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Erfahrungsberichte Hier kannst du deine Erfahrungen mit Candida anderen Usern zur Verfügung stellen. Wie wurde es bei dir festgestellt? Wie wurde es behandelt? etc. Alles ganz ausführlich berichten oder einfach "Frust" von der Seele schreiben! :)



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  #1  
Alt 14.10.2010, 01:27
stoibi
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Na dann will ich auch mal

So, ich fang hier auch mal an meinen Frust von der Seele zu schreiben. Ich zitiere mich erst mal selbst, da ich keine Lust habe meine Anfangszeit erneut zu schreiben.
Zitat:
Alles fing vor knapp 2 Monaten an. Ich hatte plötzlich untypischen Stuhlgang (häufigkeit) über 2 Wochen verteilt. Allerdings (noch) keinen Durchfall. Als dann an einem Montag mein Kreislauf plötzlich verrückt spielte. War ein sehr schwüler Tag. Nach dem aufsuchen eines kühlen Raums hatt es sich dann gelegt, allerdings hatte ich ein sehr "schwummriges" Gefühl denn restlichen Tag über. Ebenso war ich sehr Hitzeunverträglich.

Am nächsten Tag war ich bei meinem Hausarzt der mir erklären wollte, dass momentan ein sehr aggresiver Magen Darm Infekt rumgeht. Er verordnete mir Cola und Salzstangen und gab mir ein "Stuhlröhrchen" mit. Ich erklärte ihm dass ich ein Druckgefühl im Bereich des Brustkorbes (links) hatte. Das Symptom tat er als psychisch ab und meinte, dass legt sich wieder. Hatte bzw habe auch keinerlei Schmerzen, bis heute.

Als ich nach einer Woche die Symptome tagsüber nicht besserten (nachts waren sie OK), dachte ich es könnte wirklich psychische Ursachen haben, da ich im moment sehr viel durchgemachen musste. Darauf hin dachte ich mir ich sollte mal ein Käsebrot essen. Am nächsten Tag bekam ich die Quittung in Form von Durchfall. Erst jetzt sah ich die dringlichkeit mein Stuhlprobenröhrchen abzuschicken. Im Test kam ein negativer Befund raus. Mein Arzt meinte darauf hin dass das nicht bedeute ich hätte mir nichts eingefangen.

Nach ein paar Tagen war dann soweit alles wieder im "normalen" Bereich. Ich bemerkte nur dass ich nach Zucker in grösseren Mengen, wie benommen wahr nachdem der Energieschub vorbei wahr. Als ich neulich beim Einkaufen war und in der Schlange an der Kasse stand. Ging es los, Panikattacke und das Gefühl ich breche gleich zusammen. Als ich im Auto wahr hatt es sich dann wieder normalisiert. Am nächsten Tag dann wieder Durchfall. Ich bin im moment absolut Stressunverträglich, schlägt sofort auf den Magen in Form von Durchfall
Ich finde es selbst ganz informativ, welche Symptome gegangen sind und welche ich noch immer habe, oder neu dazu kamen.
Die Symptome die ich immer noch habe, sind:

- weicher Stuhl, den ich jetzt mal mit Flohsamen in den Griff kriegen will

- Benommenheit, die aber schon wesentlich besser ist, ausser ich streng mich an

- Angst und Panikattacken, die sich aber auch schon beruhigten, manchmal blitzen sie aber noch auf.

- Kleine rote Blasen auf der linken Brust, die ich aber schon länger habe und die seit der Einnahme von Lapacho und der Entsäuerung zurückgehen.

- Gelegentliches ziehen in der rechten Leistengegend, da wo der Blinddarm ist.

- Haarausfall, der aber auch immer besser wird, hab ich zumindest den Eindruck

- Manchmal minimaler Schwindel

Inzwischen hab ich schon mehr Medis zuhause als ein ganzes Altersheim.
Es ist manchmal echt schwer, da noch den Überblick zu behalten. Vorallem wenn es Tage sind an denen ich etwas Bala Bala im Kopf bin. Da denkt man sich immer...hmm, hab ich das jetzt schon genommen.
Ich werde jetzt den Thread immer auf den neusten Stand halten, und jeden kleinen berichten.

