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| Nähr- und Vitalstoffe/Nahrungsergänzungen Infos zu Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen, Aminosäuren, speziellen Nahrungsergänzungen für die Antipilztherapie |
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Schwarzkümmelöl
Schwarzkümmelöl - ein echtes Allheilmittel?
Wissenschaftlicher Originaltext aus der "Pharmazeutischen Zeitung" Inhaltsstoffe Die mohnähnlichen Kapseln enthalten dunkle Samenkörner, die nach der Ernte noch ein wenig nachgetrocknet werden müssen. Das native, kaltgepreßte Öl dieser Samen weist unter anderem einen hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie vor allem der Linolsäure auf, aus der im Körper durch ein Enzym (die Delta-6-Desaturase) die Gamma-, Linolen- und die Arachidonsäure entstehen. Über die Zufuhr dieser ungesättigten Fettsäuren (sie sind essentiell, d. h. lebensnotwendig und müssen unserem Körper mit der Nahrung zugeführt werden) erfolgt in unserem Organismus die Synthese hormonähnlich wirkender, immunregulatorischer Stoffe, der sogenannten Prostaglandine. Aus der Gamma-Linolensäure, welche die Zellmembranen stabilisiert, entsteht das Prostaglandin E1 (PGE1), das wiederum stark entzündungshemmend wirkt und die Freisetzung allergischer Mediatoren hemmt. Es stabilisiert außerdem die übersteigerte T-Zellfunktion des Allergikers und unterdrückt die pathologisch gesteigerte humorale Immunreaktion der B-Zellen. Aus der Arachidonsäure entsteht das Prostaglandin E2 (PGE2), welches zusätzlich stark bronchienerweiternd wirkt, was beim allergischen Asthma von therapeuthischem Nutzen ist. Die Inhaltstoffe ähneln teilweise denen von Nachtkerzenöl und Borretschöl, doch ist die Wirkung mit diesen beiden Ölen nicht vergleichbar. Dr. med. Peter Schleicher (München) erklärt dies durch die optimale Synergie (Zusammenwirken) der verschiedenen Fraktionen von Inhaltsstoffen des Schwarzkümmelöls, wodurch es zu dieser einzigartigen Wirkung kommt. Wirkungsweise In den Vereinigten Staaten wurde eine exakte Analyse der Inhaltsstoffe des Schwarzkümmelöls und ihrer Wirkungsweise durchgeführt. Diese Untersuchungen haben das uralte, seit Jahrtausenden erprobte Öl als echtes Allheilmittel ausgewiesen. Es werden dem Öl stark antibakterielle und antimykotische Wirkungen bescheinigt. Außerdem wirkt es entzündlichen und allergischen Prozessen entgegen. Es wurde sogar ein bedeutender blutzuckersenkender Effekt festgestellt. Amerikanische Forscher haben auch den ersten wissenschaftlichen Bericht über die Anti-Tumorwirkung von Schwarzkümmelöl erstellt. Durch das Öl werden krankmachende Immunreaktionen unterbunden, welche Auslöser für viele chronische Krankheiten (von Akne über Heuschnupfen bis Krebs) sein können. Man weiß heute, daß bei allergischen (atopischen) Erkrankungen die Synthese der genannten Prostaglandine PGE1 und PGE2 aus Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure gestört ist, wobei hier ein Enzymdefekt der Delta-6-Deseaturase vermutet wird. Die für einen Allergiker notwendige, vermehrte Zufuhr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist mit der normalen Ernährung nicht möglich. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen in Deutschland (Dr. med. Peter Schleicher, München) wurde die Wirkung von ägyptischem Schwarzkümmelöl an über 600 Personen getestet. In 70 % der Fälle wird eine Ausheilung der allergischen Erkrankung (Stauballergie, Akne, Neurodermitis, Asthma, allgemeine Abwehrschwäche) bestätigt. Einnahmeempfehlung Schwarzkümmelöl wird als Nahrungsergänzung empfohlen. Es ist ausgezeichnet verträglich und daher auch für Kinder sehr gut geeignet. Es kann sogar zum Kochen verwendet werden. Schwarzkümmelöl sollte über einen Zeitraum von etwa 