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Stutenmilch
Heilmittel für Haut und Darm
von Dr. med Lutz Koch (Auszüge aus dem Magazin "Naturarzt" (Ausgabe 2/2005) Roßgesund mit Stutenmilch? Heute wird Stutenmilch zur innerlichen Anwendung als Pulver oder tiefgefroren und zur äußerlichen Anwendung in Form von Cremes, Lotionen, Seifen, Duschbädern und Badezusätzen, als heilendes Nahrungsmittel oder natürliche Hautpflege angeboten. Wissenschaftliche Untersuchungen, insbesondere durch Ernährungswissenschaftler der Universität Jena, haben das bessere Abheilen innerer und äußerer Entzündungen bestätigt. Eine besondere Rolle spielen dabei die in hoher Konzentration enthaltenen, antibakteriellen Stoffe wie Lysozym und Lactoferrin. Das Abwehreiweiß Immunglobulin A, das schädliche Keime im Magen-Darm-Trakt abtötet und das Immunsystem aktiv unterstützt, ist in so hoher Konzentration enthalten wie in Muttermilch. Diese Inhaltsstoffe sind in vergleichbaren Lebensmitteln wie Kuhmilch nicht oder nur in sehr geringen Anteilen vorhanden. Stutenmilch wird nicht nur zur Stärkung des Immunsystems, sondern auch gegen Magen-Darm-Entzündungen, Stoffwechselstörungen, Erschöpfungszustände, Verdauungsstörungen und zur Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems eingenommen. Äußerlich hat sie pflegende und regenerierende Eigenschaften und wird bei Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte oder allergischen Hauterscheinungen angewandt. Die kurzkettigen Eiweißbausteine entlasten den Stoffwechsel der Haut und führen zur Speicherung von Feuchtigkeit, welche durch den Rückfettungseffekt der Milch noch verstärkt wird. Entzündungsvorgänge werden gehemmt, Juckreiz wird gestillt, Zellerneuerungen werden gefördert. Durch die Ähnlichkeit zur menschlichen Muttermilch besitzt die Stutenmilch eine hohe biologische Wertigkeit für alle Auf- und Umbauprozesse des Menschen vom Säuglingsalter an. Das vorhandene Acetylcholin übt als wichtigster Inhaltsstoff einen regulierenden Einfluß auf das vegetative Nervensystems und damit die inneren Organe aus. Die Durchblutung der Haut wird verbessert und die Organtätigkeit gesteigert. Acetylcholin senkt außerdem den Blutdruck, indem es die Blutgefäße erweitert. Sie bleiben elastischer und verbessern so die Blutdruckregulation. Die Inhaltsstoffe treten bei innerlicher oder äußerlicher Anwendung in größeren Mengen in die Schichten der Haut und Schleimhäute über. Objektiv fällt dies durch eine frische Gesichtsfarbe und glatte Haut auf. Im Magen-Darm-Trakt normalisiert sich die Resorption von Nahrungsstoffen. Es wird die Aktivität der einzelnen Darmabschnitte gesteigert, Schleimhautentzündungen werden gelindert.Die Belastung der Leber als zentrales Stoffwechselorgan wird durch die Bestandteile der Milch vermindert: Der hohe Gehalt an Orotsäure und die leichtverdaulichen Eiweißabbauprodukte schonen den Leberstoffwechsel und regenerieren die Zellen. So bleibt mehr Potential für die eigentlichen Leber - Aufgaben wie Verdauung und Eiweißbildung. Der hohe Anteilan Milchzucker (Laktose) begünstigt als niedermolekularer Ballaststoff die Zusammensetzung der Darmflora und reduziert Fäulnis. Aber Vorsicht bei Laktoseintoleranz! 10 - 20 Prozent der Europäer können Milchzucker im Erwachsenenalter nicht mehr richtig verwerten und entwickeln nach dem Genuß von Milchprodukten Magen-Darm-Symptome und Allgemeinbeschwerden (Test durch Auslaßdiät: Verzicht auf Milchprodukte über 14 Tage). Diese Menschen müssen auch Stutenmilch meiden, die ebenfalls reichlich Milchzucker enthält. Geeignete Produkte zur äußerlichen Anwendung werden wegen des pflegenden und regenerierenden Effektes auch von der Kosmetikindustrie angeboten. Entsprechende Produkte kann man - wie auch die Milch selbst - in Reformhäusern, Apotheken oder direkt bei den Gestüten kaufen. Seifen, Reinigungsmilch, Masken, Körpermilch, Hauttonikum, Haarshampoo, Duschgel, Kurbad, Sonnenschutz-, Tages- und Nachtcremes sind im Angebot. Die Eiweiße, Fette, Mineralstoffe, Vitamine und Enzyme wie Peroxydasen, Oxydasen oder Phosphatasen regen den Stoffwechsel der Haut an, sorgen für gleichmäßige Feuchtigkeit und regenerieren veränderte oder entzündete Hautbereiche. Durch den niedrigen Fettgehalt ist frische und naturbelassene Stutenmilch gut verdaulich. Sie wird täglich in einer Menge von einem Viertelliter über 30 bis 40 Tage morgens nüchtern vor dem Frühstück oder abends vor dem Schlafengehen in kleinen Schlucken getrunken (Kosten: insgesamt etwa 100 Euro). Am besten schmeckt sie gekühlt... |
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