Was mir echt am meissten abgeht ist mein Cappuccino und Käse!!! Bei mir wurde ein Leaky Gut festgestellt und da soll mann ja auf Milch verzichten und Koffein ist nicht gut für den Magen. Aber ich hab mir Koffeinfreien Kaffee geholt und Ziegenmilch, da kann ich wenigstens so was änliches trinken. Ist halt dann ein Kaffee Late mit Stevia

Naja, soweit wars das glaub ich...bye

Geändert von stoibi (14.10.2010 um 01:32 Uhr)
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hasi2 (14.10.2010)
  #2  
Alt 14.10.2010, 15:20
stoibi
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Ich hab nochmal eine Frage zur Wirkungsweise von Lapacho. Ist Lapacho ein systemisches fungizid, oder wirkt es auch auf den Schleimhäuten?
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  #3  
Alt 14.10.2010, 17:42
stoibi
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Und noch ne Frage

Krasny, die Frage wirst du mir wahrscheinlich beantworten. Ich hab nochmal auf mein Untersuchungsunterlagen geschaut und hab gesehen, dass ich Geotrichum candidum hab.
Ich hab schon ein wenig das Forum auf den Kopf gestellt. Aber nichts eindeutiges gefunden.
Milch und Milchprodukte soll man ja meiden, sind da Ziegen und Schafsmilchprodukte mit inbegriffen??
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  #4  
Alt 14.10.2010, 18:07
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Krasny Krasny ist offline
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Hallo, Stoibi,

bei Geotrichum candidum handelt es sich nach neuesten Erkenntnissen um einen Hefepilz. Er siedelt bevorzugt auf Milchprodukten und kann durch deren Verzehr in den Verdauungstrakt geraten. Vor allem Vorsicht mit Rohmilchkäse!

Der Pilz kann resistent gegen Nystatin sein. Deshalb vor einer Behandlung mit Antimykotika eine Resistenzprüfung machen lassen!

Ob Caprylsäure wirkt, weiß ich nicht genau. Ich hatte mal eine Anfrage an Supplementa gemacht, und sie hatten versprochen, mir eine Liste der Wirksamkeiten zu schicken, was sie dann nicht gemacht haben. Lies mal bitte hier: http://www.candida-info.de/forum/wir...28.html?t=8928

Zitat:
Geotrichum candidum

Geotrichum candidum, der sogenannte Milchschimmel, ist ein Schimmelpilz, der durch Hyphen charakterisiert wird, die in rechteckige Arthrosporen zerfallen. Es werden keine Sproßzellen gebildet. Der Pilz ist im menschlichen Lebensbereich überwiegend saprophytär und kommt insbesondere auf Tomaten, Früchten, Milch und Milchprodukten, wie Harzer Käse, Camembert und anderen Käsedelikatessen vor, bei deren Herstellung er wesentlich an der Aromabildung beteiligt ist.

Geotrichum candidum wird häufig aus dem Verdauungstrakt isoliert, bei Gesunden aus etwa 30 % der Stuhlproben, bei gastrointestinalen Erkrankungen bis zu 60 % (Seeliger und Heymer, 1991). Eine mögliche Unterscheidung zwischen pathogenen und apathogenen Stämmen ist noch nicht eindeutig nachgewiesen, wobei in unserem Labor durch das APIZYM-System (Fa. BioMerieux) zumindest die Produktion und Sekretion von proteolytischen Enzymen nachgewiesen wird, ein Vorgang, der z. B. bei Hefen als der maßgebliche Virulenzfaktor in der Literatur beschrieben wird.