3 - 6 Monaten bei einer Dosierung von 4 x täglich 500 mg (= 1 Kapsel Schwarzkümmelöl) oder 2 x täglich 1 ml (= 20 Tropfen) reinem Schwarzkümmelöl eingenommen werden. Es ist darauf zu achten, nur wirklich reines und geprüftes Öl zu verwenden, da es auch ausgesprochen giftige Schwarzkümmel-Sorten gibt. Zu Beginn der Einnahme kann gelegentlich leichtes Aufstoßen auftreten, das aber nach längerer Einnahmedauer verschwindet. Es wird häufig über eine spürbare Besserung des Wohlbefindens bereits nach wenigen Tagen berichtet. Auch zur äußerlichen Anwendung ist Schwarzkümmelöl geeignet. Bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis aber auch bei Akne wird das reine Schwarzkümmelöl auf die Haut aufgetragen. Zur leichteren Anwendung wurde das Schwarzkümmelöl aber in Salben verarbeitet. Es stehen zwei verschiedene Salben zur Verfügung. Eine Schwarzkümmelöl-Kräutersalbe in Packungen zu 150 g. Diese Salbe enthält ca. 25 % Schwarzkümmelöl und eine Kombination von Kräuterauszügen, die entzündungshemmend wirken. Eine zweite Salbe ist in der Packungsgröße zu 50 g erhältlich. Sie besteht zu 50 % aus Schwarzkümmelöl und aus einer Kombination von Ringelblumensalbe und Dorschlebertransalbe. Diese Kombination hat sich ebenfalls bei entzündlichen Hauterkrankungen sehr bewährt. Botanik Der Schwarzkümmel (lat. Nigella) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und ist mit etwa 20 Arten, die bläuliche oder gelbliche Blüten besitzen, im Mittelmeerraum beheimatet. Eine Unterart davon, die Nigella sativa, stammt aus Nordafrika, Südeuropa sowie Vorderasien, wo ihre Samen schon früh als Gewürz und in der Heilkunde verwendet wurden. Die bis zu 30 cm hohe, krautige Pflanze ist leicht behaart und besitzt weiße, endständig sitzende Blüten, die an den Spitzen der Blütenblätter eine grünliche oder bläuliche Färbung besitzen. Die Samen werden bevorzugt in sonnenreichen Anbaugebieten im Frühjahr ausgesät und Mitte des Sommers geerntet. Einer ihrer nächsten Verwandten ist die in unseren Gärten vorkommende Zierpflanze "Jungfer im Grünen" (Nigella damascena). Geschichte Der Samen der Nigella sativa wird schon als "Kümmel" in der Bibel erwähnt und wurde im Altertum als wohlschmeckendes Gewürz ins Brot geknetet. Im Grab des ägyptischen Pharaos Tut-Ench-Ammun fand man als Grabbeigabe ein Fläschchen Schwarzkümmelöl, und sogar der islamische Prophet Mohammed verkündete in seiner Schrift "Hadith": "Schwarzkümmel heilt jede Krankheit außer den Tod". Karl der Große empfahl ihn im "Capitulare de villis" (794 n. Chr.) als Gewürz für den Anbau. Ebenso befahl Ludwig der Fromme den Pächtern der Landgüter Schwarzkümmel zu diesem Zweck anzubauen. Die Botaniker des 16. Jahrhunderts kannten die Nigella sativa als "Schwartzer Kümmel oder Koriander". Als Gewürzpflanze wurde der Schwarzkümmel bei uns früher ebenfalls in Bauerngärten gepflanzt. Heute wird er dort kaum mehr kultiviert, so daß auch verwilderte Exemplare selten geworden sind. In Indien schreibt man den Samen eine stimulierende stimmungsaufhellende und tonisierende Wirkung zu. Im Orient verwendet man die Gewürzpflanze schon seit Jahrtausendenden zur Heilung von Allergien und Entzündungen, auch zur Anregung des Stoffwechsels und der Sekretion, vor allem aber kommt das Öl der Nigella sativa dort gegen Asthma, Bronchitis und Neurodermitis zur Anwendung. Auch in unseren Breiten wurde es in der Volksmedizin gegen Blähungen, Magen- und Lungenleiden, Gelbsucht etc. eingesetzt. __________ (...) __________ ZDF-Redaktion Nachmittagstalk "Gesundheit!", Mainz, 19.05.99 Zuschauerinformationen "Was alles kann Schwarzkümmelöl?", Sendung vom 27. Juli 1999 "Wundermittel Schwarzkümmelöl" Von Akne, Allergien und Asthma über