Caprylsäure
Caprylsäure ist der Trivialname für die Carbonsäure Octansäure, C7H15-COOH, eine gesättigte Fettsäure. Der Name leitet sich aus dem Lateinischen capra beziehungsweise caper für Ziege, Ziegenbock ab.
Caprylsäure schmilzt bei 17 °C und siedet bei 237 °C und ist somit bei Zimmertemperatur (20 °C) flüssig. Sie ist schlecht wasserlöslich (0,7 g/l bei 20 °C). Ihre Salze und Ester heißen Caprate bzw. Octanoate. Kaprylsäure reizt Augen und Haut.
Verwendung findet Caprylsäure bei der Herstellung von Seifen, Farbstoffen, Fungiziden und antiseptischen Arzneimitteln.
Der Caprylsäure wird auch medizinisch gegen Pilzinfektionen (Kandidose) und einige Bakterieninfektionen verwendet.
Caprylsäure ist im Fett der Kokosnuss (Kokosfett) zu ca. 8 % enthalten. Darin natürlich – wie in allen biologischen Speichern als Triglycerid – als neutrales Fett das im Gegensatz zur hier beschriebenen reinen Fettsäure gegessen oder kosmetisch verwendet werden kann.
Strukturformel ![]()
Allgemeines
- Name: Caprylsäure
- Andere Namen: Octansäure, Heptancarbonsäure
- Summenformel: C8H16O2
- CAS-Nummer: 124-07-2
- Kurzbeschreibung: farblose Flüssigkeit
Eigenschaften
- Molmasse: 144,2 g·mol-1
- Aggregatzustand: flüssig
- Dichte: 0,91 g/cm³
- Schmelzpunkt: 17 °C
- Siedepunkt: 237 °C
- Dampfdruck: 5 Pa (20 °C)
- pKs-Wert: 4,89
- Löslichkeit: wenig in Wasser
Caprylsäure Solaray, 100 T
Caprylsäure ist eine kurzkettige gesättigte Fettsäure, die im Darmtrakt von der normalen Bakterienflora gebildet wird.
Schon lange ist bekannt, dass sich bei Candidosis die Darmflora durch Zufuhr von Caprylsäure wieder normalisiert und die Stuhlproben Candida-frei werden. Caprylsäure hat gegenüber den meist aus Schimmelpilzen gewonnenen Candida-Präparaten den Vorteil, dass sie nur selten allgergische Reaktionen hervorruft. Viele Patienten mit Candidosis reagieren allergisch auf Schimmelpilze.
Das Produkt ist natrium- und harzfrei und enthält 400 mg Calcium-, Magnesium- und Zink-Caprylat pro Kapsel.
Sechs Kapseln enthalten:
- Calcium (als Caprylat): 162 mg
- Magnesium (als Caprylat): 82 mg
- Zink (als Caprylat): 7 mg
- Caprylsäure: 2163 mg
Gebrauchsempfehlung: Als Nahrungsergänzung 2 - 3 Kapseln 2 x täglich, mit den Mahlzeiten oder einem Glas Wasser.
Sonstige Inhaltsstoffe: Pflanzenfasern, Gelatine (Kapsel), Magnesiumstearat.
Bitte kühl und trocken aufbewahren.
Hersteller: Solaray Inc., Park City, Utah/USA
Nach Aussage von Felix Henrichs, dem Chef von Supplementa, wurde die Caprylsäure mit einer max. Dosierung von 6 Kapseln pro Tag labormäßig getestet. Damit waren alle getesteten Personen nach 2 Wochen Einnahme laut Stuhlbefund pilzfrei. Eine höhere Dosierung als 6 Kapseln, gleichmäßig über den Tag verteilt (3 x 2 Kapseln), macht somit keinen Sinn. Caprylsäure wird nicht verstoffwechselt, sondern verläßt den Magen-Darm-Trakt unverändert. Sie dient den Pilzen als Nahrung. Nachdem sie diese gefressen haben, platzen sie und sterben ab. Deshalb kann es wie bei anderen Antimykotika zu Erstverschlimmerungen kommen.
Ein zinkfreies Präparat gibt es nicht. Das sei auch nicht möglich, weil Zink selbst ein Bestandteil des Caprylsäuremoleküls ist. Herr Henrichs glaubt nicht, daß du Zink nicht verträgst, denn Zink ist für die menschlichen Stoffwechel- und Körperfunktionen von essentieller Bedeutung (u. a. für die Stärkung der Abwehrfunktion).
Nachfolgend eine Auflistung der Pilzarten, gegen die Caprylsäure wirksam ist: