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| Erfahrungsberichte Hier kannst du deine Erfahrungen mit Candida anderen Usern zur Verfügung stellen. Wie wurde es bei dir festgestellt? Wie wurde es behandelt? etc. Alles ganz ausführlich berichten oder einfach "Frust" von der Seele schreiben! :) |
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#1
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Meine Jahre mit Candida
Hallo zusammen,
ich möchte auch mal meinen Erfahrungsbericht posten. Habe gerade in einer stillen Stunde rückgeblickt, was ja zum Jahresende so recht üblich ist Ich fange bei dem Bericht von vorne an. Hoffe, das stört keinen, auch wenn es ein wenig länger wurde, als ich gedacht habe. Symptome von Candida hatte ich bereits früh, sie schlichen sich aber ein, so dass ich den Beginn gar nicht mehr ausmachen kann. Ich schätze aber, es ist etwa 11 Jahre her, da ich ab diesem Zeitpunkt die schlimmsten Symptome hatte, die typischerweise mit Candida in Verbindung gebracht werden. Ab diesem Zeitpunkt kamen noch heftigere Blähungen und Bauchweh, und häufige Blinddarmreizungen hinzu, die dann später auch im OP endeten. Zudem wurde ich auch zunehmend unkonzentrierter, häufig war mir schwindelig, und ich fühlte mich fast ständig wie benebelt. Müdigkeit und Schwächeanfälle durch Unterzuckerung wurden häufiger. Mochte ich als Kind untypischerweise noch kaum Süßigkeiten, nahm meine Vorliebe für Zuckerhaltiges Jahr für Jahr zu, während ich selbst aber nicht zunahm. Der Pilz fraß ja mit. Auch zeitweise Durchfälle nahmen beständig zu. Gegen den ständig wiederkehrenden Vaginalpilz habe ich mir immer lokale Antipilzmittel verschreiben lassen, deren Wirkung immer nur von kurzer Dauer war. Er wurde irgendwann chronisch und ich wurde ihn beim besten Willen selbst mit verschiedenen Medikamenten und Lactobazillen-"Impfungen" nicht mehr los. Jahrelang rannte ich damit verzweifelt zu verschiedenen Ärzten. Ich resignierte irgendwann, da scheinbar kein Arzt mir helfen konnte. An die Ursache, Pilze im Darm, hatte jedoch nie ein Arzt gedacht. Öfter juckten mir auch die Augen und die Ohren, bzw. der Rachen. Meine Sehschärfe schwankte ständig und meine Nase war ständig verstopft, dauernd hatte ich Erkältungen, niesen konnte ich das ganze Jahr über, ohne dass eine Allergie vorhanden war. Meine Kondition ließ nach. Ich hatte ständig eingerissene Mundwinkel. Ich suchte verschiedene Ärzte auf - jedoch ohne Erfolg. Ich bekämpfte meine nun auch häufig wiederkehrenden Blasenbeschwerden mit Hausmittelchen, die ich mir bei Familie und Freunden einholte. Und ich ignorierte weiter, dass etwas Grundlegendes nicht stimmte. Auch weil ich mich von keinem Arzt so richtig ernst genommen fühlte. Schließlich bekam ich es auch mit wiederkehrenden Niereninfekten zu tun. Ich bekam wieder ständig Antibiotika. Auch meine Blähungen und Durchfälle waren zu diesem Zeitpunkt an ihrem Gipfel angelangt. Ich fühlte, dass alles irgendwie zusammenhing, hatte aber keinen Einfluss darauf. Ich war verzweifelt, körperlich und auch psychisch ausgebrannt, lebte mittlerweile in Angst vor meinem eigenen Körper. So bin ich hier Anfang 2006 notgelandet. Ich fand zufällig dieses Forum, bzw. die Vorgängerversion beim googlen. Zum ersten Mal las ich davon, dass es auch Pilze im Darm gibt, die sich bei starker Vermehrung als krankheitsmachend herausstellen können. Und, dass sie auch oft der Grund für nicht enden wollende Mykosen anderer Körperstellen sein können. Ich glaubte zum ersten Mal seit Jahren Licht am Horizont zu sehen! Ich begann sofort meine Ernährung umzustellen und einen Arzt zu suchen. Ich hatte im Forum zwar eine Arztsuche eingegeben, diese Ärzte