Blähungen, Cellulitis, Erkältung, Gelenkschmerzen, Konzentrationsschwäche, Nierensteine, Potenzstörungen und Unfruchtbarkeit bis zu Zahnfleischentzündungen reicht die Vielfalt - um nur einige der zahllosen Beispiele zu nennen - der Wirkungsmöglichkeiten, die dem Schwarzkümmelöl nachgesagt werden. In Ägypten ist die heilende Kraft des Schwarzkümmels seit über 3000 Jahren bekannt, in Nordafrika und Westasien sind Samen und Öl noch heute in jeder Hausapotheke und jeder Küche zu finden. Unter dem Namen "Schwarzer Coriander" ist die Pflanze in Europa seit dem frühen Mittelalter bekannt, wobei allein der schwarze Samen eingesetzt wurde. Die Herstellung des Öls und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten waren hierzulande nicht bekannt. Forschungsstand Im Zuge der neuerlichen Erforschung traditioneller Heilpflanzen hat auch der Schwarzkümmel in den letzten Jahren eine Renaissance erfahren. Nachgewiesen wurde eine positive Auswirkung auf den Verlauf rheumatischer Erkrankungen, eine wachstumshemmende Wirkung auf Tumorzellen, schließlich soll Schwarzkümmelöl Bakterien und Pilze abtöten und den Blutzucker senken. Erfolge wurden auch bei der Behandlung allergischer Erkrankungen, wie Asthma und Neurodermitis erzielt. Eine umfassende, in Deutschland annerkannte Großstudie liegt noch nicht vor, wird jedoch zur Zeit vorbereitet. Wirkstoffe Schwarzkümmel besteht aus einer Vielzahl von über 100 Inhaltsstoffen, worin seine vielseitige Wirkung bei den unterschiedlichsten Krankheiten begründet liegt. Unbestritten ist die positive Wirkung auf das Immunsystem, was in erster Linie auf die im Öl enthaltenen ungesättigten Fettsäuren zurückzuführen ist. Der Körper kann diese lebenswichtigen Substanzen nicht selbst bilden., benötigt sie aber als Baustein für die sog. körpereigenen Prostaglandine, die eine regulierende Funktion im Immunsystem erfüllen. Beim Allergiker ist die Synthese der Prostaglandine gestört, weshalb eine erhöhte Zufuhr ungesättigter Fettsäuren notwendig ist. Bei konsequenter, langfristiger Einnahme kann eine erhebliche Verbesserung der allergischen Symptome erreicht werden. Das im ätherischen Öl des Schwarzkümmels enthaltene Nigellon Semihiprepinon hat eine stark lindernde Wirkung bei Bronchialasthma und Keuchhusten. Zudem enthält es Vitamine und Spurenelemente die sich positiv auf die Funktion des Immunsystems und des Stoffwechsels sowie dei Zellerneuerung auswirken. Es ist somit einer Senkung des Riskos von Herz- und Kreislauferkrankungen dienlich. Anwendungsgebiete Aufgrund der Fähigkeit der Zerstörung und Wachstumshemmung von Tumorzellen und der Anregung der Bildung von Knochenmarks- und Immunzellen erscheint Schwarzkümmel als geeignet zur Unterstützung von Krebstherapien. Angewandt wird es auch in der Behandlung von Erkrankungen der Atemwege und bei Allergien. So wurde beispielsweise bei Pollenallergikern durch regelmäßige Einnahme von Schwarzkümmelöl völlige Beschwerdefreiheit während der Pollenflugsaison erreicht. Auch bei der Therapie von Neurodermitis und chronischen Erkrankungen wird es eingesetzt und soll in manchen Fällen die Einnahmen von Cortison ersetzt haben. Anwendung Die Anwendung des Schwarzkümmels erfolgt innerlich oder äußerlich. Der zerstoßene Samen wird vor allem für die Herstellung von Heilmitteln und kosmetischen Rezepturen genutzt. Das Öl wird in Form von Tropfen oder Kapseln nach den Mahlzeiten eingenommen oder zum Kochen verwendet. Die Ölkapseln haben den Vorteil, dass sie genau dosiert und gezielt eingesetzt werden können. Manche Kapseln sind Vitamine und Mineralien beigesetzt. Den höchsten Anteil an wirkungsvollen Substanzen weist der ägyptische Schwarzkümmel auf, besonders reichhaltig als kaltgepresstes Öl. Häufig wird eine Therapie mit Schwarzkümmel mit anderen Mitteln der