Bei Patienten, die abwehrintakt sind, kommen sicherlich keine Adhärenzen vor. Bei abwehrgeschwächten Patienten wird in der Literatur auf mögliche Dauerbesiedelungen auf der Schleimhautoberfläche des Darmes hingewiesen, welches durchaus pathologische Formen annehmen kann. Allerdings bedarf es für eine lokale Abwehrschwäche nicht unbedingt eines schwerwiegenden Immundefektes - eine Störung der Mikroökologie des Darmes, etwa durch Antibiotika oder durch eine systemische Kortikosteroidtherapie reichen aus, den fakultativ pathogenen Erregern den Weg zu ebnen. In der Mundhöhle können diese Besiedelungen zu Belegen führen, die das gleiche Bild haben wie eine orale Candidose. Bei Ansiedelungen im intestinalen Bereich entstehen durchaus klinische Symptome, so wie sie in der Anfrage bei der Patientin beschrieben worden sind.

Es wird auch von Organmanifestationen, insbesondere bronchialen, seltener pulmonalen Formen, berichtet (Wegmann, 1986). Geotrichum candidum wird, falls die Klinik Therapiebedürftigkeit verrät, durch innerliche Lokaltherapie mit Antimykotika, die nicht resorbiert werden, gehemmt und durch hohe Dosen abgetötet. Wirksam sind Nystatin, Natamycin und Amphotericin B.

Interessant erscheint der Hinweis, dass insbesondere bei Geotrichum candidum, der in der Vagina nachgewiesen wird, die proteolytische Aktivität sehr groß ist und er hier gar nicht selten der Grund für rätselhafte Rezidive von vaginalem Pilzbefall sein kann.


Quelle: http://www.hauss.de/~upload/pages/Ne..._1329_12_7.asp
Weitere Infos:
http://www.schimmel-schimmelpilze.de...-candidum.html

Themen im Forum:
http://www.candida-info.de/forum/showthread.php?t=7359
http://www.candida-info.de/forum/showthread.php?t=11364
http://www.candida-info.de/forum/showthread.php?t=12487
http://www.candida-info.de/forum/showpost.php?p=85084

Kaidrun hat am 11.10.2010 zu diesem Pilz folgendes geschrieben:

Zitat:
Vielen Milchprodukten und Fruchtsäften setzt man den Milchschimmelpilz Geotrichum candidum zu. Dieser ursprünglich apathogene Pilz hat im Laufe der Zeit eine immer stärker allergisierende Wirkung entfaltet. Da er vom Körper nicht mehr umgewandelt wird in Vitamin B6, verbleibt er im Darm-Trakt und löst hier Milch- und Milchprodukteunverträglichkeiten aus.
(...)
Da der Pilz Laktose verwerten kann, sind alle Milchprodukte mit Laktose tabu, also auch Schafs- und Ziegenmilch.

Kaidrun, falls ich mich irre, bitte korrigieren.
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Liebe Grüße, Krasny
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  #5  
Alt 14.10.2010, 23:47
stoibi
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Danke erstmal Krasny!

Aber in Ziegenmilch und dessen Produke, Feta..etc, steht bei mir auf der Packung - Laktosefrei

Is Butter dann auch tabu? Und falls ja, wie siehts mit Magarine aus?
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  #6  
Alt 15.10.2010, 00:15
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Krasny Krasny ist offline
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Hallo, Stoibi,

Sauermilchprodukte sind laktosearm, weil dort die Laktose bereits weitgehend von den enthaltenen Bakterien verwertet wurde. Das kann auch auf andere Milchprodukte zutreffen, die mit Hilfe von Bakterien hergestellt werden (Labkäse usw.). Auch in Butterschmalz (Ghee) ist kein Milchzucker enthalten, weil es sich um reines Butterfett handelt.

Ziegenmilch enthält definitiv Laktose, wenn auch weniger als Kuhmilch. Auf der Internetseite der Firma ANDECHSER (Bio-Ziegenmilch-Hersteller) werden solche und andere Fragen von Verbrauchern beantwortet:

Zitat:
Was ist Laktose?

