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#1
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Hallo Zusammen,
ich bin neu hier. Nachdem ich mich hier schon ein wenig eingelesen habe, möchte ich euch mein Problem schildern. Vor ein paar Wochen bin ich mit folgenden Symptomen, die mich seit einiger Zeit plagen, zum Arzt gegangen:
Außerdem habe ich seit über 15 Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion. Ich hatte dem Arzt gegebenüber den Verdacht geäußert, dass ich evtl. den Candida habe. Er hat jedoch eine Untersuchung auf Candida abgelehnt bzw. ist er der Meinung, dass er Candidabefall bei diesen Symptomen ausschließen kann. Stattdessen meint er, meine Beschwerden seien psychisch und Streß bedingt und hat mir vorgeschlagen, eine Therapie zu machen. Es ist schon richtig... ich habe im Moment viel Streß und einige Probleme mit mir rum zu schleppen. Aber gleich zu sagen, er kann Candida ausschließen, ohne eine Untersuchung gemacht zu haben... Mittlerweile wurden bei mir ein paar Untersuchungen gemacht. Blutwerte sind ok, Darmspiegelung und Ultraschalluntersuchung haben nichts ergeben. Außerdem habe ich die Pille abgesetzt, weil ich dachte, dass die Stimmungsschwankungen und die Unlust von den Hormonen kommen. Es hat sich jedoch nicht wirklich etwas gebessert. Nun suche ich einen Arzt, der dem Thema etwas aufgeschlossener gegenüber steht. Lieben Dank schon einmal für eure Antworten! zuckerblume |
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#2
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Ich sollte noch erwähnen, dass ich einen Spucktest gemacht habe, der eindeutig positiv war. Schon nach ein paar Sekunden zogen sich Fäden nach unten.
Bezüglich der Blähungen, mit denen ich wirklich sehr zu kämpfen habe, bringen leider auch Lefax, Sab Simplex, Natron etc. keine Linderung mehr. |
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#3
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Hallo, Zuckerblume,
willkommen bei uns. Ich habe dir Adressen per PN geschickt. Die Reaktion des Arztes ist nicht unüblich für einen Schulmediziner. Sie halten Pilze für eine Modeerscheinung oder von den Medien aufgebauscht. Im Studium haben sie gelernt, daß nur HIV-Infizierte, AIDS- und Krebskranke und Intensivpatienten ernsthaft von Candida befallen werden können. Für alle anderen Menschen sei der Pilz harmlos. Also werden die Symptome auf die Psyche geschoben oder der Betroffene als Hypochonder abgestempelt. Nicht selten wird er zum Psychologen geschickt. Alle diese Präparate, die du gegen Blähungen und Aufstoßen nimmst, sind kontraproduktiv. Sie mögen zwar kurzzeitig die Symptome lindern, können deine Darmprobleme aber auf Dauer verschlimmern.
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Liebe Grüße, Krasny |
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#4
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Hallo Krasny,
könntest Du mir die Adressen von den Ärzten aus Raum Hamburg, die Erfahrung mit Pilz und Entgiftungen haben, bitte auch schicken? Das wäre lieb - danke! Bin nämlich nach den Aussagen meines Arztes sehr verunsichert.. habe Pilz (es wurden Hefepilz im Blut gefunden - es passen auch alle Symptome bei mir zum Pilz) und bin sicher auch ziemlich vergiftet (habe immer noch Amalganfüllungen in den Zähnen, habe mich jahrelang sehr schlecht ernährt, usw.). Zudem komme wohl etliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten (auch im Blut festgestellt - habe wohl sehr hohe Entzüdnungswerte im Blut, zudem kommt ein sehr schwaches Immunsystem, Durchlässigkeit der Darmschleimhaut, diverse Vitamin- und Mineralstoffmängel, schlechte Sauerstoffversorgung des Blutes, usw.. fühle mich wie eine "Total-Baustelle" Hast du einen Rat für mich? Bin auf diesem gebiet auch totaler Neuling und mittlerweile körperlich ziemlich am Ende.. Würde mich über Antwort sehr freuen! Viele Grüße aus Hamburg! Harmony |