Naturheilkunde kombiniert (z. B. Apfelessig und Nahrungsergänzung durch Vitamine und Enzyme). In Deutschland ist Schwarzkümmel bisher nicht als Heilmittel anerkannt, sondern darf lediglich als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden, da es hier bisher keine anerkannte klinische Studie gibt, die seine Wirkunge belegt. __________ Auszug aus einem Artikel in der Zeitschrift "Die Welt" Krebs mit Schwarzkümmelöl vorgebeugt Uraltes Naturmittel von der High-Tech-Medizin neu entdeckt Von HANS WAGNER Berlin - Das renommierte Krebsforschungslabor von Hilton Head Island in South Carolina hat kürzlich den islamischen Propheten Mohammed auf eindrucksvolle Weise wissenschaftlich bestätigt: Dieser hatte vor eineinhalb Jahrtausenden in seiner Schrift "Hadith" bereits verkündet: "Schwarzkümmel heilt jede Krankheit, außer den Tod." Eine vom Cancer Immuno-Biology Laboratory veröffentlichte Studie kommt zu ganz ähnlichen Ergebnissen. Das Öl der Gewürzpflanze (lat. "nigella sativa") habe eine stark immunregulatorische Wirkung. Es könne ein verrückt spielendes Abwehrsystem wieder normalisieren und optimieren. Auf diese Weise seien Besserungen bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern zu erzielen, sogar bei Diabetes und Krebs. In unseren Breiten hatte sich in früheren Jahren schon einmal eine Tinktur aus Schwarzkümmelöl vor allem bei Lungen-, Magen- und Leberleiden bewährt. Sie wurde in der Homöopathie eingesetzt, ist zwischenzeitlich aber weitgehend in Vergessenheit geraten. Ganz anders in den USA, wo Nahrungsergänzungsprodukte schon einen riesigen Markt haben. Nach intensiven Marktforschungen hat ein großer Lebensmittelproduzent den Schwarzkümmel mit Erfolg in sein Nahrungsergänzungsprogramm aufgenommen. Den vollständigen Artikel finden Sie unter: http://www.welt.de/daten/1995/09/14/0914ws113368.htx Allergiebehandlung mit immunologisch wirksamem Pflanzensamenöl (Schwarzkümmelöl) Einführung Derzeit leidet jeder fünfte an einer allergischen Erkrankung. Bis zum Jahre 1995 wird jeder zweite mit Allergien und deren Folgen zu kämpfen haben. Die echte Allergie ist eine Störung des Immunsystems - eine Immunreaktion auf Abwegen. Zellen, die körperfremde Stoffe erkennen, beurteilen und unschädlich machen, bilden in ihrer Gesamtheit das Immunsystem. Die Antigene Träger immunologischer Reaktionen sind die T- und die B-Zellen. Sie erkennen über Oberflächenrezeptoren fremde Substanzen. Die Substanz, die genügend erkennbare Merkmale trägt, um eine Immunreaktion auszulösen, wird als Antigen bezeichnet. Antigene werden von Makrophagen aufgenommen und den T-Zellen-Lymphokine entstehen. Diese erweitern die Blutgefäße, sorgen für Rötung, Erwärmung und Schwellung. Zusätzlich locken sie über Botenstoffe Makrophagen an den Reaktionsort. Allergische Reaktionen Bei intaktem Immunsystem können die T-Zellen zwischen harmlosen und schädlichen Stoffen unterscheiden. Ist diese Erkennung beeinträchtigt, kommt es zu allergischen Reaktionen. Beispielhaft für diese Art der immunologischen Störung ist die allergische Reaktion vom Spättyp. Allergische Reaktionen, die innerhalb von Sekunden oder Minuten auftreten, werden dem Soforttyp oder der anaphytaktischen Reaktion zugeordnet. Dieses klinische Bild wird durch B-Lymphozyten ausgelöst. B-Zellen tragen als Rezeptor das Muster für einen spezifischen Antikörper, den sie hauptsächlich produzieren. Kommt es zum Kontakt mit einem Antigen, vermehren sich die Plasmazellen, werden aktiviert, produzieren Millionen identischer Antikörpermoleküle und geben sie ins Blut ab. T-Helfer- und T-Suppressor-Zellen Diese Reaktion wird wiederum Untergruppen der T-Zellen, nämlich den T-Helfer- und T-Suppressor–Zellen, kontrolliert, damit eine Entgleisung immunologischer