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Alt 31.12.2006, 21:39
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Ozontherapie

Die Ozontherapie
(Blut-Ozon-Sauerstoffinfusionsbehandlung)



Was ist Ozon?
Ozon ist eine besondere Modifikation des Elements Sauerstoff, welches aus 3-atomigen Molekülen besteht. Das Wort Ozon leitet sich aus dem griechischen "ozein" ab, was soviel wie "riechend" bedeutet. Ozon (O3) ist jedoch nicht nur die "geruchsintensive" Form des Sauerstoffs (O2), sondern auch seine energiereiche, aktivierte Form. Ozon ist ein stark riechendes, instabiles Gas mit sehr hoher Oxidationswirkung, weswegen es als Aktivsauerstoff bezeichnet wird. Ozon selbst ist ein natürlicher Bestandteil der Erdatmosphäre. Die Ozonschicht, die sich ca. 20 - 30 km Höhe befindet, sorgt dafür, daß der schädliche Anteil der energiereichen UV-Strahlen der Sonne gefiltert wird.

Wie wird das Ozon hergestellt?
Reiner Sauerstoff (medizinischer Sauerstoff) und sehr hohe elektrische Entladungsenergie eines Entladungsgenerators ergeben Ozon, wie schon 1857 erstmals von Werner von Siemens zur Herstellung von Ozon verwendet. Durch elektrische Entladungen entsteht aus Sauerstoff (O2) das Ozon (O3).

Wirkungen des Ozons im menschlichen Körper
• Hilft der Leber wesentlich bei der Entgiftung.
• Baut verstärkt Fette, Cholesterin und Triglyceride ab.
• Wesentliche Verbesserung des Stoffwechsels der Zellen, dem Motor der gesamten Energiegewinnung des Körpers.
• Abbau und damit deutliche Senkung des Harnsäurespiegels, des Gichterzeugers und Schädigungsfaktors für die Gefäße.
• Deutliche Verbesserung des Blutflusses, reduziert Durchblutungsstörungen und verhindert deren Neubildung.
• Die Verklumpung der roten Blutkörperchen wird deutlich reduziert (Verbesserung des Sauerstofftranports und des Blutdurchflusses).
• Vermehrtes Angebot und dadurch erhöhte Aufnahme von Sauerstoff für das Gewebe.
• Tötet viele Arten von Bakterien, Viren und Pilze ab und verhindert deren Neubildung.

Die Ozon-Therapiearten
• KEB, i. m. - Kleine Eigenblutbehandlung (intramuskuläre Ozoninjektion), schmerzhaft
• KEB, s. c. - Kleine Eigenblutbehandlung (subkutane Ozoninjektion), schmerzhaft
• EXTB - Extremitätenbegasung/Beutelbegasung, schmerzfrei
• DI - Darminsufflation (Colon-Hydro-Therapie)
• BOSIB - Blut-Ozon-Sauerstoffinfusionsbehandlung, schmerzfrei

Kleine Ozon-Eigenblutbehandlung-Injektionen (KEB) intramuskulär, subkutan oder für spezielle Indikationen, Ozon in Schmerzpunkte, Extremitätenbegasung bei Krampfadern, offenen Beinen, Einlauf bei Darmsanierung, Körperhöhlenbegasung.

Im Rahmen einer Blut-Ozon-Sauerstoffinfusionsbehandlung (BOSIB) besteht bei genauer Dosierungsmöglichkeit eine so intensive, hochkonzentrierte Ozonbehandlung, wie es bisher noch nicht möglich war.
Bei dieser Therapie wird Ozon dem Hämoglobin (roter Blutfarbstoff = Sauerstofftransportsystem) und dem Blutplasma (Sauerstofftransportsystem durch physikalische Lösung) in einer Infusionsflasche zugeführt. Sowohl Ozon als auch Sauerstoff werden durch dieses Prinzip in wesentlich größeren Mengen aufgenommen und gelangen folglich beim Zurückfließen in das Gefäßsystem auch in höherer Konzentration an den Ort der Schädigung im menschlichen Körper (Abhängigkeit der Ozonwirkung von Menge und Konzentration).
Diese Wirkung der Ozontherapie ist wissenschaftlich belegt worden. Bei Tausenden von Behandlungen hat gerade diese Therapiemöglichkeit, die frei von Nebenwirkungen ist, ihre positive Wirkung auch bei schwersten Krankheitsbildern gezeigt.