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#5
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Ach ja und die Pilzbehandlung soll wohl ca. 4 Wochen dauern (Medikamente und ca. 3 Wochen strikte Diät - dazu ist anzumerken, dass ich ohnehin schon Untergewicht habe.. - und dann soll alles wieder ok sein. Mein Arzt meinte, die Antipilzdiäten, die über 3 Monate gehen, seien Ausnahmefälle..die meisten seien schneller durch?! Dabei wirkt er sehr sehr kompetent und genau deswegen bin ich ja nun so ratlos)
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#6
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Hallo, Harmony,
willkommen bei uns. In manchen Fällen ist eine sofortige Entgiftung nicht möglich, weil der Körper zu stark geschwächt ist und die Ausleitungsorgane (Leber, Nieren) überlastet sind. Zuerst einmal muß der Allgemeinzustand stabilisiert, der Körper wieder aufgepäppelt werden. Das geht nur, wenn man die Pilze dezimiert. Bei mir selber wurde mit der Pilzbekämpfung am 9. Dez. 2003 begonnen ohne Entgiftung. Erst als ich von der Schwermetallentgiftung durch dieses Forum erfuhr und meine HP darauf ansprach, machte sie einen Schwermetallschnelltest und verordnete mir L-Cystein. Das war am 7. Februar 2004, als ca. 4 Wochen nach Therapiebeginn. Idealerweise beginnt man mit der Schwermetallausleitung. Der ideale Weg ist nicht immer gangbar.
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Liebe Grüße, Krasny |
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#7
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Vielen Dank für die Antwort!
Ja, meine Leber- und Nierenentgiftung ist nicht mehr gut (das ar so ein besonderer Bluttest..nennt sich Stoffwechselleistungstest). Anscheinend sind beide Organe überlastet. Dann ist dieser Weg ja vielleicht doch richtig..allerdings haben ich große Angst vor den Nebenwirkungen von Ampho Monoral (ich soll das Medikamt nicht einschleichen..direkt mit 4x am Tag beginnen...ist das ok so?), da ich ohnehin schon sehr geschwächt bin und schnell mit Nebenwirkungen reagiere. Aber ich muss wohl diesen Weg gehen, sonst werde ich wohl nie symptomfrei (wobei ich die Hoffnung schon manchmal aufgegeben habe). Vielleicht gibt es ja dann doch ein Licht am Ende des Tunnels. Allerdings habe ich eine ganz andere Lebensmittelliste erhalten.. ich darf z.b. Reis und Reiswaffeln essen...hingegen sind Milchprodukte alller Art vollkommen tabu, da sich die "Mischpilze" (oder so ähnlich) davon ernähren!? Kann denn eine 4-wöchige Diät ausreichen? Danke noch mal! Liebe Grüße, Harmony |
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#8
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Hallo, Harmony,
in den ersten Tagen kann es zu einer Symptomverschlimmerung kommen (Jarisch-Herxheimer-Reaktion), da durch das massenhafte Absterben der Pilze deren Gifte frei werden. Wir empfehlen im Forum für die Nystatintherapie im Gegensatz zum Beipackzettel, mit einer niedrigeren Dosis zu beginnen. Ob das auch für Amphotericin B richtig ist, kann ich nicht sagen. Du mußt viel trinken: stilles Wasser, 2 - 3 Liter pro Tag, um die Gifte zu verdünnen. Vollkornreis und Vollkornreiswaffeln sind erlaubt. Milchprodukte muß man meiden, wenn man eine Milchzuckerunverträglichkeit (LI) hat und wenn man von dem Pilz Geotrichum candidum befallen ist, weil sich dieser Pilz von Milchprodukten ernährt. Unsere Industriemilch ist generell ungesund. Wir hatten das Thema erst in der vergangenen Woche. 4 Wochen Antipilzdiät reichen i. d. R. nicht aus. Es gibt eine strenge Phase und eine gelockerte Phase der Diät. Die Dauer hängt von deinem Zustand bzw. der Schwere des Befalls ab.