waren jedoch so weit von meinem damaligen Wohnort entfernt, dass ich es erstmal bei lokalen Ärzten versuchte. Ich dachte, ich würde schin einen finden. Einige dieser von mir dann aufgesuchten Ärzte belächelten mich jedoch, als ich Stuhlproben auf Pilze durchführen lassen wollte. Deshalb machte ich erstmal weiter mit meiner „halben“, da nicht ganz so strengen Diät, versuchte es auf eigene Faust mit Grapefruitkernextrakt (GKE) und merkte auch eine leichte Besserung. Nachdem ich meinen starken Eisenmangel bekämpft hatte, war mein Immunsystem zumindest auch wieder halbwegs intakt. Aber die Beschwerden gingen nicht ganz weg, da ich auch ab und an noch sündigte, Hefe, Weißmehl und Zucker noch nicht völlig mied. Erst im Sommer 2006 ging ich dann zu einem Arzt, der mit auch hier im Forum genannt wurde und der sich mit Pilzen zumindest etwas auskannte, wenngleich scheinbar nicht so gut, wie andere Ärzte, Heilpraktiker...Ich begann dann fest entschlossen mit einer strengen Diät (strenger als vom Arzt verordnet, nach den Empfehlungen hier im Forum) über 8 Wochen und bekämpfte den Pilz mit Nystatin, anschließend weiter mit GKE. Nebenbei habe ich zur Unterstützung der Entgiftung Chlorella und Basenpulver genommen. Langsam habe ich dann die Diät wieder um Obst erweitert und mit meinem Darmfloraaufbau angefangen. Es ging mir immer besser und besser. Alle genannten Beschwerden haben sich schrittweise gebessert oder sind ganz weg. Auch meine Milchunverträglichkeit, die sich über die Jahre eingeschlichen hat, ist seitdem wieder verschwunden. Ich bin nun fast wieder ganz gesund oder sogar ganz gesund? Da bin ich lieber noch etwas vorsichtig, da ich dem Pilz viel zu lange ein guter Wirt war und wahrscheinlich immer noch sehr anfällig für einen Rückfall bin. Momentan versuche ich jedoch meinen guten Stand zu halten. Zucker und Weißmehl meide ich immer noch, wo ich kann. An manchen Tagen kämpfe ich aber trotzdem mit meinem Schweinehund, der lieber mehr Kohlenhydrate essen möchte, als ich brauche (z.B. zugegebenermaßen heute) – meist gehe ich mittlerweile auch als Siegerin hervor, aber leider nicht immer. Die dann folgenden kleinen Rückfälle lassen mich jedoch immer wieder sehr stark zurückschrecken (spätestens morgen). Aus Fehlern lernt man leider doch noch am besten - hoffe ich immer noch. Wichtig ist mir bei der ganzen Bekämpfung der Pilze immer auch der Aspekt der Lebenseinstellung: des Kämpfergeistes, des Durchhaltevermögens, der Geduld und des positiven Denkens. Zeitgleich mit der Bekämpfung der Pilze hat sich auch viel an meinen eigenen Gedanken und meiner Lebenseinstellung verändert, vielleicht aber auch noch nicht genug... und es ist deshalb immer noch einiges im Umbruch. Mir wurde nur klar, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann und dass ich auch alte, so lieb gewonnene Angewohnheiten über Bord werfen muss. Ich bin mittlerweile einfach von der Wirksamkeit der eigenen Gedanken bei jedem Genesungsprozess überzeugt. Ich weiß auch nicht, wo ich heute wäre, wenn ich dieses Forum nicht zufällig gefunden hätte...Ich will es mir auch lieber nicht vorstellen. Nach diesem langen Text deshalb - hier und jetzt - nochmal ein großes DANKE! An das gesamte Forum, die engagierten Mitglieder und Euch beiden Admins, GHoST und Krasny. Ich wünsche Euch allen weiterhin alles Gute! |
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#2
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Hi