Wie wird Ozon dem Patienten verabreicht?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ozon zu verabreichen:
• Kleine Eigenblutbehandlung (KEB) - 5 bis 10 ml Venenblut wird mit Ozon vermischt und intramuskulär zurückgespritzt.
• Blut-Ozon-Sauerstoffinfusionsbehandlung (BOSIB) - 60 bis 150 ml Venenblut wird in einer Vakuumflasche mit einer fallbezogenen Ozondosis durchperlt und anschließend reinfundiert.
• Darminsufflation (bei Darmerkrankungen, zur Immunstimulation) unter Verwendung von dünnen Spezialkathetern Colon-Hydro-Therapie
• Ozoniertes Olivenöl (z. B. bei Herpes labialis, Nagelpilzen)
• externe Ozonbegasung der Haut
• Ozonwasser

Gibt es Gegenanzeigen für die Ozontherapie?
Eine Ozontherapie ist bei folgenden Erkrankungen nicht möglich:
• Blutungsneigungen
• frischer Schlaganfall oder frischer Herzinfarkt
• Epilepsie
• Alkoholmißbrauch

Anwendungsmöglichkeiten für die Ozontherapie
(Auswahl der Behandlungsmöglichkeiten)
• Arthrose aller Gelenke
• Arterienverkalkung der Herzkrankgefäße (Herzschmerzen bei Belastung und Ruhe)
• sämtliche Leberschädigungen (Alkohol, Viren, Hepatitis)
• Durchblutungsstörungen der Arme, Beine und des Gehirns
• Nachbehandlung bei Schlaganfall (auch bei Lämung)
• rheumatische Erkrankungen (Muskel- oder Gelenkrheumatismus, Hexenschuß, Ischiasbeschwerden usw.)
• erhöhte Blutfettwerte und erhöhter Harnsäurespiegel (Gicht)
• Osteomyelitis
• verzögerte körperliche Erholung nach schweren Erkrankungen
• unbedingt als Zusatztherapie bei Krebs (Therapieerfolge nachgewiesen!)
• Hauterkrankungen verschiedenster Art (Akne, Ekzeme, Allergien)
• Psoriasis
• alle Augenkrankheiten, die durch Durchblutungsstörungen entstanden sind
• Migräne und viele Arten von Schwindelanfällen
• allgemeine Abgeschlagenheit
• Nierenerkrankungen
• Klimakterium
• Colitis ulcerosa, Colitis mucosa
• Pilzaffektion, Herpes
• Abszeß, Dekubitus, Furunkulose

Wie aus den Anwendungsmöglichkeiten hervorgeht, ist die Ozontherapie bei allen Erkrankungen indiziert, wo es um:
• die Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes,
• um eine Optimierung der Sauerstoffausnutzung des gesamten Organismus,
• um eine Beeinflussung der Immunität geht.

Dazu gehören arterielle Durchblutungsstörungen am Herzen genauso wie im Gehirn oder in den Extremitäten, dazu gehören Krankheiten, bei denen man die Abwehrleistung des Körpers steigern muß, z. B. bei chronischen Infektionen und Krebs, ebenso wie bei Autoimmunerkrankungen, bei denen man mit höheren Ozondosierungen die übersteigerte Immunantwort bremsen sollte. Dazu gehören aber auch die durch zivilisatorischen Streß bedingten Befindlichkeitsstörungen, bei denen es durch die Ozonbehandlung häufig gelingt, die Zellatmung zu verbessern.

In der vorangegangenen Liste der Anwendungsmöglichkeiten können Sie Erkrankungen sehen, bei denen sich Ozon als hilfreich erwiesen hat. Zur Behandlung von Infektionskrankheiten hat sich zusätzlich zur Ozontherapie die Medikation mit phytotherapeutischen und homöopathischen Arzneimitteln bewährt. Im Blut reagiert Ozon mit den verschiedenen chemischen Verbindungen, insbesondere mit den ungesättigten Fettsäuren.

Durch das Ozon wird, wie Wolff 1919/17 bewies, das Fließverhalten des Blutes maßgeblich verändert. Die Verformbarkeit der Erythrozyten wird größer, das Blut dadurch kapillargängiger. Die Blutgerinnung wird durch die Ozontherapie laut Fachliteratur nicht beeinträchtigt!

Wie wirkt Ozon beim Menschen?
Medizinisches Ozon besteht aus 99,9%igem reinen Sauerstoff, der durch Entladung von Hochspannungsröhren in speziell entwickelten Ozontherapiegeräten entsteht. Es wird nicht mit reinem Ozon gearbeitet, sondern man verwendet Sauerstoff-Ozon-Gemische, deren Konzentration genau bestimmt werden kann.

Ozon wirkt nachweislich:
• gegen Bakterien, Viren und Pilze
• entzündungshemmend
• durchblutungsfördernd, verbessert das Sauerstoffangebot in den Organen und Geweben und fördert die Verwertung des Sauerstoffs
• steigernd für die Immunabwehr bei niedrigen und mittleren Dosierungen
• hemmend auf das Immunsystem bei hohen Dosierungen, was z. B. wichtig ist bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen
• blutstillend bei hohen Dosierungen

Welche Medikamente stören die Ozontherapie und welche sind notwendig?
• Störend: vorher Vitamine C, A, E
• Notwendig: nachher Vitamin C, auch A und E zur Eindämmung der freien Radikale

