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#1
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Pilze im Mund
Hoffentlich könnt Ihr mir mal weiterhelfen?
Vor einigen Tagen diagnostizierte mein Hausarzt Pilze in meinem Mund. Seit einigen Monaten habe ich schon kleine Knötchen auf der Zunge, die bis in den Rachen zu sehen und zu ertasten sind. Hierfür habe ich das die Diagnose Infektion und Antibiotika bekommen, und das gleiche nomals drei Wochen später nochmal. Der Arzt meinte am Montag, das wäre wohl eine Mundspeicheldrüsenentzundung, verschrieb aber auch nichts dagegen. Am Mittwoch war ich dann bei einem neuen Hausarzt, der sich meine Beschwerden beschreiben liess, schaute in meinen Mund und meinte das wären ganz sicher Pilze. Am Dienstag muss ich nun zur Blutabnahme. Kann es sein, dass ich auch Pilze im Darm habe? Ebenfalls seit einigen Monaten habe ich ziemlich starke Blähungen und Verstopfungen sowie eine "Sucht nach Kohlenhydraten" bis mir schlecht ist - war deswegen sogar schon beim Psychologen. Leider ohne Erfolg! Das sind genau die Symptome, die ich beim googlen nach Pilz finden konnte. Bin für jeden Tipp dankbar. |
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#2
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Hallo, Schalmaus,
willkommen bei uns. Welcher Pilz wurde denn diagnostiziert? Hast du Antibiotika oder Antimykotika bekommen? Welche? Wenn du Pilze im Mundraum hast, ist es sehr wahrscheinlich, daß sie auch im Darm sitzen, denn mit jedem Bissen Nahrung, den du herunterschluckst, schluckst du auch Pilze mit runter. Inwieweit sie sich im Darm angesiedelt haben, läßt sich nur durch eine Stuhlprobe klären. Allerdings ist deren Ergebnis oftmals unsicher. Die Blähungen und Stuhlunregelmäßigkeiten sprechen aber dafür. Machte denn der Arzt auf dich den Eindruck, daß er etwas von der Materie versteht? Was soll mit der Blutprobe untersucht werden? Will der Arzt eine Antikörperbestimmung machen lassen?
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Liebe Grüße, Krasny |
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#3
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Hallo und vielen Dank, Krasny,
ich habe mal Antibiotika genommen, aber mir fällt einfach nicht mehr ein, wie das Medikament heisst. Und da die Packungen alle waren, habe ich sie weggeworfen. Da müsste ich nochmal den "alten" Arzt fragen. Der Arzt machte auf mich einen sehr guten und erfahrenen Eindruck. Sagte er bisher nur, das ich einen Pilz im Mund habe, verschrieb mir Nystatin und meinte das wäre gar nichts Schlimmes. Am Dienstag könnte er schon sehen, ob's geholfen hat. Von meinem Darm bzw. meinen Essgewohnheiten erzählte ich noch nichts, weil ich zu erst keinen Zusammenhang sah. Zu Beginn des Gespräches bat ich noch um eine Blutabnahme. Die könnte er dann auch nehmen lassen - aber warum wollte er halt wissen. Bestimmung der Leukozythen: Leide seit 4 Jahren einem chronischen Gesichtsschmerz und auf Grund von verschiedenen Medikamtenten zusätzlich um Leukopenie ( höchster Wert 4400, tiefster 2400 ). Und da ich mittlerweile noch andere Medikamente nehme, wollte ich das mal lieber überprüfen lassen. Zusätzlich fragte ich mal,ob er einen Zusammenhang zwischen dem Pilz, der Gesichtsschmerzen, der Leukopenie und zusätzlich wiederkehrender Hornhauterosionen ( auf beiden Augen ) sähe. Das schien dann etwas viel gewesen zu sein. Er bestellte mich dann für Dienstag - nüchtern ( für die Leukozythen ist das aber nicht notwendig. Was er dann machen wird, hat er nicht gesagt. Mittlerweise bin ich etwas fertig mit den Nerven, denn was ich da über diese blöden Pilze gelesen habe, hört sich ja nun wirklich nicht harmlos an. Und der Mund fühlt sich ganz schrecklich an - alles bennt, ist aufgequollen es lösen sich so kleine harte Teilchen, einige Bläschen geben eine schleimige Flüssigkeit ab und der üble Geschmack im Mund geht gar nicht mehr weg! Und da schlucke ich bestimmt Pilze pur!!!!!! |
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#4
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Hallo, Schalmaus,
brauchst den Arzt nicht zu fragen. Es waren also Antibiotika gegen Bakterien. Hat er sie auf Verdacht verschrieben oder hat er krankmachende Bakterien durch einen Abstrich der Mundschleimhaut bei dir festgestellt? Du solltest den Arzt darauf ansprechen. Alle Schleimhäute des Körpers hängen miteinander zusammen. An der Zunge kann man z. B. ablesen, wie der Zustand des restlichen Verdauungstrakts aussieht. Schau mal bitte hier: http://www.candida-info.de/forum/zungenfarbe-t7485.html Mach dich nicht verrückt. So eine Pilzinfektion ist sicher lästig und kann,wenn sie jahrelang nicht behandelt wird, chronisch werden. Die dann auftretenden Symptome sind in der Tat nicht nur lästig, sondern können die Lebensqualität erheblich beeinflussen bis hin zu verminderter Arbeitsfähigkeit. Dazu muß man es bei rechtzeitiger Behandlung nicht kommen lassen.