Laktose oder auch Milchzucker ist ein natürlicher Bestandteil der Milch und von daher in Milch und Milchprodukten enthalten. Dies gilt für Kuh- und Ziegenmilch.
Im menschlichen Verdauungstrakt wird Milchzucker durch das Enzym Laktase aufgespalten und kann erst dann im Stoffwechsel genutzt werden. Fehlt das Enzym oder ist nur teilweise vorhanden, wird Laktose nicht oder vermindert verdaut. Man spricht von einer 'Laktoseintoleranz'. Diese Nahrungsmittelunverträglichkeit kann individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

(...)

Enthält Ziegenmilch Laktose?

Ziegenmilch enthält Laktose (Milchzucker). Je nach individueller Toleranzgrenze bei einer Laktoseintoleranz wird Ziegenmilch nicht automatisch vertragen: Sie enthält zwar weniger Laktose als Kuhmilch - aber Milchzucker bleibt Milchzucker!


Quelle: http://www.andechser-molkerei.de/ser...unsere_anwort/
Lies ruhig auch mal die anderen Fragen und Antworten auf dieser Internetseite.

Ansonsten bin ich kein Milchspezialist und kenne die genaue Zusammensetzung der verschiedensten Milchprodukte im einzelnen nicht.
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Liebe Grüße, Krasny
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  #7  
Alt 17.10.2010, 01:04
stoibi
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Juhu,
ich habe sehr häufig unterhalb der linken Rippen einen Druckgefühl. Interessant daran ist, dass es seit dem meine Beschwerden losgingen dieser Druck vorhanden ist.
Am Anfang meiner Zeit hatt es sich so angefühlt als ob ich dort ein Handy mit Vibration unter den Rippen hätte und als ob dort manchmal Flüssigkeit durchläuft. Ich weiss es hört sich ein wenig doof an, aber ich kanns nicht anders erklären.
Ich hab auch auf meiner linken Brust kleine Blässchen die wie eine Art Verbrennung aussehen. Die habe ich ca. seit 1 Jahr. Es tut nicht weh, aber irgendwie vermute ich da einen Zusammenhang.

Am linken Fuss habe ich auch noch eine Stelle unterhalb des Knöchels, die leicht rot ist und kleine rote Pünktchen (Blut?). Also wie Fusspilz sieht das ganze definitiv nicht aus. Die Stelle tut nur weh wenn ich direkt drauf drücke. Mal is die Stelle fast weg, mal wieder da. Ich hab beobachtet, wenn ich im Urlaub am Strand bin is es deutlich besser. Das ganze hab ich schon seit ca. 1.5 Jahren.

Ich versuch jetzt beide Stellen mit ozonisiertem Oreganoöl zu behandeln, mal kucken obs besser wird.

Kaidrun, wäre toll wenn du was dazu sagen könntest. Ich mach die nächste Tage mal Fotos davon.

lg
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  #8  
Alt 17.10.2010, 10:46
Kaidrun Kaidrun ist offline
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Hallo stoibi,

Beschreibung könnte auf einen Dermatophyten passen Trichophyton rubrum oder Trichphyton mentagrophytes. Bilder machen eine Bewertung leichter.
Hast du Haustiere, dann wäre Mikrosporum canis noch eine Option.
Ozonisiertes Öl ist top. Hier ist ozonisierte Olivenöl besser, da 1. preiswerter und 2. im Kühlschrank 10 Jahre haltbar.

Gruß Kaidrun
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  #9  
Alt 17.10.2010, 10:50
Kaidrun Kaidrun ist offline
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Hallo Krasny,

eine weitere Ergänzung zu Geotrichum candidum: durch den mit dem Befall einhergehenden Vitamin B6-Mangel wird auch gleichzeitig Zink und Vitamin A im Darm reduziert. Die Folge kann eine Kryptopyrollurie sein.

Gruß Kaidrun
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Krasny (17.10.2010)
  #10  
Alt 17.10.2010, 11:01
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@Kaidrun
Welche Mangelerscheinungen treten erfahrungsgemäß bei Candida albicans und C. spp. auf?
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Liebe Grüße, Krasny
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