Ist Ozon giftig?
Bei parenteraler Anwendung ist Ozon in der bei der Ozontherapie verwendeten Konzentration keine Protoplasmagift und wirkt nicht zellzerstörend. Das therapeutische Ozon-Sauerstoff-Gemisch, hergestellt aus medizinischem Sauerstoff, ist frei von giftigen Stickoxiden. Ozon, als Gas eingeatmet, ist giftig. Bei direkter Einatmung, d. h. Kontakt mit den Schleimhäuten der Atemwege, wirkt Ozon stark reizend und schädigend für die Lunge, was unbedingt vermieden werden sollte. Aus diesem Grund ist die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK) zu beachten. Dieser MAK-Wert beträgt für eine 42-Stunden-Woche bei 8 Stunden täglicher Arbeitszeit 0,2 mg/m³ = 0,15 ppm (Gew.), bei kürzerer Einwirkzeit ist eine entsprechende höhere Ozonkonzentration zulässig. Die Geruchsschwelle liegt mit 0,015 ppm allerdings derart niedrig, daß sich das Ozon lange vor Erreichen des MAK-Wertes durch seinen unangenehmen Geruch bemerkbar macht; der typische Geruch des Ozons ist als "Höhensonnengeruch" jedem Therapeuten bekannt. Moderne Ozongeräte sind deshalb so gebaut, daß kein oder kaum Ozon in die Raumluft entweichen kann.

Wie sieht eine Ozonbehandlung praktisch aus?
Dem Patienten wird mit einer Blut-Ozon-Sauerstoffinfusion Ozon zugeführt. Mittels einer Vakuumflasche (Einwegflasche) wird etwas Blut entnommen, ca. 60 - 150 ml, dieses mit Ozon versetzt und danach sofort wieder dem Körper zugeführt. Die Behandlung ist schmerzfrei und dauert ca. 15 - 20 Minuten. Eine jeweilige nachträgliche Autohämotherapie ist unbedingt anzuraten.
Eine angenehme Wirkung der Ozontherapie wird meistens nach wenigen Anwendungen erlebt. Wenn nach Möglichkeit zusätzlich noch ein sanftes Ausdauertraining absolviert wird (z. B. flottes Spazierengehen, Radfahren), kann die Wirkung der Ozontherapie verstärkt bzw. verlängert werden.

Welchen Risiken setze ich mich als Patient bei der Ozonbehandlung aus?
Die Ozonbehandlung gehört, richtig und fachkundig angewandt, zu den risikoarmen ärztlichen und naturheilkundlichen Behandlungsverfahren. Die Ärztliche Gesellschaft für Ozontherapie e. V. hat einmal die Zwischenfallquote mit 0,0007 % errechnet, d. h. auf 1 Million Ozonbehandlungen kamen 7 Zwischenfälle. Die meisten Zwischenfälle ereigneten sich vor Jahren durch direktes Injizieren von Ozon in die Venen.
Da seit Jahren nicht mehr direkt in die Vene gespritzt wird, sondern durch eine Blut-Ozon-Sauerstoffinfusionsbehandlung ("Blutwäsche") ersetzt wurde, sind Zwischenfälle dieser Art nicht zu befürchten. Voraussetzung ist, daß dieses Verfahren nach den Regeln der ärztlichen und naturheilkundlichen Kunst eingesetzt wird. Eine Ozonbehandlung wird mit Einmalartikeln durchgeführt (Transfusionsflasche und -besteck). Diese Behandlungsmethode gehört deshalb in die Hände der dafür ausgebildeten Heilpraktiker und Ärzte! Ihr Arzt oder Heilpraktiker kann Ihnen natürlich nur dann eine Ozontherapie anbieten, wenn er auch darin ausreichend ausgebildet wurde und hinreichend Erfahrung mit dieser Methode hat. Ist Ihr Arzt oder Heilpraktiker nicht spezialisiert auf dem Gebiet der Ozontherapie, und das gilt für niedergelassene Ärzte wie für Klinikärzte, wird er Ihnen auch meistens nicht dazu raten können. Methodische Unwissenheit und Unerfahrenheit führen dann eher zum Abraten oder Verunsichern der Patienten.


© 2000 by Naturheilpraxis Theresia Mitterer
Leicht gekürzt und bearbeitet von Krasny


__________

Weitere Infos:
http://www.ozone-association.com/
http://www.ozon-therapie.org/

Infos über spezialisierte Therapeuten:
Ärztliche Gesellschaft für Ozon-Anwendung
in Prävention und Therapie e. V.
Sekretariat:
Nordring 8
D-76473 Iffezheim
Telefon: 07229-304617
Telefax: 07229-304630
E-Mail: info@ozongesellschaft.de

Ozontherapeutischer Arbeitskreis e. V.
Ozontherapeutische Beratungsstelle
Unterer Markt 5
D-66538 Neunkirchen
Telefon: 06821-12929
Telefax: 06821-12194
E-Mail: info@ozon-therapie.org
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-Koenig- (26.08.2010), Anastasia (18.11.2010), Simon82 (03.12.2010), sis666 (20.01.2012)
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