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Liebe Grüße, Krasny |
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#5
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Hallo Krasny,
mein heutiger Arztbesuch hat mich noch nicht weiter gebracht. Mein Arzt konnte nur nicht verstehen, warum das Medikament innerhalb fast einer Woche meinem Mund nicht viel geholfen. Einen Abstrich machte er auch gar nicht, wahrscheinlich war er 100 % sicher das es Pilze sind. Weitere Medikamente ( welche nannte er mir nicht ) müsste ich selber bezahlen, daher verschriebe er sie nicht. Ich muss morgen eine Stuhlprobe ( aber nur ein Röhrchen ) abgeben und bis Dienstag auf das Ergebnis der Blut- und Stuhlprobe warten. Die weiteren Symptome - Blähbauch, Fressattacken usw. würden zufreffen. Ist es wohl sinnvoll, schon mal mit einer Anti-Pilz-Diät anzufangen? Mein Arzt meinte, dass das nur zusammen Medikatenten helfen würde. Aber schaden kann es doch auch nicht, oder? Vielleicht hast Du ja noch einige Tips ! Viele Grüße Schalmaus |
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#6
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Hallo, Schalmaus,
hast du ein Medikament gegen Bakterien (Antibiotikum) oder ein Medikament gegen Pilze (Antimykotikum) im Mund eingenommen? Wenn die Darmschleimhaut von Pilzen befallen ist, sitzen diese meist auch auf den anderen Schleimhäuten des Körpers (Mundschleimhaut, Augen, Nebenhöhlen, Vagina usw.). Wenn du nun ein lokal im Mund wirkendes Mittel gegen sie einnimmst, saniert das den Darm nicht. Sie können nur verschwinden, wenn auch der Darm mitbehandelt wird. Die Behandlung des Darms ist sogar noch wichtiger. Wenn du morgen eine Stuhlprobe abgibst und sie geht erst am Nachmittag mit der Post weg, dann kommt sie am Freitag erst im Labor an und bleibt bis Montag liegen. Dann sind die Ergebnisse verfälscht. Gib die Stuhlprobe am Montag ab. Trinke am späten Abend des Tages vor der Probenentnahme 3 EL mit Wasser verdünnten Apfelessig, besser an den 3 Tagen vorher. Der Arzt hat recht: Eine strenge Antipilzdiätdarf man nicht ohne gleichzeitige Einnahme eines pilztötenden Mittels machen. Du kannst aber Nahrungsmittel mit Zucker und Weißmehlprodukte weglassen, ansonsten aber normal essen. Das schadet nicht. Versuche aber nicht, durch eine extrem kohlenhydratarme Ernährung die Pilze ohne Medikament auszuhungern. Das schaffst du nicht, und es kann ziemlich unangenehm werden.
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Liebe Grüße, Krasny |
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#7
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Hallo Schalmaus,
ich kann Krasny nur zustimmen. Weitere infos zur Diät,Medikamente und Darmsanierung findest du im FAQ-Bereich. @ Krasny Candida an den Augen? Welche Symptome hat man dann? Ich habe zwar seit 4 monaten ein starkes augenflimmern, die ärzte meinte nur es sei mouches voulantes. Grüße alex |
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#8
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Hallo, Alex,
manche Candida-Betroffene finden in den Augenwinkeln meist am Morgen ein weißliches Sekret, das sich herauswischen läßt. Die Lidränder sind oftmals entzündlich gerötet, bei einigen Betroffenen sogar das Weiße im Auge bzw. rote Äderchen treten deutlich sichtbar hervor. Da sich die Reizung der Darmschleimhaut auf die anderen Schleimhäute des Körpers überträgt, diagnostizieren Augenärzte sog. "trockene Augen" und verschreiben viskose Augentropfen, ohne den Zusammenhang zum Darm zu erkennen. Die Ursache für das Augenflimmern kann ich nicht mit Sicherheit erklären. Vielleicht hängt es mit den Botenstoffen (Neurotransmittern) zusammen, die die Pilze produzieren und die auf das Nervensystem wirken, oder es ist Folge der Unterzuckerung. Ich hatte das auch. Seit meiner Therapie ist es verschwunden.
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Liebe Grüße, Krasny |
| Der folgende User sagt Krasny Dankeschön für diesen sinnvollen Beitrag: | ||
Alex84 (27.05.2009) | ||
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#9
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Hallo Krasny,
vielen Dank für deine Antwort. Bei mir wurde ebenfalls "trockene Augen" festgestellt und viskose Tropfen verschrieben. Das brennen und teilweise jucken, wurden durch die Tropfen leider nicht besser. Mh, ich werde jetzt mal auf das weiße Sekret achten. Und falls man jetzt doch Candidia an den Augen hat. Wie könnte man es "bekämpfen"? Klar Darm behandeln. Aber vielleicht noch dazu Fluacanzol nehmen? |
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#10
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Hallo, Alex,
sobald sich die Darmschleimhaut bessert, bessert sich auch der Zustand der anderen Schleimhäute. Meine HP hat mir lediglich gegen die Reizung der Augenbindehaut Euphrasia-Tropfen von WALA aufgeschrieben: Zitat:
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Liebe Grüße, Krasny |
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