Also lebte ich eine Zeit damit und es vergingen Monate . Es juckte nicht nur kurz nach dem Stuhlgang sondern manchmal tagelang und manchmal konnte ich auch nachts deswegen kaum schlafen.
Im Nov./Dezember entschloss ich mich dann zu einem Arzt zu gehen ( nicht zu meinem Heilpraktiker da dieser schon arg teuer gewesen war) sondern zu einer allgemeinen Ärztin die nebenbei sich auch etwas für Heilpraktik interessierte. Sie schaute sich meinen Darmausgang an und sagte dass alles normal aussehen würde und sie auch nicht wüßte woran es liegen könnte. Ich solle allerdings mal PENATEN Creme versuchen. Das machte ich eine Zeit lang aber wie auch zuvor die Nystatin Salbe half es nur minimal. Mein Heilpraktiker (den ich anrief) wußte so schnell auch keinen Rat also ließ ich wieder einige Wochen ins Land gehen bevor ich dann irgendwann im Internet googelte und eine Seite fand auf der mein Problem beschrieben war (zum ersten Mal überhaupt) .

Der Arzt schrieb dass es nach einem Darmpilz oft so ist dass die Haut da unten stark angegriffen ist und man so etwas wie eine Allergie entwickelt hat. Der Pilz ist zwar weg aber es juckt und sticht weiterhin chronisch. Man müsste die Haut mit speziellen fettenden Cremes wieder aufbauen , dann würde es irgendwann besser werden. Und zwar (natürlich )nicht mit Penaten sondern mit speziellen Intim-Cremes . Seitdem ich dies nun mache geht es mir viel besser- ich wünschte ich hätte das Problem schon früher etwas hartnäckiger gegoogelt.
Jetzt ist fast ein Jahr vergangen (seit dem "auftauchen" des Pilzes) und ich bekämpfe immer noch die letzten Nachfolgen des blöden Darmpilzes (creme) das es eine so langwierige Sache geworden ist hätte ich am Anfang niemals gedacht. Ich werde niemals mehr Antibiotika nehmen ohne dabei den Darm zu unterstützen - und ich wünsche euch allen dass es bei Euch auch ein baldiges Ende findet
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Die folgenden 6 User sagen Dankeschön an Santiana für diesen sinnvollen Beitrag:
-Koenig- (18.01.2012), carisma (19.01.2012), Krasny (18.01.2012), lucky (19.01.2012), Maliniala (18.03.2012), Sugarcake (06.03.2012)
  #2  
Alt 18.01.2012, 20:40
-Koenig- -Koenig- ist offline
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-Koenig- genießt hohes Ansehen-Koenig- genießt hohes Ansehen-Koenig- genießt hohes Ansehen-Koenig- genießt hohes Ansehen-Koenig- genießt hohes Ansehen-Koenig- genießt hohes Ansehen-Koenig- genießt hohes Ansehen-Koenig- genießt hohes Ansehen-Koenig- genießt hohes Ansehen-Koenig- genießt hohes Ansehen-Koenig- genießt hohes Ansehen
hallo santiana...das mit dem afterjucken war bei mir auch ganz heftig..habe nach dem stuhlgang kurze zeit später heftiges jucken gehabt..und sogar hämoriden durch den pilz bekommen..das heisst das ich auch oft blut am toilettenpapier hatte...aber das gehört alles der vergangenheit an...ich bin im 2 ten jahr meiner antipilztherapie und werde sie konsequent weiter durch ziehen..auch wenn es nicht immer leicht ist...ich bin wie viele andere auch dankbar auf dieses forum gestossen zu sein..habe mir hier sehr viel nützliches wissen angeeignet... vlg
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  #3  
Alt 05.02.2012, 18:46
1chrissie 1chrissie ist offline
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Hallo,

ein interessanter Bericht. Meine Tochter leidet auch unter Vaginalpilz und sämtliche Ärzte sind mit ihrem Latein am Ende. Nun werde ich mit ihr auch zum Heilpraktiker gehen, bin mal gespannt was bei den Untersuchungen so rauskommt. Wie heisst denn die Intimceme die Du benutzt?
L.G.
Chrissie
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  #4  
Alt 12.02.2012, 08:20
tomre tomre ist offline
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tomre befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hallo Santiana,
vielen Dank für Deinen tollen Bericht, den ich genau studiert habe. Ich selbst bekomme von gechlortem Toilettenpapier und von Pfeffer ein ähnliches Jucken. Vielleicht hat das ja gar nichts mehr mit dem Pilz sondern mit dem Abputzen zu tun? Versuche mal chlorfreies Toilettenpapier Nur so eine Idee...
lg Thomas
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