bin ja sehr neu hier aber Thema Candida begleitet mich sicher unbewusst über 10 j und bewusst seit Sommer 2004 als ich mit meiner letzten kraft zum heilpraktiker mit den üblichen symptomen "gekrochen" bin. mein leben war kein leben mehr. dauerkrank, mit allen symptomen aber normale ärzte halfen nichts. das schlimmste was dann noch dazu kam 2004 waren diese schlimmsten gliederschmerzen und die dauerinfektion der nebenhöhlen. die stuhluntersuchung bei der HP zeigte es dann. Die Behandlung begann und ich habe derzeit das erste Mal komplett die Ernährung umgestellt. Das war dann echt so dass es mir 2 monate später dann viel besser ging. nicht so dolle lebensumstände vor allem stress brachten mich dazu erst nur hin und wieder süsses zu essen und dann eben wieder umzukippen. promt wurde ich wieder dauerkrank und es ging mir elend. ein rückfall....mist... nahm jetzt im jahr durch eine ganz schlimme lange infektion ewig antibiotikum und als mich im november dieser noro darmvirus voll mitgenommen hat und mein magen und darm so leer waren dache ich ein guter moment neu anzufangen. seit 3 wochen jetzt nystatin und die diät, backe mir morgens selber meine waffeln nach erfundenem rezept nicht besonders lecker aber ohne weissmehl und zuccker. nur bissl biobutter , minisüssstoff, bioeier, dinkelmehl und biomilch mit etwas backpulver. also das hilft gegen so kleine tiefs. heute habe ich das gefühl kaum noch hunger zu haben bzw. ich esse tomaten statt pudding, waffeln statt brezeln und fühle mich zwar sehr schlapp aber das liegt auch etwas an der entspannung die ich mir mal wieder gönne. also ich kann nur zu dir sagen komm wir halten tapfer durch denn das leben mit einem pilz im darm ist die hölle. oder??? auch ich habe dauerpilze beim frauenarzt als diagnose bekommen wird grade wieder behandelt und mein freund gleich dazu. nur denke ich er hat einen pilz im mund und er nimmt zwar flüssig nystatin dagegn er hat einen soooo schlimmen belag auf der zunge....ähhhh... aber ich kann ich nicht dzu überreden auf zucker zu verzichten. die HP sagt aber wenn ich auch wieder pilzfrei bin, ein kuss von ihm reicht und ich hab ihn wieder. wie macht ihr das?? gruss carina |
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#3
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Hallo Carina,
leider hab ich auch gerade einen Durchhäger. Augenjucken und so einen Schwindel..., hab ich schon lange nicht mehr gehabt. Mein Freund hatte nie Beläge oder Beschwerden. Bei Urologen hat er sich auf mein Drängen hin gecheckt, aber da war nichts. Ich glaube, gesunde menschen stekcne sich auch nicht unbedingt an, aber leicht "angknackste" eben schon. Naja..., hmmm, aber Du solltest Deinen Freund mal checken lassen,vor allem wenn er auch Beläge hat. und wenn er dann Pilze hat, ihn überreden, keinen Zucker zu essen. Ich weiß, es gibt uneinsichtige Männer, aber wenn man es ihnen erklärt, hat man eigentlich doch Erfolg. Liebe Grüße Amiza |
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#4
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kleiner Nachtrag....:
Naja, klar, es gibt auch uneinsichtige Frauen Aber man muss dann hartnäckig sein und gute Argumente parat haben, dann geht das meist auch sehr schnell....Männer fühlen sich ja oft widerstandsfähiger und lehnen ja Bio- oder Vollwertkost auch eher ab als Frauen, bemerken vielleicht auch Symptome nicht so schnell oder lehnen sie eher ab. Ich glaube, für viele ist eine Candida-Umstellung einfachunvorstellbarer als für Frauen, die das ja schon allein deshalb eher gewohnt sind, weil sie eher auf ihre Figur und andere Äußerlichkeiten bedacht sind .... Nochmal 'nen lieben Gruß. Amiza |
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#5
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Mist, mir ist das jetzt wirklich peinlich, dass ich jetzt nochmal hier was reischreibe, also noch ein kleiner Nachtrag, aber ich muss einfach.