Reaktionen nicht auftreten kann. Helferzellen fördern die Antikörperproduktion der B-Zellen, T-Suppressor–Zellen hemmen sie. Versagt diese Regulationssystem, kommt es zu allergischen Reaktionen. Sind Helferzellen im Übermaß vorhanden und fehlen die Kontrollzellen (Suppressor-Zellen), wird ein Zuviel an pathologischem Immunglobulin E (IgE) produziert. Beim Allergiker spielt das Immunglobulin E eine große Rolle. Versagt die Regulation durch di T-Zellen, können die B-Lymphozyten sogar durch das Antigen selbst transformiert werden und bilden eigenständig Unmengen von IgE-Antikörpern gegen das Allergen. IgE allein jedoch bewirkt noch keine allergische Reaktion. Im dritten Schritt lagern sich IgE-Komplexe an die Mastzelloberfläche an. Diese besitzt eine große Anzahl von Rezeptoren für IgE-Moleküle. Tritt das allergische Antigen zum zweiten Mal auf und verbindet zwei an der Oberfläche der Mastzellen befindliche IgE-Antikörper, wird dies als Reiz für die Mastzelle verstanden chemische Mediatoren wie Histamin und Serotonin auszuschütten. Die Folge sind heftige allergische Reaktionen vom Soforttyp. Nach Kontakt mit einem Allergen produzieren bestimmte Plasmazellen spezifische Immunglobulin E-Antikörper. Immunglobulin E lagert sich an Rezeptoren der Mastzellen an. Überbrückt nach erneutem Kontakt mit Allergenen das Allergen die Bindungsstellen zweier Immunglobulin E-Moleküle, schütten die Mastzellen sofort Stoffe aus, die zu schweren allergischen Reaktionen führen (n. Paul D. Buesseret) Immunkomplexe Bestehen allergische Reaktionen, z. B. Lebensmittelallergie, über viele Jahre, kann es zu weiterführenden schweren gesundheitlichen Schäden kommen. Durch ein Überangebot an Antigenen, die sich mit den Antikörpern zu zirkulierenden Immunkomplexen vereinen, wird bei steigender Konzentration der zirkulierenden Immunkomplexe die Löslichkeit dieser Eiweißkörper unmöglich. Immunkomplexe aktivieren nach Anlagerung das Complement-System und zerstören so über eine Einleitung von Entzündungsreaktionen das besetzte Substrat: Beim Rheumatiker oder bei degenerativen Erkrankungen die Gelenkflächen, bei Multiple-Sklerose-Kranken die Myelin-Scheide, beim Myasthenia-gravis-Patienten die neuromuskuläre Endplatte, beim Herzinfarkt die Koronararterien, bei maligner Hypereosinophilie die Herzinnenwand und die Nerven, bei der Leberzirrhose die Hepatozyten, bei Sklerodermie das Bindegewebe und bei der Arteriosklerose die Gefäßintima und Media. In normaler Konzentration vorhanden, können Makrophagen zirkulierende Immunkomplexe phagozytieren und spalten. Unser Enzymsystem kann zirkulierende Immunkomplexe eliminieren. Übersteigen diese jedoch eine gewisse Konzentration und gehen sie nicht in Lösung, können sie frei zirkulierend über die Aktivierung von Komplement Substrate des Körpers zerstören. Die Folge zunehmender allergischer Erkrankung sind aus immunologischer Sicht autoaggressive Reaktionen. Neue Behandlungsmethoden Diese immunologischen Erkenntnisse ermöglichen neue Behandlungsmethoden in der Therapie des Allergikers. Neben der Ermittlung und Eliminierung des Allergens muß eine exakte Beurteilung des Immunstatus beim Allergiker angestrebt werden. Findet man eine Störung der Subpopulationen der Lymphozyten, insbesondere der T-Helfer und der T-Suppressor-Zellen, muß diese moduliert werden. Dabei sollte das primäre Ziel eine Anhebung der T-Suppressor-Zellen sein, um die Kontrollfunktion auf die IgE-Produktion der Plasmazellen zu erhöhen. In zweiter Linie muß die Eliminierung pathologisch produzierter IgE-Komplexe angestrebt werden. Therapie mit Enzymen Als Basistherapie jeder immunologischen Behandlung beim Allergiker müssen Enzyme eingesetzt werden, die in der Lage sind, zirkulierende Immunkomplexe zu