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Liebe Grüße, Krasny |
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#9
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Das klingt ja alles sehr kompliziert und nach einem langen Weg zurück zur Gesundheit. Ich hoffe, ich bin in richtigen Händen, aber irgendann muss man sich ja einem Arzt anvertrauen. In Eigenregie würde ich mich jedenfalls nicht trauen, die Pilze zu vertreiben. Aber ich habe auch Angst, dass die Pilze mittlerweile systemisch geworden sind. Sind die denn dann auch noch wegzubekommen?
Ja, auf meinem Zettel stand, dass ich Milchprodukte meiden soll, weil sich die so genannten Milchschimmel-Pilze wohl davon ernähren!? Ist Vollkornreis der Naturreis? Wobei ich völlig ideenlos bin, ist das Frühstück. Ich darf ja jegliche Formen von getreide nicht essen (gar kein Brot, keine Nudeln, keine Flocken usw.). Das Einzige, was mir einfiel, sind Vollkornreiswaffeln mit Butter und Putenschinken (wobei ja der normale abgepackte Putenschinken auch wieder diverse Konservierungsstoffe, usw. enthält. Den darf man dann sicher auch nicht oder?). Vor allem darf ich nicht weiter abnehmen...das kommt ja noch erschwerend hinzu. Aber Kartoffeln zum Frühstück? Hmm...das find ich komisch Bisher habe ich auch immer orthomol Vital F genommen, um meinen Vitaminhaushalt wenigstens einigermaßen aufrecht zu erhalten..aber meines Wissens nach sind da Süßstoffe drin.. Ich hoffe, ich finde ein Nahrungsergänzungsmittel, dass man während der Pilzdiät nehmen darf. Ok...also das Pilzmittel doch eher einschleichen.. nimmt man dann am ersten tag nur eine der vier verschriebenen Tabletten? mein Arzt hatte vom Einschleichen jedenfalls nichts erwähnt.. Fragen über Fragen... tut mir Leid, aber ich bin wirklich totaler Anfänger auf diesem Gebiet! Hinterher soll ich dann wohl auch Darmaufbauenende Mittel bekommen (Symbioflor oder Ähnliches) und die nahrungsmittel, auf die ich nicht allergisch bin (wobei die Allergie sicher durch die Pilze kommt), wieder einbeziehen. Vielleicht magst du mir ja noch auf ein paar Dinge antworten - würde mich sehr freuen! Vielen dank und viele Grüße aus Hamburg! |
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#10
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Hallo, Harmony,
der Milchschimmelpilz ist der Geotrichum candidum. Er hat aber nichts mit Candida zu tun. Systemisch ist der Pilz bei vielen, die ihn seit langer Zeit haben. Der Pilz verbleibt nicht im Darm, sondern ist immer bestrebt, sich auszubreiten. Ja, Vollkornreis ist Naturreis. Er soll nicht geschält sein, sondern noch das Häutchen haben. Warum darfst du kein Getreide essen? Hast du Zöliakie? In geringen Mengen ist Vollkorngetreide erlaubt. Du kannst auch Buchweizen, Amarant, Dinkel, Quinoa, Hirse essen. Außer Dinkel enthalten die anderen Sorten kein Gluten (Klebereiweiß). Dinkelvollkornnudeln sind in Maßen erlaubt. Abgepackten Wurst- und Fleischwaren aus dem Supermarkt würde ich besser meiden oder sehr genau auf die Zutatenliste achten. Besprich das mit deinem Arzt. Ich möchte mich nicht in seinen Behandlungsplan einmischen. Unser Behandlungsschema geht von 3 x 1 Tablette Nystatin in der ersten Woche und 3 x 2 Tabletten in der zweiten Woche aus. Wenn dein Arzt dir 4 x 1 verordnet hat, dann probier es aus. Falls du unerträgliche Verschlimmerungssymptome bekommst, setzt du die Dosis für 2 - 3 Tage auf z. B. 2 x 1 herab. Dein Arzt scheint wirklich zu wissen, worauf es ankommt (Sanierung der Darmflora, Weglassen unverträglicher Nahrungsmittel).
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Liebe Grüße, Krasny |
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