Ich kenne nämlich sogar eine ganz besonders uneinsichtige Frau: mich selbst! |
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#6
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Hallo, ich schreibe hier einfach nur mal rein, weil es mir derzeit wirklich gut geht. Quasi Tagebuch-Nachtrag-mäßig.
Rückblickend kann ich sagen, dass seit Beginn der ganzen Therapie alles immer besser wurde. Zwar mit Rückschlägen, aber insgesamt nie wieder sowie vor der Therapie. Also ich erähre mich gesunder und sobald ich keinen Stress mehr habe, geht es mir auch blendend. Ich beobachte da nun wirklich einen sehr, sehr starken Zusammenhang zwischen Stress und Pilz. Mir juckt nichts mehr, mein Bauch und Stuhl ist normal, alles bestens. In den letzten Wochen, vor Abgabe meiner Diplomarbeit ist alles nochmal aufgeflackert. Aber nun? Super. Meine momentane Theorie: wären wir alle glücklich und gelassen, es würde uns an nichts (oder nur wenig) fehlen. LG, Amiza |
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#7
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A-
Gruß Agnes |
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#8
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Ja, man weiß nie, wie lange es hält (ich bin ja skeptiasch und fast sicher, dass ich bald auch wieder was merke), aber solange alles gut ist, sollte man sich auch freuen, oder? Das finde ich wirklich schwierig: zu sagen, so jetrzt bin ich gesund. Das muss auch mal sein und wenn es nur von kurzer Dauer ist. Aber man traut sich nie so recht. Ich traue mich nun einfach mal. Wenn es dann wieder schlechter gehen sollte, weiß ich ja wie immer, was zu tun ist....
Gruß, der O- , ach nee, noch nicht: A- |
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#9
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Schön Amiza, ich halte die Daumen, dass es lange anhält.
Eine Frage: Wie hast du es mit deinem Brotkonsum gehalten. Weniger, eingeschränkt, gar keines am Anfang? lg, Rena |
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#10
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Hallo Rena,
ich vertrage Brot generell nicht so gut. Ich habe auch schon etliche Jahre zuvor nur immer wenig Brot gegessen. Selbst als Kind mochte ich es nicht so gern, also wollte immer lieber Käse, Wurst oder Tomaten pur wo andere es sich auf Brot tun. Hatte auch früher nie Heißhunger drauf - dafür umso mehr auf Zucker! Während der strengen Diät und eigentlich auch jetzt noch, habe ich nur Roggenvollkorn-Sauerteigbrot vom Reformhaus gegessen. Und Knäcke ab und zu, wobei mir das schnell zum Hals heraushing. Oh, da fällt mir ein: zu Beginn der Diät hatte ich doch derben Heißhunger. Ich habe dann auch etliche Male Fressanfälle bekommen und so 4 Scheiben auf einmal gegessen, dick mit Butter oder Sesammus und so nem Zeugs. Das ist mir aber nicht gut bekommen. Die Pilze haben sich sehr gefreut und mir ging es dann schlchter. Also nicht empfehlenswert. Lieber nur ein bis zwei Scheiben, bzw. wenn man hart körperlich arbeitet, braucht man natürlich einfach mehr. Halt nur soviel, wie gerade notwendig ist, und nicht über den Hunger hinaus. Ein 1,80-Kerl braucht ja auch mehr als ich z. B...das ist für mich sowiso immer schwierig, nicht über den Hunger essen... Ich glaube auch, dass das zu lernen für meinen persönlichen Candida-Siegesweg weiterhin gaaaanz wichtig ist.Ich habe also insgesamt mehr Kartoffeln, Naturreis, und Getreideflocken gegessen. Getreideflocken nur mit Wasser, weil die Komi mit Milchprodukten bei mir nicht so gut geht (hatte da gestern nochmal ein Experiment..., ich merke die Auswirkungen noch heute! Jetzt habe ich wieder nur Hafer mit Wasser und Sesam) Gruß, Amiza |
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