spalten. Verringern sich die erhöhten zirkulierenden Immunkomplexspiegel, können gewebsfixierte Immunkomplexe wieder in Lösung gehen bzw. werden weniger Immunkomplexe gewebsfixiert. Sind die erhöhten zirkulierenden Immunkomplexspiegel so weit gesenkt, daß sie in Lösung gehen, verschwindet auch der makrophagenblockierende Effekt der zirkulierenden Immunkomplexe und das Immunsystem funktioniert wieder normal. Therapie mit Radikalfängern Während der Behandlung der autoaggressiven Erkrankung müssen zusätzlich Radikalfänger und Substanzen substituiert werden, die beim entzündlichen Prozeß aufgebraucht werden. Es sind dies insbesondere die Vitamine A (ß-Carotin), C, E und das Selen. Therapie mit Membranstabilisatoren Um die Ausschüttung pathogener Mediatoren aus der Mastzelle wie Histamin und Serotonin zu verringern, können Membranstabilisatoren wie Dicromoglicinsäure den Degranulationsreiz hemmen. Therapie mit ungesättigten Fettsäuren aus Pflanzensamenöl Eine neue, sehr wirkungsvolle, gut verträgliche und preiswerte Therapie bei allergischen (atopischen) Erkrankungen ist der Einsatz von ungesättigten Fettsäuren aus pflanzlichen Samenölen. Speziell Schwarzkümmelöl wird im asiatischen und orientalischen Raum schon seit Jahrhunderten als antiallergisch wirksame Substanz bei allergischen Symptomen wie Bronchitis, Heuschnupfen, Diarrhöen, Blähungen, Hautekzemen und Nesselsucht eingesetzt. Heute ist bekannt, daß beim Atopiker die Synthese wichtiger homonähnlicher, immunregulatorischer Substanzen wie Prostaglandin E1 und E2 (PGE1 und PGE2) aus Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure gestört ist bzw. vollständig fehlt. (Vermutet wird ein Enzymdefekt der Delta-6-Desaturase). Linolsäure, Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure werden als essentielle ungesättigte Fettsäuren bezeichnet, da sie vom Menschen nicht selber synthetisiert werden können. (Jedoch kann Arachidonsäure aus Linolsäure entstehen) Aus Arachidonsäure entsteht Prostaglandin E2 (PGE2), aus Gamma-Linolensäure Prostaglandin E1 (PGE1 ) Folgende immunregulatorischen Effekte der Prostaglandine PGE1 + PGE2 sind beim Allergiker wirkungsvoll: Gamma-Linolensäure stabilisiert Zellmembranen und PGE1 wirkt stark entzündungshemmend und hemmt so die Freisetzung von allergischen Mediatoren. Ausserdem stabilisiert es die übersteigerte T-Zellfunktion des Allergikers und unterdrückt die pathologisch gesteigerte humorale Immunreaktion der B-Zellen. Die überschießende IgE-Synthese wird normalisiert, die Mastzelldegranulation verringert. PGE2 wirkt zusätzlich bronchienerweiternd, was beim allergischen Asthma von therapeutischem Nutzen ist. Die für einen Allergiker notwendige vermehrte Zufuhr von ungesättigten Fettsäuren (Gamma-Linolensäure) ist mit der normalen Ernährung nicht möglich. Hingegen bessert die längerfristige, konsequente Nahrungsergänzung mit speziellem Pflanzensamenöl (Schwarzkümmelöl) mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren die verschiedenen Symptome des Allergikers in bis zu 90 % der Fälle. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen das die Einnahme von 200 – 500 mg Schwarzkümmelöl täglich über einen Zeitraum von 3 – 6 Monaten gegeben, ein effektives, sehr gut verträgliches und preiswertes Therapiekonzept für Allergiker darstellt. Die zusätzliche Einnahme von Enzymen und Radikalenfängern (Antioxidantien) steigert darüber hinaus die immunologischen Effekte. __________ Verfasser: Dr. med. Peter Schleicher, Dr. med. Lutz Bannasch Institut zur Erforschung neuer Therapieverfahren chronischer Erkrankungen und Immunologie Ismaninger Str. 65 81675 München Veröffentlicht im notabene medici, Okt./Nov. 1994 - Journal für Ärzte |
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